mini|hochkant|Kardinal Costa d’Arignano mini|hochkant|Kardinalswappen Vittorio Maria Baldassare Gaetano Costa d’Arignano (* 10. März 1737 in Turin; † 16. Mai 1796 ebenda) war ein italienischer Kardinal und Erzbischof.
Leben Costa d’Arignano wurde als Sohn des Ritters Carlo Maurizio Costa aus dem Grafenhaus von Trinità, Herr von Arignano, und der Paola Blancardi, die einer bürgerlichen Familie aus San Benigno Canavese entstammte, in eine adlige Turiner Familie hineingeboren. Nach seinem Studium erwarb er 1757 den Doktorgrad In utroque iure und wurde Mitglied der Accademia delle Belle Arti in Turin, wo er sich intensiv mit Geschichte und Literatur beschäftigte. Er empfing 1. März 1760 die Priesterweihe und war als Rektor der Königlichen Universität Turin tätig.
Am 11. September 1769 wurde er zum Bischof von Vercelli gewählt und empfing am 21. September desselben Jahres die Bischofsweihe von Kardinal Carlo Vittorio Amedeo delle Lanze, Mitkonsekratoren waren der spätere Kardinal Francesco Saverio de Zelada, Titularerzbischof von Petra in Palestina, und Orazio Mattei, Titularerzbischof von Colossae. In dieser Zeit verfasste er für seine Diözese eine bedeutende Sammlung historischer Nachrichten zur Kirche von Vercelli. Am 28. September 1778 wurde er von Pius VI. zum Erzbischof von Turin ernannt; im Konsistorium vom 30. März 1789 erhob ihn derselbe Papst in den Kardinalsrang. Trotz dieser Auszeichnung erhielt der Erzbischof vom Papst weder den roten Hut noch eine Titelkirche. Zwischen 1778 und 1793 war er zudem Großkaplan und Großalmosenmeister des Königs von Sardinien. Costa d’Arignano starb am 16. Mai 1796 im Alter von 59 Jahren in Turin und wurde in der dortigen Kathedrale beigesetzt.
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