Franz Huber (* 1955 in München) ist ein deutscher Dramaturg.

Leben und berufliche Laufbahn Franz Huber studierte an der Ludwig-Maximilians-Universität München Literatur, Linguistik und Publizistik. 1974 wurde er mit dem Lyrikpreis der Jugendredaktion des Bayerischen Rundfunks ausgezeichnet. Von 1975 bis 1984 war er Mitarbeiter beim Bayerischen Rundfunk in der Abteilung Jugendfunk als Produzent, Regisseur und Lektor bei der Sendung „Pop Sunday“. Die Literaturzeitschrift „Haarrisse“ gab er 1977 mit dem Schriftsteller Franz-Josef Herrmann heraus. Gemeinsam mit dem Autor und Kulturredakteur Hans Ulrich Klenner gründete Huber 1979 den belletristischen Verlag „Huber & Klenner“, in dem er Werke von Martin Sperr, Franz-Josef Herrmann und Roland Kristanell publizierte. Für ein Gedicht, das in dem Band Literarischer Zeit vom Piper Verlag München veröffentlicht wurde, war Huber 1981 für den Leonce-und-Lena-Preis nominiert.

Als Dramaturg war Franz Huber an der Württembergischen Landesbühne Esslingen, am Staatstheater Darmstadt und am Theater Münster tätig. Als Theaterkritiker arbeitete er für den Mannheimer Morgen und Headwriter für die Fernsehproduktionsfirma TeleNormFilm in München und Köln.

Von 1998 bis 2016 war Franz Huber Chefdramaturg und von 2016 bis 2020 Schauspieldramaturg und Leiter der Öffentlichkeitsarbeit am Landestheater Linz. An der Anton Bruckner Privatuniversität war er ab 2002 als Dozent engagiert.

Seit 2020 ist Franz Huber künstlerischer Leiter der Deutschen Bühne Ungarn in Szekszárd. Im gleichen Jahr gründeten Franz Huber, Verena Koch und Jürgen Bonath den kulturpolitischen Verein Makart, der sich mit der politischen und kulturellen Entwicklung des Makartviertels, eines Linzer Stadtteils, auseinandersetzt.

2023 war er als Produktionsleiter für das Theater Phönix in Linz bei der Produktion Rückkehr nach Linz tätig. Um an die Heldinnen der Februarkämpfe 1934 zu erinnern, inszenierte Huber gemeinsam mit seiner Frau Verena Koch 2024 die szenische Lesung Die Zilli schießt. Im Rahmen des Theaterfestivals Schäxpir leitete er 2025 die Schreibwerkstatt der phönix:volksbühne für die Produktion Wasser.

Franz Huber lebt und arbeitet in Linz.

Literatur Peter Kraft: Heimat ist auch Widerspruch. Verena Kochs und Franz Hubers „Mörderischer Heimatabend“ in der Spielstätte Eisenhand. In: Kulturbericht Oberösterreich. Jahrgang 55, Linz 2001, Folge 5, S. 11 Zungenfest, Gedichte von Franz Huber, Verlag Christian Rohr, München 1988, ISBN 3-926602-03-1

Weblinks Franz Huber auf landestheater-linz.at abgerufen am 11. September 2026 Interview mit Franz Huber: Literatur im Dorf auf dorf.tv.at abgerufen am 11. September 2026 Franz Huber auf theater-phoenix.at abgerufen am 11. September 2026

Einzelnachweise

Kategorie:Dramaturg Kategorie:Regisseur Kategorie:Person (Bayerischer Rundfunk) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1955 Kategorie:Mann