Hans Schneider (* 1912; † 25. Mai 1974 in Bern) war ein Schweizer Psychiater und Hochschullehrer.
Leben Aus einer Architektenfamilie stammend absolvierte Schneider seine Schulzeit in Bern und studierte Medizin in Bern, Genf und Zürich. Nach Assistenzjahren an den Psychiatrischen Kliniken Bern und Münsingen und einer Ausbildung in Innerer Medizin bei Albert Schüpbach in Bern war er als psychiatrischer Oberarzt wieder in Münsingen tätig. 1949 eröffnete er nach einem Studienaufenthalt in Paris eine Praxis in Bern und habilitierte sich an der dortigen Universität. Von 1956 an wirkte er neben seiner Praxis an der Psychiatrischen Universitätspoliklinik als Lehr- und Kontrollanalytiker im Psychotherapieunterricht der Assistenten, ab 1965 mit einem Lehrauftrag. 1967 wurde er zum Extraordinarius ernannt. Schneider war ein Anhänger der phänomenologisch-philosophischen Richtung, die vor allem von Ludwig Binswanger in die Psychiatrie eingeführt worden war, was zum Beispiel in seinen Arbeiten über Autismus oder über Pyromanie zum Ausdruck kam.
Weblinks Hans Walther-Büel: «Prof. Dr. med. Hans Schneider zum Gedenken.» In: Der Bund, Band 125, Nr. 131, 9. Juni 1974, S. 15. Gedenktafel In: Historischer Kalender, oder, Der hinkende Bot, Band 249 (1976), S. 84
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