mini|MC Cabelinho, 2023 MC Cabelinho, bürgerlich Victor Hugo Oliveira do Nascimento (* 28. Januar 1996 in Rio de Janeiro), ist ein brasilianischer Sänger, Komponist und Schauspieler. Er zählt zu den führenden Vertretern des Carioca-Rap und -Funk.

Leben Oliveira do Nacimento wuchs in der Zona Sul von Rio de Janeiro auf, in dem Favela-Komplex Cantagalo-Pavão-Pavãozinho, der zwischen den touristisch geprägten Stadtteilen Copacabana und Ipanema gelegen ist. Wie andere Favela-Boys trug er in seiner Jugend durch Gelegenheitsjobs zum Familieneinkommen bei. Die Sekundarschule brach er nach einem Jahr ab. Früh begann er, in der Kirche zu singen und im Freundeskreis zu rappen. 2016 debütierte er als Funk-Musiker und als MC. Seit 2019 trat er in verschiedenen Rollen auch in Film und Fernsehen auf. Wegen seiner gestylten, zeit- und teilweise blondierten Frisur nannte man ihn bald „Cabelinho“.„Cabelinho“ (wörtlich ‚kleines Haar‘) ist in Brasilien ein gängiger Spitzname für eine Person mit auffälligem Haarschopf. So heißt etwa auch die Figur eines jungen Gangsters in dem brasilianischen Film O Contador de Histórias (2009) von Luiz Villaça, basierend auf einer autobiografischen Erzählung von Roberto Carlos Ramos (* 1965). – Carolina Rocha: Constructing a New National Myth in Contemporary Brazilian Film. In: Naomi Pueo Wood (Hrsg.): Brazil in Twenty-First Century Popular Media. Culture, Politics, and Nationalism on the World Stage. Bloomsbury Publishing, Plymouth 2014, ISBN 978-0-7391-8691-6, S. 48 (Google Books)

MC Cabelinho verehrt Amy Winehouse, deren Name und Gesicht er sich eintätowieren ließ. Auch andere Trap-Stars wie Travis Scott, Quavo und Post Malone gelten als seine internationalen Vorbilder. Im Carioca-Milieu wurde er durch MCs wie Orelha, Tikão, Frank und Smith beeinflusst. Sein Sprechgesang verwendet Elemente des „Pretoguês“, d. h. in Vokabular, Sprachakzent und Struktur betont er das linguistische Erbe der Afrobrasilianer.María Carolina Almeida de Azevedo: „Pretuguês“ / „Pretoguês“ and the Politics of Blackness in Brazilian Education and Language Policy. In: Samba Camara, Mohamed Mwamzandi (Hrsg.): African Languages, Literatures, and Postcolonial Modernity. Cambridge Scholars Publishing, Newcastle upon Tyne 2024, ISBN 978-1-5275-5899-1, S. 129 (Google Books) Sportlich interessiert er sich insbesondere für Brazilian Jiu Jitsu, religiös lässt er sich dem Candomblé zuordnen.

Diskografie Alben 2018: Minha Raiz 2020: Ainda 2021: Little Hair 2021: Coro com Coça (EP) 2022: Little Love 2023: Litte Love (de luxe) 2024: Não Sou Santo Mas Não Sou Bandido 2025: Acústico do Little 2026: Palácio de Lona (mit Tz da Coronel)

Filmografie Fernsehen 2019–2021: Amor de Mãe (als Diogo Barreto (Farula/MC Farula)) 2022: Dates, Likes & Ladrilhos (als Otávio) 2023: Vai na Fé (als Hugo de Oliveira) 2023: The Others (als er selbst) 2024: Today is Children’s Day (als er selbst)

Film 2025: Confia: Sonho de Cria (als Nando)

Weblinks

MC Cabelinho auf MusicBrainz MC Cabelinho auf IMDb

Einzelnachweise

Kategorie:Rapper Kategorie:Funk-Musiker Kategorie:Komponist (Brasilien) Kategorie:Filmschauspieler Kategorie:Person (Rio de Janeiro) Kategorie:Pseudonym Kategorie:Brasilianer Kategorie:Geboren 1996 Kategorie:Mann