Ewald Kleist (* 13. Januar 1911 in Friesack; † 10. Oktober 1992 in Bonn) war ein deutscher Generalarzt des Heeres der Bundeswehr.

Leben Kleist, Sohn eines Apotheken-Besitzers und späteren Oberstabsapothekers, trat am 1. April 1931 als Sanitätsoffizier-Anwärter beim Infanterie-Regiment 1 in Königsberg in Preußen in die Reichswehr ein und diente in diesem Verband bis Oktober 1931. Vom Sommersemester 1931 bis September 1936 studierte er Humanmedizin an der Albertus-Universität Königsberg und der Humboldt-Universität zu Berlin. 1936 erfolgte die Approbation zum Arzt und er wurde im Oktober 1937 Assistenzarzt. Von September 1937 bis Juli 1938 war er Truppenarzt im Infanterie-Regiment 110 in Heidelberg und von Juli 1938 bis August 1938 Adjutant im Stab des Heeresgruppen-Kommandos 6 in Hannover.Range 2013 a. a. O.

Zum Beginn des Zweiten Weltkrieges war Kleist von August 1939 bis Oktober 1940 Adjutant im Stab der 4. Armee in Polen, in Belgien in den Ardennen und in Frankreich in Dünkirchen und Brest. Am 2. Dezember 1939 erfolgte die Promotion zum Doktor der Medizin und im April 1940 die Ernennung zum Stabsarzt. Von Oktober 1940 bis Juli 1942 war er Adjutant im Stab der 121. Infanterie-Division in der Sowjetunion in Dünaburg und Wolchow, von Juli 1942 bis November 1943 Kompaniechef der Sanitäts-Kompanie in der Sowjetunion in Wolchow, wurde im Oktober 1943 zum Oberstabsarzt ernannt, war von Dezember 1943 bis Februar 1944 Brigadearzt im Stab der Festungs-Brigade Kreta, vom Februar 1944 bis März 1945 Divisionsarzt im Stab der 133. Festungs-Division und von März bis Mai 1945 Divisionsarzt im Stab der Festungs-Division Kreta.

Von Mai 1945 bis Mai 1948 war Kleist in Kriegsgefangenschaft des Vereinigten Königreichs. Danach war er von Juni 1948 bis April 1951 Assistenzarzt am Kreiskrankenhaus Fritz-König-Stift in Bad Harzburg und von Mai 1951 bis August 1956 Assistenzarzt an der Städtischen Krankenanstalt Braunschweig, wo er am 29. Juli 1953 Facharzt für Chirurgie wurde.

Am 1. September 1956 trat Kleist als Oberfeldarzt in die Bundeswehr ein und absolvierte zunächst von September bis Oktober 1956 den Einweisungslehrgang an der Sanitätstruppenschule der Bundeswehr in Degerndorf am Inn. Von November 1956 bis April 1957 war er Chefarzt des Chirurgischen Lazaretts 4 in Amberg und von April 1957 bis September 1964 Referent und Referatsleiter P IV und 4 H im Bundesministerium für Verteidigung in Bonn.

Im Oktober 1964 wurde Kleist zum Chefarzt des Bundeswehrkrankenhauses Hamburg und im Oktober 1970 zum Generalarzt ernannt. Mit Ablauf des März 1971 wurde er in den Ruhestand versetzt.

Kleist war verheiratet.

Auszeichnungen 1940: Eisernes Kreuz II. Klasse 1944: Kriegsverdienstkreuz mit Schwertern I. Klasse

Siehe auch Liste der Generale des Heeres der Bundeswehr

Schriften

Literatur

Einzelnachweise

Kategorie:Generalarzt (Heer der Bundeswehr) Kategorie:Person (Bundesministerium der Verteidigung) Kategorie:Oberstabsarzt (Heer der Wehrmacht) Kategorie:Träger des Eisernen Kreuzes II. Klasse Kategorie:Militärperson (Reichswehr) Kategorie:Deutscher Kriegsgefangener der Briten Kategorie:Mediziner (20. Jahrhundert) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1911 Kategorie:Gestorben 1992 Kategorie:Mann