Volksrecht – Sozialdemokratisches Organ für das Arbeitende Volk Deutsch-Südtirols war das sozialdemokratische, deutschsprachige Parteiorgan des Südtiroler Gewerkschaftsbundes der „Freien Gewerkschaften“ sowie der SPDS (Sozialdemokratischen Partei Deutsch-Südtirols). Erstmals erschienen ist sie am Samstag, dem 1. Mai 1920.

Vorgeschichte Für die SPDS wurde schon bei der Gründung der Partei ein Parteiorgan als Konkurrenzblatt zu den Liberalen Bozner Nachrichten und dem Konservativ-Katholischem Tiroler Volksblatt geplant. Bisher mangelte es aber an Materiellen, weshalb die Idee erst einmal belassen wurde. Erst Franz Tappeiner, seit 1920 Obmann der SPDS, außerdem Vorsitzender des Arbeiterbildungsvereins „Vorwärts“ sowie Sekretär der Bozner Buchdruckergewerkschaft, rollte die Idee gemeinsam mit dem Gewerkschaftssekretär Adolf Berger aus Franzensfeste wieder auf.

Volksrecht Man schaffte es bald schon durch Spenden, die Zeitung aufzubauen. Am 1. Mai 1920 wurde die erste Ausgabe im Bozner Gewerkschaftshaus verteilt, zu einem Preis von 30 Centesimi das Stück. Die Zeitung bestand damals aus 6 Seiten und war unterteilt in einen Apell namens „Autonomie für Deutsch-Südtirol“, Parteiinternes (wo z. B. über die Maifeiern aus den Parteibezirken Meran, Bozen und Brixen berichtet wurde), Weltweites (so z. B. ein Artikel über den Wahlsieg der Sozialdemokraten in der Tschechoslowakischen Republik), Lokales sowie Werbung von verschiedenen Unternehmen aus Bozen und Meran (z. B. von Pirelli und Co., einem Geschäft für technische und chirurgische Geräte). Außerdem wurde auch eine Stellenanzeige für einen Zeitungsausträger veröffentlicht. Gedruckt wurde im Gewerkschaftshaus, die Zeitung erschien am Dienstag, Donnerstag und Samstag. 1923 wurde sie von den Faschisten verboten.

Einzelnachweise

Kategorie:Zeitung (Italien) Kategorie:Medien (Südtirol) Kategorie:Ersterscheinen 1920 Kategorie:Erscheinen eingestellt 1923