100 Tage Autark ist ein deutscher Dokumentarfilm aus dem Jahr 2026 von Lukas Augustin. Der Film begleitet Johannes Mickenbecker, Mitgründer des YouTube-Kanals The Real Life Guys, bei einem Selbstversorger-Experiment, bei dem er versucht, 100 Tage weitgehend unabhängig von moderner Versorgungsinfrastruktur zu leben.
Der Film entstand aus der gleichnamigen YouTube-Serie von The Real Life Guys. Produziert wurde er von The Film Studios GmbH unter der Marke Parable Studios gemeinsam mit The Real Life Guys. Den deutschen Kinoverleih übernimmt die The Film Distribution GmbH. Der bundesweite Kinostart ist für den 10. September 2026 vorgesehen.
Inhalt Johannes Mickenbecker beginnt 2025 gemeinsam mit einem Mitstreiter ein Experiment, bei dem die beiden 100 Tage weitgehend unabhängig von moderner Infrastruktur leben wollen. Nach einer mehrmonatigen Vorbereitungsphase ziehen sie auf ein Grundstück in der Natur und versuchen, sich unter anderem durch selbst angebautes Gemüse und selbst beschaffte Lebensmittel zu versorgen.
Zu Beginn leben die beiden zunächst unter einem Tarp und beginnen mit dem Bau eines Blockhauses. Mickenbecker baut Gemüse an, angelt und versucht Vorräte für die folgenden Wochen anzulegen. Bereits nach wenigen Tagen erkrankt sein Mitstreiter und verlässt das Projekt, sodass Mickenbecker das Experiment allein fortsetzt. Im weiteren Verlauf zeigt der Film die zunehmenden körperlichen und psychischen Belastungen des Selbstversuchs. Neben der Beschaffung von Nahrung und dem Bau des Hauses werden insbesondere Einsamkeit, Kälte und eine unzureichende Kalorienzufuhr zu Herausforderungen.
Daneben thematisiert der Film Mickenbeckers Auseinandersetzung mit dem Tod seines Zwillingsbruders Philipp Mickenbecker, seine Beziehung zur Natur sowie Fragen nach persönlichen Prioritäten, Konsum und einem einfacheren Lebensstil.
Entstehung Ausgangspunkt für den Film war Mickenbeckers Projekt 100 Tage Autark, das er 2025 als tägliche Videoserie auf dem YouTube-Kanal The Real Life Guys veröffentlichte. Die Serie erreichte nach Angaben verschiedener Medien mehr als 24 Millionen Aufrufe.
Während das Projekt bereits lief, wandte sich Mickenbecker an Lukas Augustin mit der Frage, ob aus dem entstandenen Material ein Kinofilm entwickelt werden könne. Augustin besuchte Mickenbecker daraufhin während des Experiments mehrfach und drehte zusätzliches Material. Nach Augustins Angaben sollte sich der Film bewusst von der hohen Erzählgeschwindigkeit der YouTube-Serie unterscheiden und die Geschichte ruhiger erzählen.
Lukas Augustin führte Regie, Alexander Zehrer war als Produzent beteiligt. Augustin und Zehrer hatten zuvor bereits an dem Dokumentarfilm Philipp Mickenbecker – Real Life gearbeitet.
Die Montage übernahm Andreas Schumacher, die Filmmusik komponierte Martin Rott. Ein wesentlicher Teil der Kameraaufnahmen stammt von Johannes Mickenbecker selbst. Als Produktionsunternehmen werden Parable Studios und The Real Life Guys genannt.
Veröffentlichung Die Premiere des Films fand am 2. September 2026 im Babylon in Berlin statt. Vor dem regulären Kinostart wurde der Film außerdem bei Veranstaltungen in verschiedenen deutschen Städten gezeigt. Zu den Vorführungen gehörten Filmgespräche mit Johannes Mickenbecker sowie teilweise mit Regisseur Lukas Augustin und Produzent Alexander Zehrer.
Der bundesweite Kinostart ist für den 10. September 2026 vorgesehen. Der Verleih erfolgt durch die The Film Distribution GmbH.
Rezeption Lea Enkelmann vom PRO Medienmagazin bezeichnete 100 Tage Autark als Survivalabenteuer, das über die reine Frage nach dem Überleben in der Natur hinausgehe. Sie hob die authentische Darstellung von Mickenbeckers Alltag, die ruhige Erzählweise sowie die Naturaufnahmen hervor. Neben körperlicher Erschöpfung und Einsamkeit behandle der Film Themen wie Nachhaltigkeit, Dankbarkeit und einen bewussteren Umgang mit Ressourcen. Mickenbeckers christlicher Glaube sei Bestandteil einzelner Szenen, stehe jedoch nicht im Mittelpunkt des Films.
Die Kritik betonte außerdem die zurückhaltende Verwendung von Musik und die Bedeutung von Natur- und Umgebungsgeräuschen für die Atmosphäre des Films. Die knapp zweistündige Dokumentation unterscheide sich damit in ihrer Erzählweise von den schneller geschnittenen Videos der zugrunde liegenden YouTube-Serie.
Auch Regisseur Augustin beschrieb diesen Unterschied als bewusste gestalterische Entscheidung. Während die YouTube-Serie eine hohe Erzählgeschwindigkeit benötige, ermögliche das Kino eine ruhigere Auseinandersetzung mit Mickenbeckers Erlebnissen und den stilleren Momenten des Experiments.
Weblinks
Offizielle Website
Einzelnachweise
Kategorie:Dokumentarfilm Kategorie:Deutscher Film Kategorie:Filmtitel 2026