Anton Kleehaas (* 7. Juni 1848 in Germersheim; † 6. September 1908 ebenda) war ein deutscher Goldarbeiter, Optiker und Bürgermeister sowie Mitglied der bayerischen Kammer der Abgeordneten.

Leben Anton Kleehaas entstammte einer alteingesessenen Germersheimer Familie und war der Sohn eines Hutmachers. Er besuchte die königliche Lateinschule in Germersheim und erlernte den Beruf des Goldschmieds. In der Ludwigstraße in Germersheim führte er ein Goldwarengeschäft und übte seinen Beruf so erfolgreich aus, dass er anlässlich des Geburtstages des Prinzregenten Luitpold von Bayern zum königlichen Hoflieferanten bestimmt wurde. Kleehaas engagierte sich in der Politik, trat der Zentrumspartei bei und war von 1903 bis zu seinem Tod Bürgermeister der Stadt Germersheim. In dieser Funktion leitete er die Geschicke der Stadt und war zugleich als Standesbeamter tätig. Als der Prinzregent am 6. September 1908 der Festung Germersheim einen Besuch abstattete und Kleehaas ihn am Bahnhof empfing, wurde dieser von einem Schlaganfall getroffen, an dessen Folgen er verstarb.

1905 erhielt er im Wahlkreis Kandel ein Mandat für die Kammer der Abgeordneten, die neben der Kammer der Reichsräte der Krone Bayerns den Bayerischen Landtag bildete. Im Parlament warb er für die Schaffung eines Industriehafens zur Förderung der wirtschaftlichen Entwicklung, denn er erkannte Wirkung und Folgen der Rayonbestimmungen.

Auszeichnungen Königlicher Hoflieferant

Siehe auch Liste der Mitglieder des Bayerischen Landtages (Königreich, 19. Wahlperiode)

Weblinks

Einzelnachweise

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