Miese Tricks ist der Titel der 134. Episode der Krimiserie Ein Fall für zwei mit Rainer Hunold und Claus Theo Gärtner in den Hauptrollen.
Handlung Der erfolglose Unternehmer Heiner Kühne entwendet nachts Unterlagen und Bargeld aus dem alarmgesicherten Tresor in den Büroräumen des Finanzmaklers Herbert Regelski. Er will damit dessen mutmaßlich systematischen Betrug nachweisen. Währenddessen befindet sich Regelskis Leiche in einem Nebenraum.
Kühne wird nach dem Auffinden des Toten von der Polizei als Tatverdächtiger festgenommen und beauftragt den Rechtsanwalt Dr. Rainer Franck mit seiner Verteidigung. Da zunächst keine stichhaltigen Beweise gegen ihn vorliegen, wird er wieder freigelassen. Anschließend holt er das zuvor versteckte Diebesgut vom Liegeplatz seines Hausbootes ab. Dort wird er von der Polizei, die ihn offenbar observiert hat, erneut festgenommen. Kühne behauptet, in eine Falle gelockt worden zu sein, um ihm den Mord an Regelski anzulasten. Als möglichen Drahtzieher nennt Kühne zunächst lediglich Regelskis Leibwächter Clemens Hoschek, der mit dem Privatdetektiv Josef Matula befreundet ist. Hoschek arbeitet zudem für Regelskis Witwe Dorothea, die ebenso wie er eine Beteiligung an der Straftat bestreitet. Sie verweist auf Günter Bremer, den ehemaligen Geschäftspartner ihres Mannes, der diesem einst Rache geschworen habe. Bremer erklärt, zuletzt lediglich kleinere Auseinandersetzungen mit Regelski gehabt zu haben. In ihrer Mittagspause berichtet seine Sekretärin Dr. Franck jedoch, dass Kühne erst wenige Tage zuvor in Bremers Büro gewesen sei und sich dort einen lautstarken Streit mit ihm geliefert habe. Bremer behauptet daraufhin, Kühne habe ihm angeboten, Regelski gegen eine Geldzahlung zu töten, und macht diese Aussage auch bei der Polizei. Kühne räumt daraufhin zwar ein, eine entsprechende Äußerung gemacht zu haben, betont jedoch, dass sie nicht ernst gemeint gewesen sei.
Während seiner Ermittlungen beobachtet Matula Clemens Hoschek und Dorothea Regelski in deren Haus in einer intimen Situation und wird von den beiden entdeckt. In Hoscheks Wohnung findet Matula später einen Beleg, aus dem hervorgeht, dass Hoschek neben seinen Tätigkeiten für das Ehepaar Regelski auch für Günter Bremer arbeitet.
Unterdessen wird bekannt, dass Günter Kühne die wertvolle Konzession zum Betrieb eines Glücksspielunternehmens auf seinem Hausboot am Tag vor dem Mord verloren hat. Sie war dadurch auf Herbert Regelski übergegangen. Nach dessen Tod fällt sie an Günter Bremer, der damit zum rechtmäßigen Inhaber wird.
Dorothea Regelski erklärt Dr. Franck, am Abend des Mordes gemeinsam mit Clemens Hoschek auf einer Party gewesen zu sein. Videoaufnahmen der Veranstaltung zeigen, dass Hoschek zeitweise mit einer Prostituierten flirtete. Daraufhin räumt Dorothea ein, ihn etwa eine Stunde lang nicht gesehen zu haben. Als Matula daraufhin die Prostituierte in ihrer Wohnung aufsuchen will, um sie zu Hoscheks Alibi zu befragen, begegnet er diesem im Treppenhaus. Hoschek erklärt, er habe die Frau soeben tot aufgefunden. Er befürchtet, dass sie mit seiner Waffe erschossen worden sein könnte, die Dorothea Regelski ihm kurz zuvor entwendet habe und vermutet, dass diese sowohl ihren Ehemann als auch nun die Prostituierte getötet habe, um sein Alibi zu zerstören.
Matula und Hoschek suchen gemeinsam mit Dr. Franck Dorothea Regelski auf, um sie mit den Verdachtsmomenten zu konfrontieren. Auf ihre Aufforderung hin, das Grundstück unverzüglich wieder zu verlassen, erwecken sie zunächst den Eindruck, diesem Wunsch Folge zu leisten. Kurz darauf versucht Dorothea, die Mordwaffe zu beseitigen. Dabei wird sie von den drei Männern gestellt. Matula kann knapp verhindern, dass sie nach ihrem Mann und der Prostituierten letztlich auch noch Hoschek erschießt.
Heiner Kühne einigt sich mit Günter Bremer, der beabsichtigt, das Hausboot zu übernehmen, zum Casino auszubauen und Kühne als Mitarbeiter einzustellen.
Hintergrund miniatur|links|Bürohaus Atricom, aufgenommen aus vergleichbarer Perspektive wie in der EpisodeDie Episode wurde überwiegend im Rhein-Main-Gebiet gedreht. Die Kulisse der Kanzlei von Dr. Franck befand sich in der Rotunde im 27. Obergeschoss des Bürocenters am Nibelungenplatz im Frankfurter Nordend. Des Weiteren entstanden Aufnahmen unmittelbar westlich des Messe Torhauses sowie am südlichen Mainufer zwischen der Deutschherrnbrücke und der Kaiserleibrücke. Ein dortiger Kai am Mainwasenweg südlich des Frankfurter Osthafens diente als Anlegeplatz für Heiner Kühnes Hausboot. Zudem wurden Innenaufnahmen im Bürohaus Atricom in Frankfurt-Niederrad durchgeführt.
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Einzelnachweise
Miese Tricks