mini|Roman Jampolski (2024) Roman Wladimirowitsch Jampolski () (* 13. August 1979 in Riga, LSSR) ist ein lettisch-amerikanischer Informatiker und Hochschullehrer mit Forschungsschwerpunkt auf KI-Sicherheit und Informationssicherheit.
Werdegang
Jampolski besuchte das Monroe Community College in New York City, bevor er an das Rochester Institute of Technology wechselte, wo er 2004 einen kombinierten Bachelor- und Master-Abschluss im Fach Informatik erwarb. Im selben Fach promovierte er im Jahr 2008 an der University at Buffalo unter der Betreuung von Venu Govindaraju. Seine Dissertation befasste sich mit Angrifferkennung mittels Geodaten und Verhaltensbiometrie (Titel: Intrusion detection using spatial information and behavioral biometrics). Nach seiner Promotion war Jampolski am Centre for Advanced Spatial Analysis des University College London tätig, bevor er 2008 eine Stelle als Assistenzprofessor an der University of Louisville antrat.
Im Jahr 2018 schlugen Jampolski und sein Mitarbeiter Michaël Trazzi vor, Schwachstellen in Künstliche Intelligenzen einzubauen – etwa indem man einer KI den Zugriff auf ihren eigenen Quellcode sowie dessen Modifikation untersagt.
Jampolski war Fellow für KI-Sicherheit am Foresight Institute.
Positionen Gemeinsam mit KI-Forschern wie Yoshua Bengio und Stuart Russell und anderen namhaften Persönlichkeiten der Tech- und KI-Szene unterzeichnete er eine im März 2023 veröffentlichte Petition zur Unterbrechung von KI-Experimenten.
Im Jahr 2024 sagte Jampolski, dass es keine Anzeichen und Beweise für ein zuverlässiges AI-Alignment gebe und schlug vor dem Hintergrund dessen eine Unterbrechung der KI-Entwicklung vor. Er argumentierte: „Sich vorzustellen, dass Menschen eine Künstliche Superintelligenz kontrollieren können, ist ein wenig so, als würde man sich vorstellen, eine Ameise könne den Ausgang eines NFL-Footballspiels beeinflussen, das um sie herum stattfindet“. Bei einem Auftritt im Podcast des Informatikers Lex Fridman im Jahr 2024 äußerte sich Jampolski konkret zum Existenziellen Risiko durch künstliche Intelligenz; für ihn liege die Wahrscheinlichkeit, dass Künstliche Intelligenz „innerhalb der nächsten hundert Jahre“ zum Aussterben der Menschheit führen könnte, bei „99,9 %“.
Im Jahr 2025 vermutete er, dass im Jahr 2027 eine Allgemeine künstliche Intelligenz entwickelt sein wird und aufgrund humanoider Roboter und KI-Programme drei Jahre später der Arbeitsmarkt kollabieren könnte. Im Dezember 2025 interviewte ihn die Berliner Zeitung ausführlich zu mehreren Fragestellungen bezüglich der Entwicklung und Risiken von KI.
Einzelnachweise
Weblinks
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