Vladimir Čonč (* 13. Januar 1928 in Zagreb; † 15. Oktober 2012 ebenda) war ein jugoslawisch-kroatischer Fußballspieler.
Sportlicher Werdegang Čonč spielte in der Jugend für HŠK Građanski Zagreb, Poštar Zagreb und Lokomotiva Zagreb, wo der Mittelfeldspieler nach dem Zweiten Weltkrieg im Erwachsenenbereich debütierte und bei Wiederaufnahme des Ligaspielbetriebs der 1. jugoslawischen Liga zur Spielzeit 1946/47 dort auflief. Während seines Wehrdienstes bei der jugoslawischen Luftwaffe spielte er zeitweise für den FK Naša Krila Zemun, ehe der Klub nach der Spielzeit 1950 den Spielbetrieb einstellte. Anschließend kehrte er zu Lokomotiva Zagreb zurück. Dort machte er durch seine guten Leistungen auf sich aufmerksam und wurde für den Kader der jugoslawischen Nationalmannschaft für das Fußballturnier bei den Olympischen Sommerspielen 1952 berufen, kam aber in Finnland beim Gewinn der Silbermedaille nicht zum Einsatz.
Čonč schloss sich 1953 erneut seinem – damals noch HŠK Građanski genannten – Jugendklub Dinamo Zagreb an, wo er als Stammspieler in den folgenden acht Jahren eine der prägenden Gestalten des Klubs war. In der Spielzeit 1953/54 holte er mit der Mannschaft um Željko Čajkovski, Tomislav Crnković, Ivica Horvat, Lav Mantula und Josip Šikić den siebten Meistertitel der Vereinsgeschichte, dabei war er mit 13 Saisontoren gleichauf mit Aleksandar Benko hinter Dionizije Dvornić zweitbester vereinsinterner Torschütze. 1956 kehrte er in die jugoslawische Nationalmannschaft zurück, für die er am 28. November des Jahres bei einer 0:3-Niederlage im Wembley-Stadion gegen England sein einziges Länderspiel bestritt. Am Ende der Spielzeit 1957/58 folgte ein weiterer Triumph in der Liga – anschließend musste der Klub bis zur Spielzeit 1981/82 auf den nächsten Meistertitel warten! Im Wettbewerb um den Kup Maršala Tita 1959/60 gelang unterdessen der Finalsieg gegen den FK Partizan Belgrad, Cheftrainer Milan Antolković führte die Mannschaft zum 3:2-Erfolg nach Treffern des Doppelpackers Dražan Jerković und Luka Lipošinović.
Im Sommer 1961 wechselte Čonč ins Ausland, wo er sich den Kickers Offenbach anschloss.Frankfurter Allgemeine Zeitung: „Neuverpflichtungen sofort spielberechtigt“ (1. Juli 1961, S. 10) Mit dem von seinem Landsmann Bogdan Cuvaj trainierten Süd-Oberligisten belegte er in der Erstliga-Spielzeit 1961/62 den vierten Tabellenplatz. Nach dem Abgang des Trainers, der durch Hans Merkle ersetzt wurde, zum Saisonende wechselte Čonč zum Südwest-Oberligisten Eintracht Bad Kreuznach. Zwar war er unter Heinz Elzner unumstrittener Stammspieler, dennoch reichte es für den Klub am Ende der Spielzeit 1962/63 nur zum vorletzten Platz, so dass der Klub aus der ersten Liga direkt in die drittklassige 1. Amateurliga Südwest durchgereicht wurde. Nach dem Abstieg verließ er den Klub. Čonč wurde dann gemeinsam mit seinem Landsmann Franjo Gaspert vom SC Opel Rüsselsheim verpflichtet, der kurz zuvor aus der Bezirksklasse Darmstadt in die 2. Amateurliga Hessen aufgestiegen war und bei dem er an der Seite des deutschen Ex-Nationalspielers Erich Bäumler sowie des vormaligen Offenbacher Oberliga-Torhüters Hans Jäger 1964 in die 1. Amateurliga Hessen aufstieg.Frankfurter Allgemeine Zeitung: „Nach zehn Jahren wieder dabei“ (26. Juni 1964, S. 39) Der Neuling schaffte in der Spielzeit 1964/65 den Durchmarsch in die zweitklassige Regionalliga Süd. Hier lief Čonč noch in der Spielzeit 1965/66 auf, als der Klub auf dem zehnten Tabellenplatz den Klassenerhalt schaffte.
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