Kurt Epperlein (* 8. November 1914 in Chemnitz; † ?) war ein deutscher Politiker (SED) und Außenhandelsfunktionär. Er war Hauptabteilungsleiter und Stellvertreter des Ministers im Ministerium für Außenhandel und Innerdeutschen Handel der DDR.

Leben Als Sohn einer Arbeiterfamilie besuchte er die Volks- und eine Aufbauschule, die er mit der Mittleren Reife abschloss. Im Anschluss machte er von 1931 bis 1934 eine kaufmännische Lehre in Chemnitz und arbeitete danach von 1934 bis 1938 in Chemnitz in diesem Beruf. Die Tätigkeit wurde vom Wehrdienst in der Wehrmacht von 1935 bis 1937 unterbrochen, den er in der Luftnachrichtentruppe ableistete. Von 1938 bis 1939 war er erneut als kaufmännischer Angestellter tätig, dieses Mal in Hohenstein-Ernstthal. Bis 1933 war er Mitglied des Gewerkschaftsbundes der Angestellten (GDA), nach dessen Auflösung bis 1945 in der Deutschen Arbeitsfront (DAF).

1939 wurde er zur Wehrmacht eingezogen und war bis Mai 1945 Soldat bei der Luftnachrichtentruppe. Sein letzter Dienstgrad war Feldwebel. Im Mai und Juni 1945 war er in amerikanischer Kriegsgefangenschaft. Aus der Gefangenschaft heimgekehrt, arbeitete er bis 1947 als Tischler-Umschüler in Chemnitz und wurde 1946 Mitglied der SED. 1947 wechselte er zur Landesregierung Sachsen und war im Ministerium für Wirtschaft und Wirtschaftsplanung erst Sachbearbeiter und dann Abteilungsleiter. Von 1948 bis 1949 war er im Rat der Stadt Chemnitz Abteilungsleiter und besuchte 1949 eine Kreisparteischule der SED und von 1949 bis 1950 den 3. Kurzlehrgang an der Deutschen Verwaltungsakademie (DVA) in Forst Zinna.

Von 1950 bis 1956 arbeitete er erst als Abteilungsleiter und später Direktor im Außenhandelsunternehmen VEH DIA Textil in Berlin. 1956 schloss er ein Fernstudium an der Hochschule für Außenhandel mit einem Staatsexamen ab und wurde im selben Jahr zum Hauptabteilungsleiter im Ministerium für Außenhandel und Innerdeutschen Handel befördert. In den Jahren 1964 bis 1967 wurde er schließlich Stellvertreter des Ministers Julius Balkow und dessen Nachfolger Horst Sölle. Nach dem Ende dieser Tätigkeit war er Generaldirektor der Büromaschinen-Export GmbH.

Er war verheiratet, hatte zwei Töchter, seit 1945 Mitglied des Freien Deutschen Gewerkschaftsbundes (FDGB) und seit 1949 der Gesellschaft für Deutsch-Sowjetische Freundschaft (DSF).

Auszeichnungen

Medaille für ausgezeichnete Leistungen (1957) Vaterländischer Verdienstorden in Bronze (1975)

Literatur

Gabriele Baumgartner, Dieter Hebig (Hrsg.): Biographisches Handbuch der SBZ/DDR. 1945–1990. Band 1: Abendroth – Lyr. K. G. Saur, München 1996, ISBN 3-598-11177-0, S. 164. Günther Buch: Namen und Daten. Biografien wichtiger Personen der DDR. Dietz, Berlin (West)/Bonn 1973, ISBN 3-8012-0020-5, S. 59.

Einzelnachweise

Kategorie:SED-Funktionär Kategorie:Stellvertretender Minister (DDR) Kategorie:Träger des Vaterländischen Verdienstordens in Bronze Kategorie:DDR-Bürger Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1914 Kategorie:Gestorben im 20. oder 21. Jahrhundert Kategorie:Mann