mini|alternativtext=Verbreitung|Verbreitungsgebiet der Gelbgesicht-Taschenratte Die Gelbgesicht-Taschenratte (Cratogeomys castanops) ist ein in den südlichen Vereinigten Staaten und im Norden Mexikos verbreitetes Nagetier in der Familie der Taschenratten. Das Typusexemplar wurde an einem Weg zu einem Fort gefunden, der jetzt im Las Animas County in Colorado liegt. Laut molekularbiologischen Untersuchungen ist die Goldman-Taschenratte die Schwesterart dieses Tieres. Zwischenzeitlich wurden bis zu 17 Unterarten zu dieser Art gezählt. Eine Revision aus dem Jahre 2008 erkennt nur noch zwei davon an.
Die Unterarten sind: C. c. castanops, ist vom südöstlichen Colorado und südwestlichen Kansas über das östliche New Mexico, das westliche Texas und möglicherweise Bereiche von Oklahoma bis in die mexikanischen Bundesstaaten Coahuila, Nuevo León und Tamaulipas verbreitet. C. c. consitus, lebt im östlichen Chihuahua, westlichen Coahuila und nordöstlichen Durango.
Merkmale Weibchen sind mit einer Kopf-Rumpf-Länge von 155 bis 215 mm, einer Schwanzlänge von 50 bis 105 mm und einem Gewicht von 185 bis 260 g kleiner als Männchen. Diese werden ohne Schwanz 170 bis 135 mm lang, die Schwanzlänge liegt bei 70 bis 105 mm und sie können 225 bis 410 g wiegen. Allgemein ist die Größe stark vom Habitat abhängig mit den größten Exemplaren in feuchteren Regionen mit dichterem Bewuchs, während kleine Tiere in trockenen Landschaften mit wenigen Gewächsen leben. Auch die Fellfarbe wechselt abhängig von der Verbreitung. In trockenen und heißen Gebieten ist sie oberseits heller als in feuchten und kühlen Regionen. Wie bei allen Taschenratten ist der Körper bolzenförmig und es kommen innen mit Fell bedeckte Backentaschen vor. Mit den beschriebenen Variationen ist das Fell oberseits meist gelb- bis rotbraun und unterseits heller bis weißlich. An der Vorderseite der oberen Schneidezähne sind je eine Rille vorhanden, die nicht ganz zentrisch liegen. Der diploide Chromosomensatz wird aus 46 Chromosomen gebildet.
Lebensweise Diese Taschenratte hält sich in breiten Tälern und auf Hochebenen zwischen 10 und 2100 Meter Höhe auf. Sie bevorzugt sandigen Boden oder weiche Erde und kann bei Notwendigkeit auch in kieshaltigem Grund graben. Die bewohnten Halbwüsten sind mit Gras, Kakteen und Pflanzen der Gattung Prosopis bedeckt. Beim komplexen Bau kann der Haupttunnel bis zu 76 Meter lang sein. Von diesem gibt es mehrere Verzweigungen, die zur Nahrungssuche dicht unter dem Grund liegen oder die zu der tieferen Nestkammern, den Latrinen und Vorratslagern führen. Im Gegensatz zu den Gebirgs-Taschenratten hat jeder Bau nur eine Wohnkammer. Außerhalb der Paarungszeit lebt jedes Exemplar in seinem Bau allein. Die Exemplare können zu allen Tageszeiten aktiv sein mit einer leichten Bevorzugung der Abend- und Morgendämmerung. Es gibt keine Zeiten mit Winterschlaf oder Torpor. Die Nahrung besteht aus Wurzeln und Knollen von Kräutern und Büschen. In einem Gebiet in Texas wurde Agave lechuguilla als Hauptnahrung festgestellt. Besitzer von Gärten und Gemüsepflanzungen sehen in diesem Tier einen stärkeren Schädling verglichen mit anderen Taschenratten.
Im Norden des Verbreitungsgebiets erfolgt eine Paarung im März/April und manchmal eine weitere im zeitigen Herbst. In Texas wurden bis zu drei oder vier Würfe jährlich zu allen Jahreszeiten registriert. Im mexikanischen Bundesstaat Coahuila erfolgt die Fortpflanzung zwischen Dezember und März sowie zwischen Juni und August. Gewöhnlich werden 2 oder 3 Nachkommen pro Wurf geboren und manchmal bis zu 5.
Gefährdung Regional werden gegen dieses Tier Rodentizide eingesetzt. Einige Exemplare fallen Raubvögeln und Eulen zum Opfer. Die Gesamtpopulation ist weiterhin groß. Die IUCN listet die Gelbgesicht-Taschenratte als nicht gefährdet (least concern).
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Einzelnachweise
Kategorie:Taschenratten