mini|Clara Ledesma Clara Ledesma Terrazas (* 5. März 1924 in Santiago de los Caballeros, Dominikanische Republik; † 25. Mai 1999 in New York City, USA) war eine dominikanisch-amerikanische Malerin und Hochschullehrerin. Sie war eine der ersten Frauen, die an der Nationalen Kunsthochschule in Santo Domingo studierte und ihren Abschluss machte. 1956 war sie eine der ersten dominikanischen Künstlerinnen, die eine Einzelausstellung in New York City hatte.
Leben und Werk Ledesma studierte zunächst Kunst bei Yoryi Morel. Später schrieb sie sich an der Escuela Nacional de Artes Visuales in Sano Domingo ein, wo sie 1948 ihren Abschluss machte. Ledesma war eine der ersten Frauen an dieser Hochschule. Zu ihren Lehrern zählten Celeste Woss y Gil und George Hausdorf, ihr wichtigster Mentor war jedoch der Malereiprofessor Josep Gausachs. Nach ihrem Abschluss unterrichtete sie Zeichnen an der Nationalen Kunsthochschule.
1949 hatte Ledesma ihre erste Einzelausstellung im Ateneo de San Pedro de Macorís. Am 14. September 1951 nahm sie an der Gruppenausstellung zur Eröffnung des Centro de Arte Ledesma Studio teil, der ersten von ihr gegründeten privaten Kunstgalerie in Santo Domingo, die von ihrer Cousine Flor de Oro Trujillo Ledesma geleitet wurde. Dort stellte sie ihre Werke neben denen anderer Künstler aus. Mit dem Erlös einer erfolgreichen Einzelausstellung im Jahr 1952 reiste Ledesma nach Europa, studierte Malerei in Barcelona und Madrid und stellte ihre Werke in spanischen Galerien aus. Um bedeutende Museen zu besuchen, reiste sie auch nach Lissabon und Paris. Besonders beeinflusst wurde sie von den Werken von Marc Chagall, Joan Miró und Paul Klee.
In Europa lernte Ledesma den bolivianischen Künstler Walter Terrazas kennen, den sie heiratete und der 1954 mit ihr nach Santo Domingo zurückkehrte. Dort arbeitete sie eng mit anderen dominikanischen Künstlern wie Gilberto Hernández Ortega, Josep Gausachs und Jaime Colson zusammen und gründete mit ihnen die Ausstellungsgruppe Los Cuatro. 1955 wurde sie zur stellvertretenden Direktorin der Nationalen Kunsthochschule ernannt. 1961 wurde sie von der Galerie The Contemporaries in New York engagiert, um ihre Werke auszustellen, die von verschiedenen nordamerikanischen Zeitungen sehr positiv rezensiert wurden. Sie zog 1961 nach New York City, wo sie bis zu ihrem Tod 1999 lebte und arbeitete.
Sie stellte ihre Werke in zahlreichen Ausstellungen in der Dominikanischen Republik und im Ausland aus und nahm an vielen Biennalen teil, unter anderem in São Paulo, Paris, Mexiko-Stadt und an der Biennale von Madrid, wo sie den Nicaragua-Preis und eine Goldmedaille gewann. 1958 gewann Ledesma mit dem Gemälde Die Opferung der Ziege den ersten Preis der Biennale von Santo Domingo, 1960 erhielt sie den zweiten Preis mit dem Werk Dämmerung in einem Dorf.
Ledesmas Gemälde umfassten Stilrichtungen vom Expressionismus und Surrealismus bis hin zur Abstraktion. Sie ist bekannt für ihre leuchtenden Farben, fantasievollen Figuren und die magische und mystische Atmosphäre, die ihre Gemälde und Zeichnungen ausstrahlen. Werke von Ledesma sind unter anderem im Metropolitan Museum of Art in New York, im Metropolitan Museum of Art in Miami, im Museum of Modern Art in Mexiko-Stadt, im Museum of Contemporary Art in Madrid und in der Galleria Moderna zu finden. Ihre Arbeiten wurden in der Sarduy Gallery in New York, der Art Gallery Nader, der Galerie Signs in New York und der Galleria Moderna in Santo Domingo ausgestellt.
Auszeichnungen und Ehrungen 1949: Ehrendiplom der Ausstellung für bildende Kunst von Frauen, Brasilien 1954: Erster Preis bei der VI. Biennale für Bildende Kunst von Santo Domingo mit dem Werk „Porträt“ 1956: Erster Preis für Malerei auf der VII. Biennale der Bildenden Künste von Santo Domingo 1958: Erster Preis für Malerei auf der VIII. Biennale der Bildenden Künste Erster Preis für Zeichnung und zweiter Preis für Malerei bei der X. Biennale von Santo Domingo 1964: Zeichenpreis beim 1. Eduardo León Jimenes Kunstwettbewerb mit Atavistisches Echo für die von der Ärztekammer von Puerto Rico herausgegebene Gruppe Meister des Kontinents ausgewählt
Literatur Clara Ledesma, Danilos De los Santos, Laura Gil Fiallo, Marianne de Tolentino: Clara Ledesma: reino de fantasía. Cámara de Diputados de la República Dominicana, Santo Domingo, 2008.
Weblinks Youtube Video: Clara Ledesma: Vida, obra y legado en colecciones dominicanas por Lilian Carrasco (spanisch) CLARA LEDESMA Inequívoca y singular pintora sitial. (spanisch)
Einzelnachweise
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