mini|Václav Beneš Václav Beneš (* 9. Juni 1901 in Trasenau, Bezirk Taus, Königreich Böhmen; † 17. Juli 1944Václav Beneš. In: Tschechisches Zentralregister für Kriegsgräber. in Dresden) war ein Schmied in den Škodawerken und Teilnehmer des antifaschistischen Widerstands.

Leben Beneš wurde am 9. Juni 1901Nr. 51 Václav Beneš. Matrikeleintrag über Geburt und Taufe, Pfarrei Klenčí pod Čerchovem, Porta fontium. in Trasenau bei Taus im Haus Nr. 40 als Sohn von Jiří Beneš und Dorota Benešová, geborene Podestátová, geboren. Er erlernte das Schmiedehandwerk und zog anschließend der Arbeit wegen nach Pilsen, wo er als Schmiedearbeiter in den Škodawerken anfing. Er war Mitglied der Kommunistischen Partei der Tschechoslowakei (KSČ).Liste der kommunistischen Opfer. Minulostí západočeského kraje. Nr. 13/1976. S. 25. Online verfügbar nach Registrierung. Abgerufen am 1. September 2026.

Am 29. Januar 1929 heiratete er Dorota Benešová, geborene Pivoňková, aus Starý Postřekov bei Domažlice.Nr. 16. Eintrag im Trauregister, Klenčí pod Čerchovem 1920–1929. Seite 111. In: Porta fontium.

Widerstand Nach der Besetzung der tschechischen Länder und der Errichtung des Protektorats Böhmen und Mähren schloss sich Václav Beneš dem illegalen antinazistischen Widerstand in Pilsen an. Im Zusammenhang mit seiner Arbeit in den Škodawerken beteiligte er sich an Widerstandsaktivitäten.

Im Juni 1943 kam es in den Škoda-Werken zu einer Verhaftungswelle von Widerstandsmitgliedern; Václav Beneš wurde am 11. Juni 1943 verhaftet. Im Gerichtsverfahren wurde Václav Beneš wegen Vorbereitung zum Hochverrat und Feindbegünstigung angeklagt. Er wurde zum Tode verurteilt und am 17. Juli 1944 im Justizgefängnis in der Mathildenstraße in Dresden durch das Fallbeil (Guillotine) hingerichtet.Jaroslav Čvančara: Někomu život, někomu smrt 3. Laguna, Prag 2008. Online verfügbar. ISBN 978-80-86274-77-5.

Erinnerung Benešs Abschiedsbrief, den er vor seiner Hinrichtung an seine Familie schrieb, wurde im Buch Život za pravdu (Leben für die Wahrheit) abgedruckt.Josef Hofmann: Život za pravdu. Svaz bojovníků za svobodu, Domažlice 1949. Kapitel Václav Beneš, S. 163. Online verfügbar nach Registrierung.Pavla Plachá, Birgit Sack: Tento dopis si nechte na památku na mě. Ústav pro studium totalitních režimů. In: ustrcr.cz, 2023. S. 60.

An Václav Beneš wird mit einem Denkmal für die Opfer des Ersten und Zweiten Weltkriegs im Zentrum der Gemeinde Draženov erinnert.CZE3202-5804. In: Zentralregister für Kriegsgräber (CEVH), abgerufen am 6. September 2026. Dieses Sandsteinmonument war ursprünglich dem Gedenken an die Gefallenen des Ersten Weltkriegs gewidmet. Im Jahr 1972 wurde am Sockel des Denkmals eine zusätzliche Gedenktafel angebracht, die den Opfern der nationalsozialistischen Besetzung gewidmet ist.Historie Draženova | Dr. Vogeltanz. Gemeinde Draženov. Abgerufen am 6. September 2026 (tschechisch). In diesem für den Widerstand der Jahre 1938–1945 reservierten Bereich ist er als „BENEŠ VÁCLAV“ eingetragen.Draženov : Pomník Obětem 1. a 2. světové války. Denkmal für die Gefallenen des Ersten und Zweiten Weltkriegs – Namensliste. In: vets.cz, abgerufen am 20. September 2026.

Einzelnachweise

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