Doris Kolesch (geboren 1965) ist eine deutsche Theaterwissenschaftlerin. Sie ist Professorin für Theaterwissenschaft an der Freien Universität Berlin. Sie erhielt den Heinz-Maier-Leibnitz-Preis 1998 der Deutschen Forschungsgemeinschaft.

Leben Doris Kolesch studierte von 1984 bis 1989 Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft, Romanistik, Hispanistik und Publizistik an der Universität Mainz sowie in Paris an der École normale supérieure bei Jacques Derrida, an der École des hautes études en sciences sociales bei Gérard Genette und Algirdas Julien Greimas und an den Universitäten Paris III und Paris VII bei Julia Kristeva. Von 1987 bis 1989 absolvierte sie zudem ein Philosophiestudium als Nebenfach. 1989 schloss sie ihr Studium mit einer Magisterarbeit über das Thema „Aufbauende Zerstörung. Zur Paradoxie des Geschichts-Sinns bei Franz Kafka und Thomas Pynchon“ ab.

Anschließend war sie bis zu ihrer Promotion im Jahr 1994 wissenschaftliche Mitarbeiterin von Franz Norbert Mennemeier am Institut für Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft der Universität Mainz. In ihrer Dissertation befasste sie sich mit dem Thema Das Schreiben des Subjekts. Zur Inszenierung ästhetischer Subjektivität bei Charles Baudelaire, Theodor W. Adorno und Roland Barthes. Danach war sie bis 1996 Postdoc im Mainzer Graduiertenkolleg "Theater als Paradigma der Moderne: Drama und Theater im 20. Jahrhundert" und anschließend bis 2002 wissenschaftliche Assistentin bei Erika Fischer-Lichte am Institut für Theaterwissenschaft der FU Berlin.

Doris Kolesch habilitierte sich im Jahr 2002 in den Fächern Theaterwissenschaft und Romanische Philologie. Seit Oktober 2002 hat sie eine Professur für Theaterwissenschaft im Fachbereich Philosophie und Geisteswissenschaften der Freien Universität Berlin inne. Seit 2015 ist sie zudem Mitglied des Akademischen Senats der Freien Universität Berlin und seit 2019 geschäftsführende Direktorin des Instituts für Theaterwissenschaft.

Preise und Auszeichnungen 1985–1989: Studienstiftung des Deutschen Volkes 1994: Johannes-Gutenberg-Preis für herausragende Dissertationen von der Universität Mainz 1998: Essay-Preis der Gesellschaft für Theaterwissenschaft für die Studie „Listen to the radio. Artauds Radio-Stimme(n)“ 1998: Heinz-Maier-Leibnitz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft 2001–2006: Mitglied der Jungen Akademie an der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften und der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina

Veröffentlichungen Bücher (Auswahl)

Herausgeberschaft (Auswahl)

Aufsätze (Auswahl) Re/produktionsmaschine Theaterwissenschaft. Herausforderungen durch immersive Theaterformen; in: Audience Emotions (gemeinsam mit Hubert Knoblauch); in: Aufführungen als soziales Beziehungsgeschehen; in: Matters of Urgency. Herausforderungen der Gegenwart in Theater und Wissenschaft (gemeinsam mit Jan Lazardzig, Jenny Schrödl, Lisa-Frederike Seidler, Thore Walch und Mathias Warstat); in:

Einzelnachweise

Kategorie:Theaterwissenschaftler Kategorie:Hochschullehrer (Freie Universität Berlin) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1965 Kategorie:Frau