Die Marburger Festspiele fanden von 1927 bis 1939 als Sommerfestspiele statt. Veranstalter war formal die Stadt Marburg. Fritz Budde prägte die Theaterfestspiele in Marburg über ein Jahrzehnt als künstlerischer Leiter. Aufgeführt wurden v. a. Klassiker wie Shakespeares Sommernachtstraum, von Fritz Budde bearbeitete Volkstheaterstücke und Stücke von NS-Autoren. Unter seiner Führung wechselte der Spielort ab 1928 von der Marienkirche auf das von Budde entworfene und neu erbaute Schlosspark-Theater. Trotz massiver finanzieller Probleme hielt Budde den Betrieb durch Unterstützung des langjährigen Kurators der Marburger Universität Ernst von Hülsen, durch privates Engagement und den teilweisen Verzicht auf eigene Bezüge bis zum kriegsbedingten Aus im Sommer 1939 aufrecht. Er arbeitete dort ab 1931 eng mit dem Bühnenbildner Franz Mertz zusammen.
Literatur Nele Cent, Die Marburger Festspiele im Spiegel des Nachlasses von Fritz Budde, Magisterarbeit 2004. Wilhelm Mauß, Marburger Festspiele, Marburg 1927. Fritz Budde, Marburger Festspiele 1928, Marburg o. J. (1928). Fritz Budde, Faust I und die Marburger Festspiele, Berlin 1933. Fritz Budde, Marburger Festspiele 1930, Marburg. Reformations-Festspiel Marburg vor der Marienkirche, Marburg 1933.
Kategorie:Veranstaltung in Marburg Kategorie:Kunst (Marburg) Kategorie:Theaterfestival in Hessen Kategorie:Erstveranstaltung 1927 Kategorie:Letzte Veranstaltung 1939