Försterei Dickdamm ist ein Wohnplatz der Gemeinde Spreenhagen im Landkreis Oder-Spree in Brandenburg.Auflistung als Wohnplatz Gemeindeteil im Kommunalverzeichnis Brandenburg; abgerufen am 1. August 2026 Der Ort entstand im ausgehenden 18. Jahrhundert als Vorwerk auf Flächen des Kolpiner Forstreviers und entwickelte sich im 19. Jahrhundert zu einem Forstetablissement. Später wurde Dickdamm als Wohnplatz von Markgrafpieske und schließlich von Spreenhagen geführt.

Geografische Lage Die Försterei Dickdamm liegt im Süden des Gemeindezentrums an der Grenze zur Stadt Storkow (Mark). Durch den Ort führt der Markgrafpiesker Hauptgraben, der aus nördlicher Richtung zufließt. Das Gelände liegt auf einer Höhe von rund .Försterei Dickdamm, Brandenburgviewer, abgerufen am 1. August 2026.

Geschichte Die ältesten bekannten Bezeichnungen beziehen sich auf die Lage innerhalb eines Wald- und Luchgebietes. 1741 werden die Flurnamen im Dicken Winckel und Dicke Buschwinckel überliefert. 1798 erscheint die Bezeichnung Dickdamm oder Dickwinkel. 1841 wurde der Ort als Dickwinkel bezeichnet, ehe sich spätestens seit 1861 die Namensform Dickdamm durchsetzte.

18. Jahrhundert Die Anfänge des Ortes reichen in die Zeit nach 1781 zurück. Auf Ländereien des Kolpiner Forstreviers wurde am sogenannten Dicken Damm ein Vorwerk angelegt. Im Jahr 1798 besaß das Vorwerk eine Fläche von 443 Morgen, davon 383 Morgen Ackerland, 43 Morgen Wiesen sowie kleinere Anteile an Gartenland, Luch- und Hutungsflächen. 1798 gehörte Dickdamm zum Amt Stahnsdorf und lag zwischen Spreenhagen und Markgrafpieske.Joachim Schölzel: Historisches Ortslexikon für Brandenburg. Teil IX: Beeskow-Storkow. Hermann Böhlaus Nachfolger, Weimar 1989, ISBN 3-7400-0104-6, S. 59.

19. Jahrhundert 1801 bestand das Vorwerk weiterhin als Amtsgut des Amtes Stahnsdorf. 1817 wird es als Vorwerk zu Alt Stahnsdorf genannt. Bereits 1824 ist ein Unterförster in Dickwinkel nachgewiesen. 1837 gehörte der Ort als Vorwerk zu Alt Markgrafpieske. Eine grundlegende Veränderung erfolgte 1843, als das Erbpachtvorwerk Dickwinkel in das Kolpiner Forstrevier eingezogen wurde. Gleichzeitig entstand ein neues Försteretablissement. Damit wandelte sich der Ort von einem landwirtschaftlichen Vorwerk zu einem forstwirtschaftlich geprägten Standort. 1858 bestand Dickdamm als Forsthaus und Schutzbezirk des Gutsbezirks Forstrevier Kolpin. Der Ort verfügte über ein öffentliches Gebäude und zwei Wirtschaftsgebäude. Die Einwohnerzahl betrug sieben Personen. Verwaltungsmäßig gehörte Dickdamm bis 1849 zum Land- und Stadtgericht Storkow, von 1849 bis 1878 zum Gerichtsbezirk Storkow, danach bis 1951 zum Amtsgerichtsbezirk Storkow und von 1951 bis 1952 zum Amtsgerichtsbezirk Fürstenwalde. Von 1951 bis 1952 unterstand der Ort dem Amtsgericht Fürstenwalde. 1885 wurde ein Wohngebäude mit sechs Einwohnern verzeichnet.

20. Jahrhundert Um 1900 wurden die statistischen Angaben gemeinsam mit dem Forstrevier Kolpin geführt. 1927 bestand am Ort ein Forsthaus. Nach der Auflösung des Gutsbezirks Kolpin wurde 1929 der Förstereibezirk Dickdamm mit der Gemeinde Markgrafpieske vereinigt. Seit 1931 wurde Dickdamm als Wohnplatz von Markgrafpieske geführt. 1957 erscheint Dickdamm als Wohnplatz der Gemeinde Spreenhagen. Im Jahr 1977 bestand dort weiterhin eine Revierförsterei. Kirchlich war der Ort ursprünglich nach Alt Markgrafpieske und später nach Markgrafpieske eingepfarrt.

Einwohnerentwicklung Jahr Einwohner 1858 7 1885 6 1925 6 Literatur Joachim Schölzel: Historisches Ortslexikon für Brandenburg. Teil IX: Beeskow-Storkow. Hermann Böhlaus Nachfolger, Weimar 1989, ISBN 3-7400-0104-6

Einzelnachweise

Kategorie:Ort im Landkreis Oder-Spree Kategorie:Geographie (Spreenhagen)