Der TuSV CSC/Friesen Cottbus war ein deutscher Fußballverein aus Cottbus. Größter Erfolg war die dreimalige Teilnahme an der damals erstklassigen Gauliga Berlin-Brandenburg.
Geschichte Auf der Generalversammlung am 27. März 1931 wurde die Fusion der beiden im Cottbuser Süden beheimateten Vereine Cottbuser SC 1896 und TV Friesen 1893 Cottbus zum Turn- und Sportverein C.S.C. Friesen Cottbus (CSC/Friesen Cottbus) beschlossen.Hans Szonn: 100 Jahre Niederlausitzer Fußball S. 36 Der Verein stand im Schatten anderer Cottbuser Fußballvereine und spielte überwiegend in der Zweitklassigkeit. 1930/31 nahm der CSC/Friesen Cottbus als Sieger der zweitklassigen Gauliga an den Aufstiegsspielen zur Bezirksliga Niederlausitz teil, konnte sich aber nicht durchsetzen.
Durch die 1933 erfolgte Zwangsfusion mit dem ebenfalls im Cottbuser Süden liegenden Cottbuser FV 1898 zum SV Cottbus-Süd erreichte der Verein einen Startplatz für die erstklassige Gauliga Berlin-Brandenburg 1933/34 und war auf Schlag der spielstärkste Verein in Cottbus. Mit nur acht Punkten stieg der Verein nach einer Spielzeit in die zweitklassige Fußball-Bezirksklasse Frankfurt (Oder)-Lausitz ab. Die Fusion wurde rückgängig gemacht, doch anders als vor 1933 behielt Friesen Cottbus die Spielstärke bei während sich Fusionspartner Cottbuser FV 98 oft im unteren Tabellenteil der Zweitklassigkeit wiederfand. 1934/35 und 1935/36 gewann Friesen die Staffelmeisterschaft der Bezirksklasse, scheiterte jedoch in beiden Jahren in der Aufstiegsrunde zur Gauliga. 1936/37 gewann der CSC/Friesen zum dritten Mal hintereinander die Staffelmeisterschaft Lausitz-Ost, die anschließende Aufstiegsrunde zur Gauliga Berlin-Brandenburg 1937/38 konnte erfolgreich als Erstplatzierter absolviert werden, so dass Cottbus erneut in die Erstklassigkeit aufstieg. 1937/38 konnte die damals höchste deutsche Spielklasse noch vor dem Brandenburger SC und dem SV Nowawes gehalten werden, eine Saison später stiegen die Lausitzer als Tabellenletzter erneut ab. Eine vorgeschlagene Fusion 1938 mit dem TV 1861 Cottbus scheiterte am Mehrheitswillen der Mitglieder.
Mit Beginn des Zweiten Weltkriegs spielte der Verein weiter in der nun 1. Klasse Lausitz genannten zweitklassigen Fußball-Bezirksklasse Frankfurt (Oder)-Lausitz und konnte diese 1941/42 gewinnen, scheiterte jedoch in der Aufstiegsrunde und verpasste die Rückkehr in die Erstklassigkeit. Bis zum Spielabbruch nach der Saison 1943/44 verblieb CSC/Friesen in dieser Spielklasse.
1945 wurde der CSC/Friesen aufgelöst, eine Neugründung als SG Cottbus-Süd in Tradition des CSC/Friesen, des Cottbuser FV 98 und des TV 1861 Cottbus wurde durch Beschlüsse der Stadtverordnetenversammlung vom 24. Dezember 1946 und 12. August 1947 mit der Begründung auf den Tatbestand eines "früheren reaktionären, bürgerlichen Vereins" abgelehnt.Hans Szonn: 100 Jahre Niederlausitzer Fußball S. 104 Nach Gründung der Reichsbahn-SG Cottbus am 4. Dezember 1948 wurde der zerstörte Sportplatz von CSC/Friesen von Kriegsschäden befreit und diente ab August 1949 diesem Verein als Heimstätte.Hans Szonn: 100 Jahre Niederlausitzer Fußball S. 110
Erfolge Teilnahme Gauliga Berlin-Brandenburg: 1933/34 (SV Cottbus-Süd), 1937/38, 1938/39
Literatur Hardy Grüne: CSC/Friesen In: Enzyklopädie des deutschen Ligafußballs. Band 7: Vereinslexikon. AGON Sportverlag, Kassel 2001, ISBN 3-89784-147-9, S. 110.
Einzelnachweise
Kategorie:Ehemaliger Fußballverein aus Cottbus Kategorie:Gegründet 1931 Kategorie:Aufgelöst 1945