mini|Anonymes Portrait Jan Suchorzewski (* 1740 oder 1754; † 1804 oder 1809) war ein polnischer Adeliger, Politiker, Abgeordneter und Militär in Polen-Litauen. Er ist besonders für sein inkonsequentes Verhalten während des Großen Sejms bekannt. Seine Familie war Mitglied der Wappengemeinschaft Zaremba.

Leben Suchorzewski war zunächst Mitglied der Patrioten-Partei, die Reformen im Geist der Aufklärung forderte. 1789 gab er die Broschüre Die Grundlagen der Rechte des Stadtbürgertums heraus. Sein Projekt setzte sich schließlich durch und wurde als Gesetz über die königlichen Städte 1791 verabschiedet. Bald begann er jedoch die Reformvorhaben zu sabotieren. Insbesondere versuchte er die Verabschiedung der Verfassung vom 3. Mai 1791 zu blockieren. Später unterzeichnete er das Manifest gegen die Verfassung und gab die Broschüre Anmerkungen zur Verfassung vom 3. Mai 1791 heraus, in der er diese scharf kritisierte. Kurz darauf verließ er Warschau und siedelte nach Sankt Petersburg um. 1792 trat er der Konföderation von Targowica bei. Während des Warschauer Aufstands verurteilte ihn das Höchste Kriminalgericht Polen-Litauens zum Tode. Das Urteil wurde in effigie auf dem 29. September 1794 auf dem Altstädter Marktplatz in Warschau vollstreckt.

Literatur Dariusz Rolnik, Szlachta koronna wobec konfederacji targowickiej (maj 1792 – styczeń 1793), Katowice 2000 Franciszek Salezy Jezierski. Trzy utwory z czasów Sejmu Wielkiego. Collegium Columbinum. 2005. ISBN 978-83-89973-21-4.

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Siehe auch Polnische Aufklärung

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