Richtermord ist der Titel der 138. Episode der Krimiserie Ein Fall für zwei mit Rainer Hunold und Claus Theo Gärtner in den Hauptrollen.

Handlung Rechtsanwalt Dr. Rainer Franck holt seinen weiterhin seine Unschuld beteuernden Mandanten Ingo Ferber nach siebenjähriger Haft aus dem Gefängnis ab.

Eines Abends feiert Bernd Jäger gemeinsam mit seiner Verlobten Sandra Mai und dem befreundeten Ehepaar Lemberg seine Ernennung zum Richter. Bereits zum wiederholten Mal werden sie dabei von Ferber beobachtet. Dieser macht den ebenfalls als Richter tätigen Herrn Lemberg für seine damalige Verurteilung verantwortlich und spricht ihm gegenüber Drohungen aus, die Lemberg jedoch nicht ernst nimmt.

Am nächsten Morgen wird Lembergs Leiche in dessen Wagen aufgefunden. Bernd Jäger, der sich mit Lemberg zum gemeinsamen Joggen verabredet hatte, trifft am dafür vereinbarten Treffpunkt ein und verständigt die Polizei. Unterdessen sucht Ingo Ferber seinen Sohn auf. Dieser teilt ihm mit, dass bereits nach ihm als Tatverdächtigem gefahndet werde. Ferber wendet sich daraufhin heimlich an Dr. Franck, der ihn auffordert, sich bei der Polizei zu melden. Da Ferber jedoch ebenso wie im damaligen Mordfall kein Alibi vorweisen kann, lehnt er dies ab und verschwindet.

Dr. Franck sucht Ferber daraufhin zunächst im Bootsbaubetrieb seiner Exfrau Marion sowie bei seinem ehemaligen Mithäftling Alfred Buchner, der nach seiner Entlassung allerdings nicht auffindbar ist. Franck beauftragt daraufhin den Privatdetektiv Josef Matula mit der Suche nach den beiden. Diesem gelingt es, Ferber und Buchner ausfindig zu machen. Kurz darauf erscheint jedoch die Polizei, woraufhin Ferber erneut zu fliehen versucht, jedoch schließlich festgenommen wird.

Von der Kriminalpolizei wird Ferber zu seinen Drohungen gegen Lemberg sowie zu seinen Fingerabdrücken befragt, die in dessen Wagen sichergestellt wurden. Ferber verdächtigt daraufhin Buchner, Lemberg ermordet zu haben. Dieser habe ihm zuvor angeboten, Lemberg gegen Bezahlung zu töten, was Ferber jedoch abgelehnt habe.

Matula und Franck suchen Lembergs Witwe Fabienne auf. Während ihres Gesprächs erscheint auch Bernd Jäger, der die Aussagen über die von Ferber gegen Lemberg ausgesprochenen Drohungen bestätigt. Matula vermutet eine heimliche Liebesbeziehung zwischen Jäger und Fabienne. Dieser Verdacht bestätigt sich. Jägers Beziehung zu Sandra Mai wurde lediglich zum Schein gegenüber Fabiennes Ehemann aufrechterhalten.

Unterdessen wird der Polizei die mutmaßliche Tatwaffe übergeben. Der Revolver war von spielenden Kindern in einem Gebüsch am Mainufer gefunden worden. Die Waffe ist auf Marion Ferber zugelassen.

Nachdem Ingo Ferber in der Untersuchungshaft einen Suizidversuch unternommen hat, räumt er gegenüber Dr. Franck ein, tatsächlich zu Lemberg in dessen Wagen gestiegen zu sein und ihn mit der Waffe bedroht zu haben. Lemberg habe ihm die Waffe jedoch abgenommen.

Matula besorgt ein mit der Tatwaffe identisches Exemplar und versteckt es am Fundort der Mordwaffe Lembergs. Anschließend informiert Dr. Franck Fabienne Lemberg darüber, dass Ferber aufgrund der fortbestehenden Zweifel an seiner Schuld angeblich aus der Haft entlassen werden solle. Da die Ermittlungen keine weiteren Erkenntnisse ergeben hätten, gebe es zudem keinen anderen Tatverdächtigen. Unmittelbar darauf sucht Lembergs Witwe den ihr bekannten Ort des Verstecks auf und nimmt die Waffe an sich. Dabei wird sie von Matula fotografiert. Bei einem anschließenden Treffen übergibt sie die Waffe an Bernd Jäger. Als Matula und Dr. Franck hinzukommen, gesteht Jäger schließlich, Lemberg getötet zu haben. Er habe allerdings auf dessen ausdrücklichen Wunsch hin gehandelt, da Lemberg unheilbar krank gewesen sei. Dies wird inzwischen auch durch die Gerichtsmedizin bestätigt.

Hintergrund miniatur|links|Brunnen im Museumspark, aufgenommen aus ähnlicher Perspektive wie in der EpisodeDie Episode wurde überwiegend im Rhein-Main-Gebiet gedreht. Die Kulisse der Kanzlei von Dr. Franck befand sich in der Rotunde im 27. Obergeschoss des Bürocenters am Nibelungenplatz im Frankfurter Nordend. Einzelne Szenen wurden vor dem Haupteingang des Gerichtsgebäudes A des Amtsgerichts Frankfurt am Main, im Museumspark sowie auf einem Schiff am südlichen Mainufer unweit des Eisernen Stegs gedreht.

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Einzelnachweise

Richtermord