Tour der All Blacksnach Südafrika 2026 Übersicht S G U N Test Matches 4 1 – 3 Sonstige Spiele 4 4 – – Gesamt 8 5 – 3 4 1 – 3

Die Tour der neuseeländischen Rugby-Union-Nationalmannschaft nach Südafrika 2026 – vermarktet als Rugby’s Greatest Rivalry („Die größte Rivalität im Rugby“) – umfasste eine Reihe von Freundschaftsspielen der All Blacks, der Nationalmannschaft Neuseelands in der Sportart Rugby Union. Das Team reiste im August und September 2026 durch Südafrika und bestritt während dieser Zeit acht Spiele. Darunter waren vier Test Matches gegen die Springboks, wobei eines auf neutralem Boden in den USA ausgetragen wurde.

Diese Tour stellte eine vorübergehende Rückkehr zum traditionellen Format dar, das in der Ära vor der Professionalisierung Mitte der 1990er Jahre üblich gewesen war. Ihre Durchführung wurde im September 2025 bestätigt und zog eine Umstrukturierung der Rugby Championship, dem jährlich ausgetragenen Südhemisphären-Turnier zwischen Argentinien, Australien, Neuseeland und Südafrika, nach sich. Südafrika entschied die Test-Match-Serie mit 3:1 Siegen für sich.

Hintergrund Seit den Anfängen des internationalen Rugby Union war es üblich, dass die Nationalteams der drei ehemaligen britischen Dominions Australien, Neuseeland und Südafrika gegenseitige Touren organisierten. Allein zwischen 1903 und 1995 unternahmen Australien und Neuseeland mehr als vierzig Touren in das jeweils andere Land, während Südafrika zwischen 1928 und der umstrittenen Neuseeland-Tour 1976 jeweils fünf bzw. sechs Mal Australien und Neuseeland empfing.

Von der Mitte bis zum Ende des 20. Jahrhunderts wurde dieses System ausgedehnter bilateraler Tourneen regelmäßig erweitert, um auch die großen Rugby-Nationen Europas (England, Frankreich, Irland, Schottland, Wales) einzubeziehen. Während dieser gesamten Zeit war das internationale Rugby von diesen langwierigen Tourneen geprägt, was bis zur Einführung der alle vier Jahre stattfindenden Rugby-Union-Weltmeisterschaft im Jahr 1987 so blieb. Die als Reaktion auf die Apartheid gegen Südafrika verhängten Sportboykotte führten jedoch dazu, dass die Springboks in den 1970er und 1980er Jahren nur sehr wenige Länderspiele bestreiten konnten. Nach ihrer Wiederaufnahme in den internationalen Rugby-Sport Anfang der 1990er Jahre war das Land 1995 Gastgeber und Teilnehmer seiner ersten Rugby-Weltmeisterschaft (dem dritten Turnier in der Geschichte des Wettbewerbs). Im selben Jahr erfolgte die formelle Professionalisierung des Rugby Union. Ebenfalls 1995 gründeten Australien, Neuseeland und Südafrika einen gemeinsamen Verband namens SANZAR und riefen die jährliche Tri-Nations-Serie (heute bekannt als The Rugby Championship) ins Leben, womit die traditionelle Praxis der Touren faktisch beendet wurde.

Der Daily Maverick berichtete im Februar 2024, dass zwischen der South African Rugby Union (SARU) und New Zealand Rugby (NZR) „fortgeschrittene Gespräche“ über eine mögliche Wiederaufnahme der traditionellen Touren zwischen Neuseeland und Südafrika stattfänden, wobei erste Gespräche bereits im August 2022 in Johannesburg vermittelt worden waren. The Australian berichtete 2026, dass „die Idee für die Tour bereits Ende 2021 entstand, aber erst als sich Vertreter von NZR und SARU im Jahr 2022 trafen, an Fahrt gewann.“

SABC Sport berichtete später im Mai 2024, dass die traditionellen Touren zwischen Neuseeland und Südafrika ab 2026 in einem vierjährigen Wechselzyklus wieder aufgenommen werden sollen, wobei die SARU und die NZR offenbar eine Grundsatzvereinbarung getroffen hatten. Es wurde außerdem berichtet, dass die beiden Verbände seit 2023 Gespräche über die Wiederaufnahme der historischen Touren geführt hätten, was vom SARU-Präsidenten Mark Alexander und dem NZR-Geschäftsführer Mark Robinson bestätigt wurde. Dem Bericht zufolge sollte Neuseeland 2026 zu einer Serie mit drei Test Matches nach Südafrika reisen, ergänzt durch fünf Spiele unter der Woche gegen die vier südafrikanischen Teams der United Rugby Championship sowie ein Spiel gegen Südafrika A. Im September 2024 meldete der Daily Maverick, dass „formelle Vereinbarungen“ zwischen der SARU und der NZR getroffen worden seien. Es würde sich um eine neuseeländische Tour mit acht Spielen in Südafrika handeln, darunter vier Test Matches, von denen eines an einem neutralen Austragungsort stattfinden sollte. Die Tour selbst wurde im Oktober 2025 offiziell bestätigt, und die Verantwortlichen gaben die genauen Details zu den Spielpaarungen sowie den Austragungsorten bekannt.

Spielplan Hintergrundfarbe grün = Sieg Hintergrundfarbe rot = Niederlage (Test Matches sind grau unterlegt; Ergebnisse aus der Sicht Neuseelands)

# Datum Gegner Stadion Ort Ergebnis 1 7. August 2026 Stormers Cape Town Stadium Kapstadt 38:21 2 11. August 2026 Sharks King’s Park Stadium Durban 54:0 3 15. August 2026 Bulls Loftus Versfeld Stadium Pretoria 50:19 4 22. August 2026 Ellis Park Stadium Johannesburg 33:16 5 25. August 2026 Lions Ellis Park Stadium Johannesburg 41:35 6 29. August 2026 Cape Town Stadium Kapstadt 26:33 7 5. September 2026 FNB Stadium Johannesburg 24:29 8 12. September 2026 M&T Bank Stadium Baltimore (USA) 28:43

Ergebnisse

Stormers – Neuseeland

Sharks – Neuseeland

Bulls – Neuseeland

Südafrika – Neuseeland (1. Test Match)

15 Damian Willemse 14 Cheslin Kolbe 13 Jesse Kriel 12 Damian de Allende 11 Kurt-Lee Arendse 10 Sacha Feinberg-Mngomezulu   9 Grant Williams 8 Jasper Wiese 7 Pieter-Steph du Toit 6 Paul de Villiers 5 Ruan Nortjé 4 Eben Etzebeth 3 Wilco Louw 2 Malcolm Marx 1 Ox Nché Auswechselspieler: 16 Jan-Hendrik Wessels 17 Gerhard Steenekamp 18 Zachary Porthen 19 Cobus Wiese 20 André Esterhuizen 21 Marco van Staden 22 Cobus Reinach 23 Manie Libbok Trainer: 15 Damian McKenzie 14 Will Jordan 13 Quinn Tupaea 12 Jordie Barrett 11 Josh Moorby 10 Ruben Love 9 Cam Roigard 8 Ardie Savea 7 Luke Jacobson 6 Tupou Vaaʻi 5 Fabian Holland 4 Josh Lord 3 Tyrel Lomax 2 Codie Taylor 1 Ethan de Groot Auswechselspieler: 16 Asafo Aumua 17 George Bower 18 Fletcher Newell 19 Simon Parker 20 Peter Lakai 21 Kyle Preston 22 Anton Lienert-Brown   23 Leroy Carter Trainer:

Bester Spieler: Will Jordan (Neuseeland)

Anmerkung: Damian de Allende bestritt sein 100. Test Match für Südafrika.

Lions – Neuseeland

Südafrika – Neuseeland (2. Test Match)

15 Damian Willemse 14 Cheslin Kolbe 13 Jesse Kriel 12 Damian de Allende 11 Ethan Hooker 10 Sacha Feinberg-Mngomezulu   9 Cobus Reinach 8 Jasper Wiese 7 Pieter-Steph du Toit 6 Siya Kolisi 5 Ruan Nortjé 4 Eben Etzebeth 3 Thomas du Toit 2 Deon Fourie 1 Gerhard Steenekamp Auswechselspieler: 16 Malcolm Marx 17 Ox Nché 18 Wilco Louw 19 Lood de Jager 20 André Esterhuizen 21 Cameron Hanekom 22 Morné van den Berg 23 Manie Libbok Trainer: 15 Damian McKenzie 14 Will Jordan 13 Quinn Tupaea 12 Jordie Barrett 11 Leroy Carter 10 Ruben Love 9 Cam Roigard 8 Ardie Savea 7 Luke Jacobson 6 Simon Parker 5 Tupou Vaaʻi 4 Fabian Holland 3 Tyrel Lomax 2 Codie Taylor 1 George Bower Auswechselspieler: 16 Asafo Aumua 17 Xavier Numia 18 Fletcher Newell 19 Patrick Tuipulotu 20 Peter Lakai 21 Kyle Preston 22 Anton Lienert-Brown   23 Josh Moorby Trainer:

Bester Spieler: Cheslin Kolbe (Südafrika)

Anmerkungen: Pieter-Steph du Toit bestritt sein 100. Test Match für Südafrika Ox Nché stand zum 50. Mal für Südafrika im Einsatz.

Südafrika – Neuseeland (3. Test Match)

15 Cheslin Kolbe 14 Kurt-Lee Arendse 13 Jesse Kriel 12 Damian de Allende 11 Ethan Hooker 10 Sacha Feinberg-Mngomezulu   9 Cobus Reinach 8 Jasper Wiese 7 Pieter-Steph du Toit 6 Siya Kolisi 5 Ruan Nortjé 4 Eben Etzebeth 3 Wilco Louw 2 Malcolm Marx 1 Gerhard Steenekamp Auswechselspieler: 16 Deon Fourie 17 Gerhard Steenekamp 18 Thomas du Toit 19 Lood de Jager 20 André Esterhuizen 21 Cameron Hanekom 22 Morné van den Berg 23 Manie Libbok Trainer: 15 Damian McKenzie 14 Will Jordan 13 Quinn Tupaea 12 Jordie Barrett 11 Leroy Carter 10 Ruben Love 9 Cam Roigard 8 Ardie Savea 7 Luke Jacobson 6 Peter Lakai 5 Sam Darry 4 Tupou Vaaʻi 3 Tyrel Lomax 2 Asafo Aumua 1 George Bower Auswechselspieler: 16 Samisoni Taukeiʻaho   17 Xavier Numia 18 Fletcher Newell 19 Fabian Holland 20 Wallace Sititi 21 Kyle Preston 22 Anton Lienert-Brown 23 Josh Moorby Trainer:

Bester Spieler: Ethan Hooker (Südafrika)

Anmerkung: Tupou Vaaʻi spielte zum 50. Mal für Neuseeland in einem Test Match

Südafrika – Neuseeland (4. Test Match)

15 Damian Willemse 14 Kurt-Lee Arendse 13 Jesse Kriel 12 Damian de Allende 11 Ethan Hooker 10 Sacha Feinberg-Mngomezulu   9 Morné van den Berg 8 Jasper Wiese 7 Pieter-Steph du Toit 6 Siya Kolisi 5 Ruan Nortjé 4 Eben Etzebeth 3 Wilco Louw 2 Malcolm Marx 1 Ox Nché Auswechselspieler: 16 Deon Fourie 17 Gerhard Steenekamp 18 Thomas du Toit 19 Lood de Jager 20 André Esterhuizen 21 Cameron Hanekom 22 Cobus Reinach 23 Manie Libbok Trainer: 15 Damian McKenzie 14 Will Jordan 13 Anton Lienert-Brown   12 Jordie Barrett 11 Josh Moorby 10 Richie Moʻunga 9 Cam Roigard 8 Peter Lakai 7 Ethan Blackadder 6 Tupou Vaaʻi 5 Sam Darry 4 Patrick Tuipulotu 3 Fletcher Newell 2 Codie Taylor 1 Ethan de Groot Auswechselspieler: 16 Asafo Aumua 17 Xavier Numia 18 Tyrel Lomax 19 Josh Lord 20 Wallace Sititi 21 Kyle Preston 22 Rieko Ioane 23 Beauden Barrett Trainer:

Bester Spieler: Ethan Hooker (Südafrika)

Anmerkung: Die 68.173 Zuschauer waren ein neuer Rekord für ein Test Match in den Vereinigten Staaten.

Weblinks Offizielle Website (englisch)

Einzelnachweise

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