Georg Finger (* 23. Februar 1908 in Kassel; † im August 1997 in München) war ein deutscher Generalarzt des Heeres der Bundeswehr.
Leben Finger, Sohn eines Kaufmanns, studierte von 1928 bis 1933 Humanmedizin an den Universitäten in Tübingen, Leipzig und Gießen. Am 27. Januar 1934 erfolgte Approbation zum Arzt und am 24. Mai 1935 die Promotion zum Doktor der Medizin. Im Februar 1937 trat er in die Wehrmacht ein und durchlief von Februar bis März 1937 die Grundausbildung im Infanterie-Regiment 35 in Tübingen.Bradley et al. 1998 a. a. O.Range 2013 a. a. O.
Zum Beginn des Zweiten Weltkrieges war Finger vom August 1939 bis Februar 1941 Adjutant bei der Armee-Sanitäts-Abteilung 552 im Westen, vom Februar 1941 bis August 1941 in der Armee-Sanitäts-Abteilung 601 im Westen und im Osten, von August 1941 bis November 1942 Hygiene-Referent im Stab der Deutschen Heeresmission in Rumänien, wo er am 1. September 1942 Stabsarzt der Reserve wurde, und von November 1942 bis September 1944 Hygiene-Referent in der Heeres-Sanitäts-Inspektion im Oberkommando des Heeres in Berlin. Am 5. März 1944 wurde ihm der Grad Dr. med. habil. verliehen und am 12. Juni 1944 zum Dozenten ernannt. Von September 1944 bis Mai 1945 war er Gruppenleiter Hygiene beim Chef des Wehrmachts-Sanitäts-Wesens im Oberkommando der Wehrmacht in Berlin und wurde im April 1945 zum Oberstabsarzt der Reserve ernannt.
Von Mai bis August 1945 war Finger in Kriegsgefangenschaft der Vereinigten Staaten. Nach seiner Entlassung war er von Dezember 1945 bis März 1947 ärztlicher Sachbearbeiter bei der Regierung Südwürttemberg-Hohenzollern in Tübingen und betrieb von Oktober 1947 bis April 1956 eine eigene Landarzt-Praxis in Loffenau.
Am 16. April 1956 trat Finger als Oberfeldarzt in die Bundeswehr ein und war bis September 1960 Referatsleiter Hygiene- und Gesundheitswesen im Bundesministerium für Verteidigung in Bonn, wo er am 11. September 1958 Oberstarzt wurde. Von Oktober 1960 bis September 1962 war er Unterabteilungsleiter I in der Inspektion des Sanitäts- und Gesundheitswesens im Bundesministerium für Verteidigung in Bonn.
Finger war von Oktober 1962 bis September 1966 in seiner letzten Verwendung Stellvertreter und Chef des Stabes des Inspekteurs des Sanitäts- und Gesundheitswesens im Bundesministerium der Verteidigung in Bonn. Am 18. Mai 1963 erfolgte die Ernennung zum Generalarzt und am 12. März 1965 zum außerplanmäßigen Professor. Mit Ablauf des September 1966 wurde er in den Ruhestand versetzt.
Auszeichnungen 1944: Kriegsverdienstkreuz mit Schwertern I. Klasse
Siehe auch Liste der Generale des Heeres der Bundeswehr
Schriften
Literatur
Einzelnachweise
Kategorie:Generalarzt (Heer der Bundeswehr) Kategorie:Person (Bundesministerium der Verteidigung) Kategorie:Deutscher Kriegsgefangener der Vereinigten Staaten Kategorie:Oberstabsarzt (Heer der Wehrmacht) Kategorie:Mediziner (20. Jahrhundert) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1908 Kategorie:Gestorben 1997 Kategorie:Mann