Overblood ist ein Computerspiel aus dem Genre der Action-Adventures von 1996. Das PlayStation-Spiel wurde von Riverhillsoft entwickelt und 1997 in Europa und Nordamerika von Electronic Arts veröffentlicht. 1999 erschien ein Nachfolger namens Overblood 2.

Spielprinzip Bei Overblood handelt es sich um ein Action-Adventure mit einem Fokus auf den Adventure-Anteil. Sowohl Rätsel inklusive Finden und Anwenden von Items als auch Kämpfe gegen Mutanten sind Teil des Spielprinzips. Bei der Steuerung des Charakters ist es möglich, zu springen, zu laufen und in die Hocke zu gehen. Es stehen drei Kameraperspektiven zur Auswahl: Egoperspektive, schräg von oben und eine Panoramakamera. Im Verlauf des Spiels folgen dem Hauptcharakter Begleiter, die ebenfalls gesteuert werden können und besondere Fähigkeiten besitzen. Die Handlung wird mit Hilfe von Videosequenzen erzählt. Manche Rätsel haben Zeitlimits in Form einer Verschlechterung des Gesundheitszustandes des Hauptcharakters, was mit einem sich leerenden Lebensbalken visualisiert wird. Eine Übersichtskarte gibt es nicht, das Spiel kann aber jederzeit gespeichert werden.

Handlung Der Hauptcharakter Laz Casey erwacht nach einem Kryoschlaf und weiß weder, wo er sich befindet, noch über die eigene Vergangenheit Bescheid. Als Erstes muss er etwas gegen die tödliche Kälte von −10 °C unternehmen. Anschließend versucht er, die Hintergründe der mysteriösen unterirdischen Anlage, in der er sich befindet, zu ergründen. Dabei erweckt er mit Hilfe eines Mikrochips einen kleinen Roboter namens Pipo, der anschließend ebenfalls vom Spieler gesteuert werden kann. Im Spielverlauf trifft der Protagonist zudem auf eine Frau namens Milly Azray, die ihn auch begleitet.

Entwicklung Das Spiel wurde vom japanischen Entwickler Riverhill Soft entwickelt und erschien im Mai 1997 in Deutschland auf CD-ROM. In Japan kam es bereits im Sommer 1996 heraus. Publisher für Europa und die USA war Electronic Arts. Das Spiel beinhaltet in Echtzeit berechnete 3D-Grafik.

Rezeption

Robert Bannert bemerkte im Test des Konsolenmagazins Maniac starke Ähnlichkeiten zu Capcoms Resident Evil und sah bei Overblood viele Zutaten für ein atmosphärisches Horror-Adventure. Allerdings machten eine schwammige Kameraführung, Grafikfehler sowie seiner Meinung nach lahme Rätsel die soliden Ansätze zunichte.

Im Fazit der Zeitschrift Video Games wurde vor allem die geringe Spielzeit, insbesondere für den Originalpreis, kritisiert. Der Tester sprach von einer Spieldauer von vier bis fünf Stunden, während die Fun Generation sogar von lediglich drei bis vier Stunden schrieb. Deutlich positiver wurde das Spiel bei Mega Fun bewertet. Dort sah der Tester es als gekonnte Mischung aus Action und Adventure an. Das Spiel baue einen dichten Spannungsbogen auf und weise eine durchdachte Steuerung auf. Bei der Fun Generation wurde die Steuerung hingegen mit der Eigenschaft mangelhaft beschrieben.

Für den Tester des englischsprachigen Onlinemagazins GameSpot fühlte sich das Spiel nur halbfertig an. Overblood habe zwar Potenzial und fessle gerade so bis zum Schluss, hätte aber mit ein bisschen mehr Feinschliff bei Gameplay und Steuerung dem Tester zufolge richtig gut werden können.

Nachfolger Ein Nachfolger namens Overblood 2 wurde zur Veröffentlichung in Japan für das erste Halbjahr 1998 angekündigt. Das PlayStation-Spiel Overblood 2 wurde 1999 von der Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle zur Altersfreigabe ab 12 Jahren eingestuft.

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Action-Adventure Kategorie:Computerspiel 1996 Kategorie:Electronic Arts Kategorie:Science-Fiction-Computerspiel Kategorie:PlayStation-Spiel