mini|Aura of Indigo bei einem Konzert in der St.-Pauli-Ruine in Dresden

Aura of Indigo ist ein 2020 gegründetes Musikprojekt aus Berlin. Die Musik verbindet akustische Instrumente unterschiedlicher musikalischer Traditionen mit elektronischen Klängen. Eine besondere Rolle spielt die für das Projekt von Bertolt Schieferstein entwickelte "Celestra". Zum Instrumentarium gehören unter anderem Sarangi, Santur, Sarod, Duduk, Percussion, Rahmentrommeln und elektronische Klangerzeuger.

Geschichte

Aura of Indigo entstand aus der Zusammenarbeit von Musikerinnen und Musikern, aus dem Raum Berlin/Dresden, mit unterschiedlichen musikalischen Hintergründen. Zu den Mitbegründern gehören Bertolt Schieferstein und Konstanze Näther.

Die Gruppe trat in den folgenden Jahren mehrfach bei Konzerten und Festivals in Dresden und Berlin auf.

Musik und Instrumentierung

Die Musik von Aura of Indigo verbindet akustische Instrumente unterschiedlicher Herkunft mit elektronischer Klanggestaltung. Zu den bei Konzerten eingesetzten Instrumenten gehören unter anderem Sarangi, Santur, Sarod, Duduk, Cello, Violine, Handpan, Harmonium, Rahmentrommeln und Percussion. 2026 ist auch die Bassgitarre als Instrument dazugestoßen.

Ein charakteristisches Instrument des Projekts ist die Celestra. Sie wurde eigens für Aura of Indigo entwickelt. Bei einem Auftritt von Aura of Indigo in der MaHalla stand das Instrument im Mittelpunkt des Konzerts. Dort wurde sein Klang mit sphärischen und groß angelegten Klangräumen beschrieben.

Anlässlich eines Konzerts in der St.-Pauli-Ruine beschrieb die Dresdner Neueste Nachrichten die Musik als von sphärischen und melancholischen Klangwelten geprägt. Dabei wurde die Verbindung akustischer Instrumente mit elektronischen Klängen hervorgehoben.

Besetzung

Bertolt Schieferstein – Gesang, Celestra, Sarangi, Sarod, Duduk, Harmonium, Nagara Drums Konstanze Näther – Gesang, Santur, Cello, Handpan, Violine Torsten Juch – Bass, Percussion, Technik Dana Leichsenring – Schlagzeug, Percussion, Gesang

Die Besetzung von Aura of Indigo hat sich im Laufe der Zeit verändert. Zu den ehemaligen Mitgliedern der Band gehören u.a. Arda Aygün und Catherine Versuhn.

Auftritte und Festivals

Dokumentiert sind unter anderem mehrere Auftritte im Berliner Kulturort MaHalla und in der Theater Ruine St. Pauli in Dresden. Beim Pura Vida Festival 2026 war Aura of Indigo mit dem Konzertprogramm Sonic Puja vertreten. Weitere Konzerte gaben sie beim Blue Monkey Festival, New Healing Festival, Garbicz Festival (Polen) und Pura Vida Festival.

Workshops

Neben seiner Tätigkeit als Musiker ist Bertolt Schieferstein auch als Leiter von Gesangsworkshops tätig. Beim Pura Vida Festival 2026 wurde er unter der Bezeichnung „Bertolt (Aura of Indigo)“ als Leiter des Workshops Die Stimme: Klang der Seele angekündigt.

Bertolt Schieferstein

Bertolt Schieferstein war bereits vor seiner Tätigkeit als Musiker und Sänger im Bereich der bildenden Kunst und der Restaurierung tätig. In älteren Quellen aus dem Kunstbereich wird er unter dem Namen Bertolt W. Barasch geführt. Die Ausstellung „Aus Liebe zum Tier“ aus dem Jahr 2012 wird als gemeinsame Ausstellung von Iris Schieferstein und Bertolt Barasch dokumentiert.

Die "Welt" berichtete 2012 über die gemeinsame künstlerische Arbeit von Iris Schieferstein und Bertolt W. Barasch und bezeichnete Barasch als Skulpteur und Maler. 2011 war Bertolt W. Barasch an der OSTRALE O11 in Dresden beteiligt. Die Künstlerliste der OSTRALE führt ihn als Teilnehmer der Ausstellung „Slaughterhouse Five“, an der 160 Künstler aus 32 Ländern beteiligt waren.

Er ist des Weiteren an der Restaurierung eines Denkmals für Carl Lissack in Leuenberg beteiligt.

Blue Monkey Festival

In Leuenberg, einem Ortsteil der Gemeinde Höhenland, findet das Blue Monkey Festival statt. Veranstaltungen des Festivals sind unter anderem für die Jahre 2020 bis 2023 dokumentiert.

Bertolt Schieferstein ist der Initiator und Gastgeber dieses Festival. Seine Beteiligung an den Zeremonien und an den morgendlichen Gesprächs- und Veranstaltungsrunden des Blue Monkey Festivals sind dokumentiert. Auch Schieferstein Music wird im Zusammenhang mit dem Festival als Host genannt.

Werke

Mehrere Werke von Bertolt Schieferstein sind im Repertoire der GEMA verzeichnet. Dazu gehören unter anderem Atem, The Source, Ishvara, Meditative Sound Journey into Transcendental Surrender, Ashes and Gold, Times of Change, Long Way to Light, Sound of Creation und Awakening. Die Einträge werden unter dem Urhebernamen „Schieferstein, Walter Bertolt“ geführt.

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Musikprojekt (elektronische Musik) Kategorie:Weltmusik Kategorie:Musikgruppe (Berlin) Kategorie:Deutsche Band