Conrad Jacob Carstanjen (auch Konrad Jakob Carstanjen; * 3. Februar 1763 in Duisburg; † 13. September 1840 ebenda) war ein Mediziner und Hochschullehrer an der Alten Universität Duisburg.

Leben Conrad Jacob Carstanjen wurde am 3. Februar 1763 in der preußischen Stadt Duisburg geboren. Der aus den Niederlanden stammende Vater Martin Carstanjen war hier als Kaufmann tätig, die Mutter Anna Catharina war eine geborene Striebeck. Carstanjen besuchte das Gymnasium in Duisburg, das heutige Landfermann-Gymnasium. Später wechselte er an das Archigymnasium in der Bistumsmetropole Soest. Im Sommersemester 1781 schrieb sich Carstanjen in das Matrikelbuch der Universität Duisburg ein.Anna Merten: Conrad Jacob Carstanjen (1763–1840). In: Duisburger Forschungen. Schriftenreihe für Geschichte und Heimatkunde Duisburgs. 53. Band. Mercator-Verlag, Duisburg 2007, , S. 328.

In Duisburg lernte er an der medizinischen Fakultät bei Johann Gottlob Leidenfrost und Daniel Erhard Günther. Am 3. März 1785 schloss Carstanjen seine Promotion ab und reiste anschließend nach Wien, Straßburg und Berlin. Im Jahr 1787 kehrte er nach Duisburg zurück, wo er sich zunächst als approbierter Arzt niederließ. Gleichzeitig begann er an der Universität Duisburg Vorlesungen über Experimentalchemie zu halten. Im Jahr 1788 wurde er als außerordentlicher Professor zugelassen.

Im Jahr 1792 wurde er schließlich ordentlicher Professor der Medizin in Duisburg, wobei er weiterhin auch Chemievorlesungen hielt und unternahm botanische Exkursionen ins Umland der Stadt. Nach der Auflösung der Universität im Jahr 1818 blieb Carstanjen als Arzt in Duisburg. Daneben arbeitete er als Familien- und Heimatforscher, wobei seine Chronik der Stadt Duisburg lediglich als Handschrift kursierte.

Im Jahr 1835 wurde er anlässlich seines goldenen Doktorjubiläums vonseiten der Stadt Duisburg mit einer goldenen Gedenkmünze geehrt. Außerdem benannte man die Günthersche Krankenhausstiftung in die Günther-Carstanjensche Krankenstiftung um, sodass 1842 in der Untermauerstraße das nach dem Mediziner benannte Krankenhaus eröffnete. Conrad Jacob Carstanjen starb am 13. September 1840 in Duisburg an Altersschwäche.Anna Merten: Conrad Jacob Carstanjen (1763–1840). In: Duisburger Forschungen. Schriftenreihe für Geschichte und Heimatkunde Duisburgs. 53. Band. Mercator-Verlag, Duisburg 2007, , S. 330.

Mitgliedschaften 1817: Marburger Gesellschaft zur Beförderung der gesamten Naturwissenschaften 1819: Niederrheinische Gesellschaft für Natur- und Heilkunde Bonn

Werke (Auswahl) Dissertatio Inauguralis Medica De Origine Bilis Cysticæ Quam Annuente Summo Numine [...]. Duisburg 1785. Chronik der Stadt Duisburg 1801–1838. Handschrift. Die Chronik wurde im Jahr 2000 von Günter von Roden herausgegeben: Chronik der Stadt Duisburg 1801 bis 1838. Festschrift zum 50jährigen Bestehen der Mercatorgesellschaft Duisburg e. V. (= Duisburger Forschungen. Bd. 46). Mercator-Verlag, Duisburg 2000, ISBN 3-87463-306-3. Enumeratio plantarum officinalium, quae circa Duisburgum ad Rhenum sponte quam culturae ope crescunt [...]. Duisburg 1800.

Literatur Anna Merten: Conrad Jacob Carstanjen (1763–1840). In: Duisburger Forschungen. Schriftenreihe für Geschichte und Heimatkunde Duisburgs. 53. Band. Mercator-Verlag, Duisburg 2007, , S. 328–333.

Weblinks Deutsche Biographie: Carstanjen, Conrad Jacob

Einzelnachweise

Kategorie:Mediziner (18. Jahrhundert) Kategorie:Mediziner (19. Jahrhundert) Kategorie:Chemiker (18. Jahrhundert) Kategorie:Chemiker (19. Jahrhundert) Kategorie:Botaniker (18. Jahrhundert) Kategorie:Botaniker (19. Jahrhundert) Kategorie:Hochschullehrer (Alte Universität Duisburg) Kategorie:Geboren 1763 Kategorie:Gestorben 1840 Kategorie:Mann