Hans-Adolf „Addi“ Schade (* 30. Juni 1944 in Korbach) ist ein ehemaliger deutscher Fußballspieler. Nach dem Ende der Karriere, in der er in der zweitklassigen Regionalliga Süd für den KSV Hessen Kassel und in der 2. Bundesliga für den KSV Baunatal aufgelaufen war, trat er als Trainer und Funktionär im hessischen Amateurfußball in Erscheinung.
Sportlicher Werdegang Schade rückte Anfang der 1960er Jahre von der Amateurmannschaft des KSV Hessen Kassel in die Wettkampfmannschaft auf, die ab 1963 in der neu geschaffenen zweitklassigen Regionalliga Süd antrat. In der Spielzeit 1963/64 wurde er mit dem Klub Zweitligameister vor dem FC Bayern München, in der Aufstiegsrunde verpasste die Mannschaft als Vizemeister hinter Hannover 96 den Sprung in die Bundesliga. In den folgenden Jahren etablierte sich der Außenstürmer in der Mannschaft, die sich in der vorderen Tabellenhälfte der Süd-Regionalliga etablierte. Ein Angebot von Borussia Mönchengladbach zu einem Wechsel in die Bundesliga, nachdem er bei einem Testspiel Hennes Weisweiler auf sich aufmerksam gemacht hatte, schlug er aus, um den Fokus auf sein Rechtswissenschaftsstudium an der Georg-August-Universität Göttingen zu legen.„Addi Schade wird 75:Erst das Studium, dann der Fußball“ In der Spielzeit 1970/71 verpasste er zwischenzeitlich als Libero eingesetzt mit dem hessischen Klub als Tabellendritter hinter den ehemaligen Bundesligisten 1. FC Nürnberg und Karlsruher SC knapp erneut die Aufstiegsrunde, ehe er nach der Spielzeit 1972/73 den Klub nach über 200 Pflichtspielen verließ.
Schade schloss sich dem in der drittklassigen Hessenliga antretenden KSV Baunatal an. Hier rangierte er mit dem Klub im oberen Tabellendrittel, jedoch zunächst deutlich hinter den jeweiligen Hessenmeistern. In der Spielzeit 1975/76 verwies er mit der Mannschaft den VfR OLI Bürstadt und seinen zwischenzeitlich abgestiegenen Ex-Klub KSV Hessen Kassel auf die Plätze und schaffte den Sprung in die zwischenzeitlich eingeführte 2. Bundesliga Süd. Unter Cheftrainer Peter Velhorn gehörte er auch in der zweiten Liga zu den Stammspielern und debütierte beim 2:0-Heimerfolg über den TSV 1860 München am ersten Spieltag der Spielzeit 1976/77 im Profifußball, letztlich bestritt er 35 Saisonspiele beim Erreichen des Klassenerhalts auf dem 15. Tabellenrang. Auch in der folgenden Saison stand er mit dem Klub im Abstiegskampf. Mit Siegen gegen Absteiger Karlsruher SC und Kickers Offenbach sowie einem 1:1-Remis im Auswärtsspiel beim FV 04 Würzburg in den abschließenden drei Saisonspielen hielt er mit dem Klub punktgleich mit dem FC Augsburg und dem FSV Frankfurt einen Punkt vor dem die bessere Tordifferenz habenden FC Bayern Hof auf dem letzten Nichtabstiegsplatz die Klasse. Dabei hatte er im Saisonverlauf nur vier Partien verpasst. Unter Neutrainer Bernd Oles rückte er in der Spielzeit 1978/79 zunächst ins zweite Glied, sein Saisondebüt feierte er als Einwechselspieler bei der 1:4-Heimniederlage gegen den FC 08 Homburg am zwölften Spieltag. Anschließend etablierte er sich zeitweise als Stammspieler und erzielte gegen den 1. FC Saarbrücken und die SpVgg Bayreuth am 14. respektive 15. Spieltag seine beiden einzigen Profitore. Später rutschte er wieder aus der Mannschaft, als diese den Klassenerhalt verpasste. Inwiefern er in der Folge für den Klub weiterhin in der Hessenliga antrat geht aus der Datenlage nicht hervor. Zeitweise war er als Spielertrainer beim TSV 1889/06 Immenhausen aktiv.
Im Sommer 1985 übernahm der hauptberuflich als Rechtsanwalt tätige Schade das Traineramt beim KSV Baunatal in der Oberliga Hessen.Frankfurter Allgemeine Zeitung: „ohne Titel“ (6. Mai 1985, S. 34) Nach einem dritten Tabellenplatz in der Spielzeit 1985/86 stand er auch in der Folgesaison im vorderen Tabellenbereich, ehe der Klub ihn im Frühjahr 1987 freistellte, da er zu wenig auf eigene Talente setze.Frankfurter Allgemeine Zeitung: „Löst Schlappner noch in dieser Saison Brungs ab? Viele Trainerwechsel in der Fußball-Oberliga Hessen“ (11. April 1987, S. 53) Anschließend übernahm er ab Sommer 1987 den Oberliga-Aufsteiger CSC 03 Kassel, wo der bisherige Spielertrainer Manfred Grawunder sich nach der Oberligarückkehr nochmals aufs reine Spielen verlegte.Frankfurter Allgemeine Zeitung: „Hessen und CSC Kassel: Im Norden viel Neues“ (1. August 1987, S. 40) Der Neuling verpasste in der Spielzeit 1987/88 den Klassenerhalt.
Später engagierte sich Schade beim KSV Hessen Kassel, wo er ab Anfang 1991 dem zur Schaffung professioneller Strukturen im Vereinsumfeld neu gegründeten Ligaausschuss angehörte.Frankfurter Allgemeine Zeitung: „Trainer Thomale will Stürmer aus dem Osten“ (11. Februar 1991, S. 38) Der Klub geriet jedoch zunehmend in finanzielle Probleme. Nach Differenzen über die zukünftige Ausrichtung des Klubs, in dessen Folge im Sommer bereits zwei der vier Mitglieder das Gremium verlassen hatten, trat Schade zusammen mit dem verbliebenen Ligaausschussmitglied im November 1992 zurück.Frankfurter Allgemeine Zeitung: „Kasseler Ligaausschuß tritt zurück – Die Spieler warten weiter auf ihr Geld“ (16. November 1992, S. 53)
In den 1980er Jahren lief Schade an der Seite von u. a. Reinhard Rauball für die Deutsche Nationalmannschaft der Juristen auf, die von Erich Ribbeck betreut wurde.Der schnelle Addi wird 70
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