mini|Katholische Filialkirche Christi Himmelfahrt in Kleinpetersdorf
Die römisch-katholische Filialkirche Kleinpetersdorf steht in der Ortschaft Kleinpetersdorf in der Gemeinde Großpetersdorf im Bezirk Oberwart im Burgenland (Österreich). Die dem Patronat Christi Himmelfahrt unterstellte Filialkirche gehört zur Pfarre Großpetersdorf im Dekanat Rechnitz in der Diözese Eisenstadt. Das Kirchengebäude steht unter Denkmalschutz ().
Geschichte In den Jahren 1833 und 1834 entstand in Kleinpetersdorf eine einfache steinerne Dorfkirche mit einem zweijochigen Kirchenschiff mit Platzlgewölbe, einer runden Apsis und einem vorgebauten Westturm. Die erste Kirchenerweiterung erfolgte 1925 in Form eines südseitig angebauten und 1986 wieder abgetragenen Sakristeianbaus. Nach einer Außenrenovierung im Jahr 1947 und einer Innenrenovierung 1953 wurde der Kirchenraum in den Jahren 1985 bis 1987 nach Entwürfen des Architekten Gustav Schneller in Form von Um- und Zubauten flügelartig erweitert.Helmut Prinke: Kirchenbau im Burgenland. 1921–2016. Im Rahmen der Reihe: Architekturentwicklung des Landes Burgenland ab 1921, Wissenschaftliche Arbeiten aus dem Burgenland, Eisenstadt 2019, ISBN 978-3-85405-237-1, S. 308–311. 2018 erfolgte abermals eine Restaurierung. Dabei wurden Fassade sowie Fenster und Türen mit einem neuen Anstrich versehen und der Glockenturm generalsaniert.„Sanierung der Filialkirche Kleinpetersdorf in den letzten Zügen“ in „Mein Bezirk“ (Oberwart) von Karin Vorauer vom 25. Juni 2018 (abgerufen am 11. September 2026)
Architektur Kirchenäußeres Die Kirche liegt in der Ortsmitte. Die einfache Dorfkirche ist geostet und hat ein zweijochiges Langhaus mit einer flachrunden und nicht eingezogenen Apsis. Auf beiden Seiten des Langhauses befinden sich über beide Joche den Kirchenraum erweiternde Flügelbauten mit rechteckigem Grundriss. Der südliche Flügelbau hat ein, vom Kirchenraum erreichbares, Untergeschoß, das als Mehrzweckraum für Sakristei, Caritas und Jugendarbeit dient. Der nördliche Flügelbau wird auch als Aufbahrungshalle genutzt. Das Langhaus hat ein Sattel- bzw. Kegeldach, die Erweiterungsbauten weisen jeweils ein Bogendach auf. Der vorgestellte Westturm ist zweigeschoßig und hat einen Spitzhelm mit Kreuz.
Kircheninneres Die beiden pfeilergestützten, platzlgewölbten Langhausjoche öffnen sich über Rundbögen zu den beiden bogengewölbten Flügelbauten. Der Altarraum ist leicht überhöht und schalengewölbt. Im westlichen Joch befindet sich eine mittig vorgewölbte Empore auf zwei mit Bögen verbundenen Pfeilern.
Einrichtung Der Hochaltar ist barock und stammt aus dem zweiten Viertel des 18. Jahrhunderts. 1836 wurde der Altar aus der Pfarrkirche Mischendorf übertragen und abgeändert. 1985 wurde er abermals verändert. Es handelt sich hierbei um einen Säulenaltar mit Gebälk und plastischer Aufsatzgruppe. Die seitlichen Figuren sind weiß gefasst und stellen die Heiligen Rochus und Sebastian dar. Die Mittelfigur des heiligen Aloysius auf Wolken stammt aus dem zweiten Viertel des 18. Jahrhunderts. Er war vor 1836 Teil des Altars, befand sich dann bis zur Renovierung 1985 aber auf der rechten Triumphbogenwand. An seiner Stelle befand sich in dieser Zeit ein Altarbild, das die „Himmelfahrt Christi“ darstellt. Das Gemälde wurde 1873 von Carl Sinnmayer gemalt. Vor dem Hochaltar befinden sich Volksaltar und Ambo.Dehio-Handbuch – Die Kunstdenkmäler Österreichs – Burgenland. Kleinpetersdorf, Filialkirche Christi Himmelfahrt. Bearbeitet von Adelheid Schmeller-Kitt, mit Beiträgen von Friedrich Berg, Clara Prickler-Wassitzky und Hannsjörg Ubl. Verlag Berger, Horn/Wien 2011, ISBN 978-3-85028-400-4, S. 150–151. Zwischen dem Langhaus und dem rechten Anbau befindet sich eine Marienstatue, die am 11. Oktober 1987 durch Generalvikar Paul Iby geweiht wurde.
Orgel
Die Orgel befindet sich auf der Westempore und wurde 1961 von den Brüdern Hopferwieser gebaut (op. 161). Es handelt sich um eine Schleifladenorgel mit folgender DispositionOrgel der Filialkirche Kleinpetersdorf auf der Seite der Diözese Eisenstadt (abgerufen am 11. September 2026):
I Hauptwerk C – c3 Gedeckt 8′ Gemshorn 8′ Prästant 4′ Koppeln: 3/I
Glocken Die Kirche verfügt über drei Glocken. Die jüngste der Glocken aus dem Jahr 1985 wurde dem heiligen Franz Xaver gewidmet.
Literatur Dehio-Handbuch – Die Kunstdenkmäler Österreichs – Burgenland. Kleinpetersdorf, Filialkirche Christi Himmelfahrt. Bearbeitet von Adelheid Schmeller-Kitt, mit Beiträgen von Friedrich Berg, Clara Prickler-Wassitzky und Hannsjörg Ubl. Verlag Berger, Horn/Wien 2011, ISBN 978-3-85028-400-4, S. 150–151. Helmut Prinke: Kirchenbau im Burgenland. 1921–2016. Im Rahmen der Reihe: Architekturentwicklung des Landes Burgenland ab 1921, Wissenschaftliche Arbeiten aus dem Burgenland, Eisenstadt 2019, ISBN 978-3-85405-237-1, S. 308–311.
Weblinks
Filiale Kleinpetersdorf auf der Seite der Pfarre Großpetersdorf „Sanierung der Filialkirche Kleinpetersdorf in den letzten Zügen“ in „Mein Bezirk“ (Oberwart) von Karin Vorauer vom 25. Juni 2018
Einzelnachweise
Kategorie:Kirchengebäude im Burgenland Kategorie:Baudenkmal (Burgenland) Filialkirche Kategorie:Himmelfahrtskirche Kategorie:Filialkirche in der Diözese Eisenstadt Kategorie:Dekanat Rechnitz Kategorie:Erbaut in den 1830er Jahren Kategorie:Erbaut in den 1980er Jahren Kategorie:Kirchengebäude in Europa