Der Köder ist der Titel der 137. Episode der Krimiserie Ein Fall für zwei mit Rainer Hunold und Claus Theo Gärtner in den Hauptrollen.

Handlung Der alleinstehende Kunsthändler Jochen Scherbach findet im Umkleideraum des Schwimmbads, welches sich im Erdgeschoss des unter anderem von ihm bewohnten Mietshauses befindet, aufreizende Fotografien seiner neuen Nachbarin, der Studentin Katja Lorenz. Gegenüber Dr. Rainer Franck äußert er den Verdacht, dass ihm die Aufnahmen gezielt untergeschoben worden seien, um ihn zu provozieren. Zwei Jahre zuvor war Scherbach mit Francks anwaltlicher Unterstützung vom Vorwurf freigesprochen worden, Eva, die Tochter des Wohnungseigentümers Harald Aumüller und frühere Bewohnerin von Katjas Wohnung, ermordet zu haben. Katja Lorenz weist eine auffällige optische Ähnlichkeit mit Eva Aumüller auf.

In den folgenden Tagen sucht der Privatdetektiv Josef Matula das Wohnhaus wiederholt im Auftrag Scherbachs auf. Dabei spricht er unter anderem mit dessen Haushälterin Gaby Gnieda, deren Ehemann Gerhard sowie mit Katja Lorenz. Während Lorenz abwesend ist, gelangt Matula über den Balkon in ihre Wohnung. Dort trifft er auf eine Frau, die sich als Katjas Mutter ausgibt und offenbar ebenfalls Nachforschungen anstellt. Außerdem stellt Matula fest, dass Lorenz für die komfortable Wohnung lediglich eine vergleichsweise geringe Miete an Harald Aumüller entrichtet. Er warnt sie anschließend davor, dass sie beobachtet werde und möglicherweise in Gefahr sei.

Lorenz vereinbart telefonisch ein Treffen mit ihrem Vermieter in einem gehobenen Restaurant. Matula folgt ihr dorthin, wird jedoch auf Aumüllers Veranlassung zum Verlassen des Lokals aufgefordert. Er setzt die Beobachtung dennoch fort und gewinnt den Eindruck, dass zwischen Lorenz und Aumüller ein Liebesverhältnis besteht.

Im weiteren Verlauf stellt sich heraus, dass es sich bei der Frau, die sich Matula gegenüber als Katja Lorenz’ Mutter ausgegeben hatte, um Aumüllers Ehefrau handelt. Sie hatte aufgrund des Verhaltens ihres Mannes den Verdacht gefasst, dass dieser ein Verhältnis mit Lorenz unterhält, und deshalb eigene Nachforschungen angestellt. Aumüller erklärt ihr gegenüber hingegen, er empfinde Lorenz gegenüber lediglich väterliche Gefühle. Dr. Franck und Matula konfrontieren Aumüller mit dem Verdacht, er benutze Lorenz als Lockvogel, um den Mörder seiner Tochter ausfindig zu machen. Sie vermuten, dass er darauf spekuliere, der Täter werde erneut nach einem ähnlichen Muster vorgehen. Aumüller räumt daraufhin ein, weiterhin davon überzeugt zu sein, dass der freigesprochene Scherbach für den Tod seiner Tochter verantwortlich sei. Matula erklärt seinerseits, diese Theorie für plausibel zu halten.

Unmittelbar darauf erscheint Scherbach bei Aumüller und legt ihm weitere Fotografien von Lorenz vor, die er soeben von seiner Haushälterin erhalten hat. Diese hatte sie wiederum bei ihrem Ehemann vorgefunden. Scherbach erklärt, Aumüller fortan nicht mehr von der Seite weichen zu wollen. Sollte es tatsächlich entsprechend seiner Vermutung in Kürze zu einem Mordversuch an Lorenz kommen, solle Aumüller somit persönlich als Zeuge für seine Unschuld zur Verfügung stehen. Franck, Matula, Scherbach und Aumüller begeben sich daraufhin umgehend zum mutmaßlichen Tatort. Dort versucht Gerhard Gnieda, sich Katja Lorenz anzunähern und sie anschließend nach einem ähnlichen Muster wie Eva Aumüller zwei Jahre zuvor zu töten. Dies wird schließlich nur knapp verhindert.

Obwohl sich somit herausstellt, dass Scherbach zu Unrecht des Mordes an Eva Aumüller verdächtigt worden war, verweigert Harald Aumüller anschließend eine Entschuldigung sowohl gegenüber diesem als auch gegenüber Katja, deren möglichen Tod er bewusst in Kauf genommen hatte.

Hintergrund Die Episode wurde überwiegend im Rhein-Main-Gebiet gedreht. Die Kulisse der Kanzlei von Dr. Franck befand sich in der Rotunde im 27. Obergeschoss des Bürocenters am Nibelungenplatz im Frankfurter Nordend.

Das Gespräch Dr. Francks mit dem Staatsanwalt wurde im Treppenhaus des Neuen Rathauses in Wiesbaden inszeniert.Forschungsstelle Glasmalerei des 20. Jahrhunderts e.V.: Wiesbaden, Rathaus Abgerufen am 10. September 2026.

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