August Theodor Röttiger (* 11. Dezember 1766 in Stade; † 27. Oktober 1851 in HannoverHof- und Staats-Handbuch, 1852, S.254) war ein königlich hannoverischer General der Armee.

Er kam am 1. Mai 1783 als Kadett zur Artillerie. Dort wurde er am 27. April 1792 Fähnrich, am 29. November 1793 Sekonde-Lieutenant, am 3. September 1794 Premier-Lieutenant und dann am 16. September 1801 Kapitän (Hauptmann). Aber 1803 wurde das Kurfürstentum Hannover von Frankreich besetzt und mit der Konvention von Artlenburg kam es zur Auflösung der hannoverschen Armee. Röttiger wechselte wie viele seiner Kameraden in britische Dienste. In der neuerrichteten King’s German Legion (KGL). Er wurde bereit am 8. November 1803 aufgenommen und am 14. Dezember 1805 zum Major befördert. 1806 wurde er zum Kommandeur der Artillerie der Legion ernannt. Am 25. November 1808 wurde er Oberstleutnant und am 14. Juni 1814 Oberst. Mit der Legion kämpfte er 1805 in Norddeutschland und 1807 im Baltikum sowie während der Befreiungskriege von 1813 und 1814 in Norddeutschland. Zwischen 1807 und 1813 war er in Großbritannien stationiert und organisierte die Ausrüstung und Ausbildung der Artillerie. Dort errichtete er mit eigenem Geld ein Artillerieschule. Diese war sehr wichtig, da sich aus ihr der gesamte Nachwuchs der Legionsartillerie speiste. Als er 1814 zurück nach Hannover kam, organisierte er auch dort wieder die Artillerie und errichte eine Militär- und Artillerie-Schule.

Nach dem Krieg wurde die Legion aufgelöst und in die neue hannoverische Armee übernommen. So wechselte Röttiger als ältester Offizier und wurde am 1. März 1816 Kommandeur des Artillerie-Regiments. Bereits am 6. September 1816 wurde er Generalmajor und am 1. Mai 1831 zum Generalleutnant ernannt. Nach vielen Jahren als Kommandeur der Artillerie musste er zu seinem 50-jährigen Dienstjubiläum seinen Posten aufgeben. Am 1. Juli 1833 ernannt man ihn zum Direktor des gesamten Artilleriematerials. Am 5. Juli 1848 wurde er auf eigenen Wunsch mit dem Charakter als General pensioniert. Er ging nach Hannover, wo er am 27. Oktober 1851 starb.

Röttiger wurde 1837 mit dem Großkreuz des Guelphen-Ordens, dem Orden Heinrichs des Löwen und dem Ernst-August-Kreuz für 50-Jährige Dienstzeit ausgezeichnet ferner war er Mitglied des StaatsratsHof- und Staats-Handbuch, 1851, S.202 und Direktor der OffizierswitwenkasseHof- und Staats-Handbuch, 1851, S.214.

Literatur Bernhard von Poten, Die Generale der Königlich Hannoverschen Armee und ihrer Stammtruppen in Militär-Wochenblatt: Beihefte, 1902, S. 296 Nr. 308 North Ludlow Beamish: Geschichte der koeniglich deutschen Legion. Teil 2, Neuer Nekrolog der Deutschen, 1853, Teil 2, S. 832f

Einzelnachweise

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