Hellas ohne Götter ist ein Dokumentarkurzfilm von Karl Gass von 1957.

Inhalt Gezeigt werden die schweren Arbeits- und Lebensbedingungen von Steinbrucharbeitern, Teppichweberinnen und Tabakpflückerinnen in Griechenland, besonders in Mazedonien. Sie erhalten für ihre schwere Arbeit nur einen geringen Lohn und leben in ärmlichen Verhältnissen, in diesem Land mit seiner bedeutenden jahrtausendealten Geschichte.Hellas ohne Götter DEFA-Stiftung, mit einer deutschen, englischen, französischen und spanischen Inhaltsangabe.

Hintergründe Karl Gass reiste 1956 nach Griechenland und brachte von dort fünf Dokumentarkurzfilme mit, die verschiedene Aspekte des Lebens für DDR-Bürger zeigen sollten. Von ihnen ging Hellas ohne Götter in der Sozialkritik am weitesten, die anderen beschrieben vor allem die landschaftlichen und kulturellen Schönheiten des Landes.

Das Konzept für diesen Film entwarf auch Thomas Nicolaou, der als Sohn griechischer Einwanderer in der DDR lebte.Christa Wolf, Ein Tag im Jahr. 1960–2000, Band 2, Suhrkamp, Frankfurt 2008, S. 347, in den Anmerkungen, bei biographischen Angaben zu Thomas Nikolaou (* 1937), wurde aber nicht in den Filmdatenbanken erwähnt.

Der Film Hellas ohne Götter wurde am 25. Dezember 1957 erstmals in der DDR gezeigt. Es gab auch eine englische und eine französischsprachige Fassung. 1958 durfte er nach einem Beschluss des Interministeriellen Ausschusses für Ost-West-Filmfragen aber nicht bei den Westdeutschen Kurzfilmtagen in Oberhausen gezeigt werden.Hellas ohne Götter Filmzensur West-Ost, keine schriftliche Begründung erhalten; auch Andreas Kötzing, Kultur- und Filmpolitik im kalten Krieg, Wallstein, Göttingen 2013, S. 83, erwähnt.

Karl Gass veröffentlichte 1959 ein gleichnamiges Buch über seine Griechenlandreise.

Weblinks Hellas ohne Götter DEFA-Stiftung Hellas ohne Götter Filmportal

Einzelnachweise

Kategorie:Filmtitel 1957 Kategorie:Dokumentarfilm Kategorie:Kurzfilm Kategorie:DDR-Film Kategorie:Schwarzweißfilm Kategorie:Kultur (Griechenland) Kategorie:Arbeit im Film