Heinz Hermann Berthold (* 8. Oktober 1923 in Bitterfeld) ist ein ehemaliger deutscher Parteifunktionär und Politiker (SED). Er war Stellvertreter des Ministers im Ministerium für Kohle und Energie und Kandidat des Zentralkomitees der SED.
Leben Er stammte aus einer Arbeiterfamilie und erlernte nach dem Besuch der Volksschule den Beruf des Schlossers. Später qualifizierte er sich als Diplom-Ökonom.
Ab Februar 1961 arbeitete er im Elektrochemischen Kombinat Bitterfeld. Bereits im Mai 1946 der SED beigetreten, war er zeitweise Sekretär der Betriebsparteiorganisation (BPO). Im September 1966 wechselte er zur Vereinigung Volkseigener Betriebe (VVB) Allgemeine Chemie in Halle (Saale). Ab 1971 war er Parteiorganisator im VVB Agrochemie und Zwischenprodukte.
Ab März 1975 war er Stellvertreter des Ministers Klaus Siebold im Ministerium für Kohle und Energie auf einem neu geschaffenen Posten in der Nomenklatur. Am 20. Oktober 1983 wurde er aus gesundheitlichen Gründen und aufgrund wachsender Anforderungen entlassen. Sein Nachfolger wurde Claus Pakull.
Auf dem VII. Parteitag der SED (17.–22. April 1967) wurde er als Kandidat des ZK gewählt, schied jedoch schon nach dem VIII. Parteitag der SED (15.–19. Juni 1971) wieder aus.
Er war Mitglied im Freien Deutschen Gewerkschaftsbund (FDGB), der Gesellschaft für Deutsch-Sowjetische Freundschaft (DSF) und dem Deutschen Turn- und Sportbund (DTSB).
Auszeichnungen
Aktivist der sozialistischen Arbeit
Literatur
Gabriele Baumgartner, Dieter Hebig (Hrsg.): Biographisches Handbuch der SBZ/DDR. 1945–1990. Band 1: Abendroth – Lyr. K. G. Saur, München 1996, ISBN 3-598-11177-0, S. 53. Günther Buch: Namen und Daten. Biografien wichtiger Personen der DDR. Dietz, Berlin (West)/Bonn 1973, ISBN 3-8012-0020-5, S. 20.
Einzelnachweise
Kategorie:SED-Funktionär Kategorie:Stellvertretender Minister (DDR) Kategorie:DDR-Bürger Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1923 Kategorie:Mann