Die Wiedemannsche Mühle, auch Hahnenmühle genannt, ist eine ehemalige Wassermühle in Neustadt an der Weinstraße.

Lage Die Mühle, die teilweise Fachwerk enthält, befindet sich am südöstlichen Siedlungsrand des Ortsbezirks Gimmeldingen, der bis 1969 eine selbständige Gemeinde war. Unmittelbar östlich verläuft die Grenze zum Ortsbezirk Mußbach an der Weinstraße. Unmittelbar nördlich verläuft der Mußbach. Südlich, nordöstlich und nordwestlich erstrecken sich Weinberge des Weinanbaugebiets Pfalz.

Geschichte Die Mühle existierte bereits während der Ottonischen Zeit. Zunächst gehörte sie dem Kloster Weißenburg und später dem nahen Herrenhof Mußbach.

Während der Napoleonischen Zeit wurde sie versteigert und gelangte dadurch in den Besitz von Johann Jakob Wiedemann, der die Mühle fortan betrieb und zu ihrem Namensgeber wurde. Auch seine Nachkommen betrieben die Mühle nach seinem Tod 1808 weiter. Die gegenwärtigen Mühlengebäude entstanden 1805 anstelle ihrer Vorgänger. Bis Anfang des 20. Jahrhunderts war die Mühle in Betrieb. In der Folgezeit war sie Sitz eines Weinguts.

Mittlerweile befindet sich im ehemaligen Kelterhaus, das den Ostflügel des Anwesens bildet, eine Goldschmiede. Das übrige Areal enthält private Wohneinheiten. Das Mühlrad existiert bis in die Gegenwart.

Einzelnachweise

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