Oda II. von Rietberg war von 1275 bis 1298 Äbtissin des Zisterzienserinnenklosters St. Aegidii in Münster.

Herkunft Sie war eine Tochter des Grafen Konrad I. von Rietberg und seiner Frau Oda zur Lippe. Sie war, folgt man Wilhelm Kohl, eine Nichte der früheren Äbtissin Ermgardis von Arnsberg von St. Aegidii.Wilhelm Kohl: Die Bistümer der Kirchenprovinz Köln. Das Bistum Münster 10. Das Zisterzienserinnen-, später Benediktinerinnenkloster St. Aegidii zu Münster. Germania Sacra, Dritte Folge 1, Berlin/New York 2009 S. 277 Zu ihren Brüdern gehörten Graf Friedrich I. von Rietberg, der Bischof von Osnabrück Konrad II. von Rietberg und der Bischof von Paderborn Otto von Rietberg.Wolfgang Leesch: Die Grafen von Rietberg aus den Häusern Arnsberg und Ostfriesland. In: Westfälische Zeitschrift 113 (1963) S. 302f.

Nonne und Äbtissin von St. Aegidii Oda gehörte seit spätestens den frühen 1260er Jahren dem Kloster St. Aegidii an. Nach Wolfgang Leesch trat sie im Jahr 1263 in das Kloster ein.Wolfgang Leesch: Die Grafen von Rietberg aus den Häusern Arnsberg und Ostfriesland. In: Westfälische Zeitschrift 113 (1963) S. 303 Ihr Vater übertrug ihr 1263/64 in Anwesenheit der Äbtissin Cunegundis von Herzebrock zur materiellen Ausstattung eine Hufe aus dem Besitz des Grevinckhofes im Kirchspiel Albersloh. Im Jahr 1276 verzichteten Odas Brüder Otto, Konrad, Simon und Friedrich ausdrücklich auf diese Hufe. Damit wurde der Besitz des Klosters an dem ursprünglich zu Odas Ausstattung übertragenen Gut zusätzlich abgesichert.Wilhelm Kohl: Die Bistümer der Kirchenprovinz Köln. Das Bistum Münster 10. Das Zisterzienserinnen-, später Benediktinerinnenkloster St. Aegidii zu Münster. Germania Sacra, Dritte Folge 1, Berlin/New York 2009 S. 210 Als Äbtissin wird Oda erstmals am 13. April 1275 urkundlich erwähnt. Weitere Nennungen erfolgten bis 1297/98. Da nach einem Beschluss des zisterziensischen Generalkapitels von 1251 eine Äbtissin bei ihrer Wahl mindestens 30 Jahre alt sein sollte, nimmt Wilhelm Kohl an, dass Oda bei ihrem Amtsantritt um 1275 annähernd dieses Alter erreicht hatte.Wilhelm Kohl: Die Bistümer der Kirchenprovinz Köln. Das Bistum Münster 10. Das Zisterzienserinnen-, später Benediktinerinnenkloster St. Aegidii zu Münster. Germania Sacra, Dritte Folge 1, Berlin/New York 2009 S. 104 Oda muss vor dem 21. Oktober 1314 verstorben sein. Noch 1325 wurde ihrer als früherer Äbtissin gedacht. Ihre Nachfolgerin Alheidis von Rietberg stiftete unter anderem ein Gedächtnis ihrer verstorbenen „matertera Oda“, also ihrer Tante, die zuvor Äbtissin von St. Aegidii gewesen war.Wilhelm Kohl: Die Bistümer der Kirchenprovinz Köln. Das Bistum Münster 10. Das Zisterzienserinnen-, später Benediktinerinnenkloster St. Aegidii zu Münster. Germania Sacra, Dritte Folge 1, Berlin/New York 2009 S. 278

Einzelnachweise

Literatur Wilhelm Kohl: Die Bistümer der Kirchenprovinz Köln. Das Bistum Münster 10. Das Zisterzienserinnen-, später Benediktinerinnenkloster St. Aegidii zu Münster. Germania Sacra, Dritte Folge 1, Berlin/New York 2009 S. 277f.

Kategorie:Äbtissin Kategorie:Zisterzienserin Kategorie:Familienmitglied des Adelsgeschlechts Cuyk (Linie Rietberg) Kategorie:Person des Christentums (Münster) Kategorie:Geboren im 13. Jahrhundert Kategorie:Gestorben im 14. Jahrhundert Kategorie:Frau