Walter von der Leyen (* 19. März 1887 in Bonn; † 3. Juni 1967 in Trautheim) war ein deutscher Architekt und Regierungsbaumeister.
Leben Walter Balduin Wilhelm Philipp Eduard von der Leyen wurde 1887 in Bonn als Sohn des Ludwig Friedrich Emil von der Leyen (1836–1911) und seiner Frau Elisabeth Karoline Auguste von Neufville (1850–1905) geboren. Walther von der Leyen studierte von 1908 bis 1910 und von 1911 bis 1913 Architektur an der TH Darmstadt. Zwischendurch war er ein Jahr an der TH München eingeschrieben. Unmittelbar nach dem Diplomabschluss wurde er 1913 Assistent von Heinrich Walbe an der TH Darmstadt. Von 1914 bis 1918 leistete er seinen Kriegsdienst. Danach trat er in den Staatsdienst. Zeitweise ließ er sich beurlauben und arbeitete als freier Architekt. Von 1919 bis 1927 war er Baurat beim Regierungsbauamt in Gießen. Nach seiner Versetzung 1928 nach Darmstadt wurde ihm das Baupolizeiressort am Hessischen Hochbauamt übertragen. Wegen seiner kritischen Haltung zum NS-System wurde er 1933 zunächst nach Offenbach am Main und später nach Dieburg strafversetzt.
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde er Leiter des Staatsbauamtes Darmstadt. Er setzte sich für den Wiederaufbau der Landesliegenschaften in Darmstadt ein, v. a. für das Residenzschloss Darmstadt, für das Hessische Landesmuseum Darmstadt, für das Landestheater und für das Kollegiengebäude (Darmstadt). 1952 wurde er in den Ruhestand versetzt.
Walter von der Leyen starb im Juni 1967 in seinem Haus „Der Leyenhof“ in Trautheim bei Darmstadt. Er war seit 1916 mit Pauline von der Leyen geb. Noack (1893–1982) verheiratet. Aus der Ehe gingen vier Kinder hervor, darunter Ulrich Echter von der Leyen (1918–1993) und Dorothea von der Leyen (1922–1993), die Ehefrau von Eberhard Schlotter.
Literatur • Helmut Rückert: Walther von der Leyen, in: Persönlichkeiten des Mühltals-Trautheim, o. J., o. O.
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