Franz-Josef Daumann (* 7. Juli 1937 in Grottkau; † 11. Mai 2021) war ein deutscher Generalarzt des Luftwaffe der Bundeswehr.

Leben Daumann flüchtete mit seiner Familie 1945 von Oberschlesien nach Paderborn, wo er von 1945 bis 1957 das Gymnasium besuchte.Wehrmedizinische Monatsschrift 2021 a. a. O.

Daumann trat am 1. April 1957 aufgrund der Wehrpflicht in die Artillerietruppe der Bundeswehr ein, wurde in Hamburg, Hannover, Idar-Oberstein und Flensburg verwendet und Reserveoffizier. Am 30. August 1958 endete seine Wehrdienstzeit, er wurde am 1. Oktober 1958 zum Leutnant der Reserve ernannt und studierte vom Wintersemester 1958 bis 1959 Philologie (Germanistik und Sport). Zum Sommersemester 1959 wechselte er zum Studium der Humanmedizin an der Philipps-Universität Marburg, das er am 9. März 1965 beendete. Am 15. Juni 1965 erfolgte die Promotion zum Doktor der Medizin und am 9. März 1967 die Approbation zum Arzt.Bradley et al. 1998 a. a. O.

Am 2. April 1967 trat Daumann als Wiedereinsteller und Sanitätsoffizier bei der Sanitätsakademie der Bundeswehr in München erneut in die Bundeswehr ein. Vom Juni 1967 bis Juli 1968 war er Truppenarzt in der Luftwaffensanitätsstaffel beim Jagdgeschwader 71 „Richthofen“ in Wittmund, von Juli 1968 bis August 1969 Staffelchef der Luftwaffensanitätsstaffel bei der Waffenschule der Luftwaffe 10 in Jever, wo er im April 1969 Oberstabsarzt, und vom August 1969 bis Juli 1970 Staffelchef der Luftwaffensanitätsstaffel beim Flugabwehrraketenbataillon 37 in Aurich. Nach Übernahme zum Berufssoldaten absolvierte er vom August 1970 bis August 1971 eine Weiterbildung in Augenheilkunde an der Abteilung I des Flugmedizinischen Instituts der Luftwaffe in Fürstenfeldbruck und vom September 1971 bis August 1974 eine Weiterbildung zum Facharzt für Augenheilkunde an der Augenklinik des LMU Klinikums in München. 1975 absolvierte er eine sechsmonatige Fortbildung in Flug- und Raumfahrtmedizin an der School of Aerospace Medicine in Brooks Air Force Base in San Antonio in Texas. Danach war er bis September 1982 Lehrgruppenleiter für die Fliegerärztliche Ausbildung militärischer und ziviler Ärzte sowie für das flugmedizinische Fachpersonal am Flugmedizinischen Institut der Luftwaffe in Fürstenfeldbruck und von 1977 bis 1982 ebenda Leiter der Fachgruppe Augenheilkunde in der Abteilung I. Im Oktober 1974 wurde er Oberfeldarzt und im Oktober 1977 Oberstarzt. Vom Oktober 1982 bis März 1986 Chefarzt des Bundeswehrkrankenhauses München und von April 1986 bis März 1989 leitender Sanitätsoffizier beim Luftflottenkommando in Köln.

Im April 1989 wurde Daumann stellvertretender Generalarzt der Luftwaffe in Lohmar und im Oktober 1989 Leiter des Flugmedizinischen Institut der Luftwaffe in Fürstenfeldbruck sowie zum Generalarzt befördert. Mit Ablauf des September 1997 wurde er in den Ruhestand versetzt.

Daumann war Vorsitzender der Gemeinschaft Katholischer Soldaten, ab 1978 Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Luft- und Raumfahrtmedizin und von 1996 bis 1998 deren Präsident. Im Ruhestand war er Lehrbeauftragter am TUM Klinikum Rechts der Isar und der Technischen Universität München sowie bis 2006 flugmedizinischer Sachverständiger und Gutachter für das Luftfahrtbundesamt.

Daumann war ab 1959 verheiratet, katholisch und hatte vier Kinder. Er starb 2021, lebte zuletzt mit seiner Frau, die kurz nach im starb, in Puchheim und wurde auf dem Friedhof Malching beigesetzt.

Auszeichnungen Ehrenkreuz der Bundeswehr in GoldMerkur 2021 a. a. O.

Siehe auch Liste der Generale der Luftwaffe der Bundeswehr

Schriften

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise

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