Das Rittergut Oppershausen, Dorfstraße 38, in der niedersächsischen Gemeinde Wienhausen, Ortsteil Oppershausen, im Landkreis Celle, stammt aus dem 16. bis 20. Jahrhundert. Aktuell (2026) wird es zum Wohnen und gewerblich sowie für Veranstaltungen genutzt.
Die Gebäude stehen unter Denkmalschutz (siehe auch Liste der Baudenkmale in Wienhausen).Beschreibung/Bilder im Denkmalatlas Niedersachsen
Geschichte und Beschreibung Der Ort war als Osberneshusen seit dem 13. Jh. Stammsitz der Herren von Oppershausen, die seit dem Welfen-Herzog Otto dem Kinde im neu gegründeten Herzogtum Braunschweig-Lüneburg zur Burgmannschaft in Celle gehörten. Später standen sie im Dienste der Herzöge. Auf dem als Sattelhof verzeichneten Gutshof bestand ehemals eine Wasserburg. 1327 gab es einen Vergleich mit dem Kloster Wienhausen um die Fischereirechte in der Aller. 1651 starb das Geschlecht mit dem Land- und Schatzrat Wilhelm von Oppershausenaus aus, das Gut kam an die Herren von der Wense. 1903 wurde es vom Schlosshauptmann Axel von Engelbrechten erworben. Um 1976 verkaufte sein Enkel die Ländereien des Gutes an die Landwirte des Dorfes und einige Jahre später das Herrenhaus, mit den Nebengebäuden, an die Familie von Bothmer, welche die Sanierung des Vorwerks veranlassten. Mit einem Herrenhaus, einem vorgelagerten Wirtschaftshof sowie einem herrschaftlich gestalteten Park besitzt das Gut umfangreiche gestalterische Werte des 16. bis 20. Jh.
Die Gutshofanlage besteht aus dem eingeschossigen L-förmigen Herrenhaus' von ab 1601 auf dem Areal des Wasserschlosses, mit Ost- (17. Jh.). Mittel- (19. Jh.) und Westflügel (19. Jh.), in Fachwerk mit geschlämmten Steinausfachungen, einfach auskragend auf Konsolen und Füllhölzern, mit Mansarddach vom 17. Jh., westlich mit einer Utlucht und darüberliegendem Dachhaus in vertikaler Leistenverschalung, sowie westlicher der eingeschossige winkelförmige Erweiterungsbau in Fachwerk, mit geschlämmten Steinausfachungen, mit Mansarddach, Mittelrisalit und Dachhaus mit Frontispiz (19. Jh.), nach Osten der Verandaanbau als Bruchsteinsubstruktion mit Satteldach und nach Westen eine Fachwerkmauer mit geschlämmten Backsteinausfachungen, eingelassener hölzerner Spolie des 16. Jh., einem zweiflügeligem Tor darüber mit Monogramm, mit dem Kutscherhaus verbunden ein Ehrenhof; erweitert 1925 (Inschrift),Beschreibung/Bilder im Denkmalatlas Niedersachsen dem eingeschossigen giebelständigen Wohn- und Wirtschaftsgebäude (Vorwerk), auf Ziegel- und Werksteinsockel, als Zweiständer-Hallenhaus von 1565 (Inschrift), mit ziegelgedeckten Satteldach, mit nordseitigen Wirtschaftsgiebel mit der leicht außermittigen Grooten Door mit Korbbogen und Schauer, Giebelfeld über geschnitzten Gebälk vorkragend und mit profilierten Knaggen und Laubstab-Fries im Schwellbalken. Giebelfeld mit Fußwinkelhölzern und vertikaler Holzbohlenverkleidung im oberen Bereich, Steinusfachungen teils in Ziersetzung, südliche Traufseite des Wirtschaftsteils mit Backsteinmauerwerk unterfangen und mit zahlreichen Stalltüren, Wohnteil mit verputzten Gefachen, Giebelfeld über Profilknaggen vorkragend und vollflächig vertikal verbrettert, Gebäude im 19. Jh. modernisiertBeschreibung/Bilder im Denkmalatlas Niedersachsen dem ehemals barocken Gutspark an der Aller aus dem 18. Jahrhundert, der im 19. Jahrhundert zu einem Landschaftspark umgestaltet in drei Zonen gegliederter wurde, mit historischen Skulpturen, einem Pavillon, Rasenflächen, Wiesen und Mischwäldern, sowie mit ca. 150 bis 250 Jahre alten Bäumen,Beschreibung/Bilder im Denkmalatlas NiedersachsenBeschreibung des Gutsparks bei der Niedersächsischen Gesellschaft zur Erhaltung historischer Gärten. der 'Kastanienallee am Eingangsbereich an der Dorfstraße, die an den ehemaligen Wirtschaftsgebäuden vorbei führt, direkt auf das Rondell vor dem Gutshaus, der eingeschossigen traufständigen Scheune von um 1900, auf Sockel, in Fachwerk mit verputzten Ausfachungen, sowie mit hohlpfannegedeckten Halbwalmdach, Giebelseiten mit achsenmittiger Längsdurchfahrt und Ladeluken, südlich ein Holzanbau mit abgeschleppten Pultdach,Beschreibung/Bilder im Denkmalatlas Niedersachsen dem eingeschossigen Speicher von um 1900, auf Backsteinsockel, in Fachwerk mit Steinausfachungen teils in Ziersetzung, mit ziegelgedeckten Satteldach, an der westlichen Traufseite Eingang mit Eselsrücken sowie ein kunstvoll verziertes Gebälk mit profilierten Knaggen, Zahnschnitt und Schiffskehlen, die Eckständer mit geschnitzten Hermen, vorkragendes Giebelfeld mit Fußwinkelhölzern, Lüftungsfenster und Vertikalbehang über Hahnenbalken; vermutlich der Nachbau eines Speichers des 17. Jh.,Beschreibung/Bilder im Denkmalatlas Niedersachsen dem eingeschossigen giebelständigen Pferdestall von um 1850 bis 1900, als Vierständer-Fachwerkbau mit Steinausfachungen und geschosshohen Streben, auf Natursteinsockel, mit hohlpfannengedeckten Satteldach, die oberen Gefache zusätzlich verputzt, nördlicher Wirtschaftsteil und südlicher Wohnteil,Beschreibung/Bilder im Denkmalatlas Niedersachsen dem eingeschossigen traufständigen hohen Schafstall von um 1850, auf Backsteinsockel, in Fachwerk mit Ausfachung in Stein und geschosshohen Streben,Beschreibung/Bilder im Denkmalatlas Niedersachsen der eingeschossigen giebelständigen langen Remise von um 1850, auf Backsteinsockel, mit ziegelgedecktem Halbwalmdach, zur Westtraufe die Quereinfahrten sowie ein Ladestock. Fachwerkgefüge mit geschosshohen Streben und einer geschlämmten AusfachungBeschreibung/Bilder im Denkmalatlas Niedersachsen dem eingeschossigen traufständigen Kutscherhaus von um um 1800 bis 1850 auf Sockel in Fachwerk mit geschlämmten Steinausfachungen und teils mit vertikaler Verbretterung, sowie mit hohlpfannengedeckten Halbwalmdach; diente bis zur Einführung der Kraftfahrzeuge diesem Zweck,Beschreibung/Bilder im Denkmalatlas Niedersachsen dem Monopteros von um 1910, auf einem einseitig als Grotte angelegten Hügel, als offener Tempel auf Steinplatten und acht hölzerne Säulen, mit dem achteckigen spitz zulaufenden Dach in Holzschindeldeckung,Beschreibung/Bilder im Denkmalatlas Niedersachsen sowie weiteren nicht denkmalgeschützten Anlagen.
Der Verein Vorwerk Gut Oppershausen betreut das Vorwerk mit diversen Veranstaltungen wie die Celler Sommerkonzerte.
Das niedersächsische Landesdenkmalamt befand u. a.: „… geschichtlichen Bedeutung im Rahmen der Landesgeschichte, … eine harmonisch-abgestimmte Architektur ….“
Weblinks Gut Oppershausen
Einzelnachweise
Kategorie:Baudenkmal in Wienhausen Wienhausen Wienhausen Wienhausen Wienhausen Wienhausen Wienhausen Wienhausen Kategorie:Erbaut in den 1560er Jahren Kategorie:Erbaut 1601 Kategorie:Erbaut im 19. Jahrhundert Kategorie:Erbaut im 20. Jahrhundert