Michael Yama (* 14. November 1943 in Honolulu, Hawaii; † 30. Juli 2020 in California City, Kalifornien) war ein US-amerikanischer Schauspieler und Synchronsprecher japanischer Abstammung. Wenige Quellen nennen als Geburtsjahr unbestätigt auch 1945.

Leben Yama wurde als Isaac Aisaku Fukuda in Honolulu im US-Bundesstaates Hawaii geboren, wo er die Kindheit verbrachte und die Kaahumanu School besuchte, wo er das erste Mal mit Schauspiel in Berührung kam. Als er zwölf Jahre alt war, zog seine Familie nach Nordkalifornien, wo er an der High School das Fach Darstellendes Spiel belegte. Zu dieser Zeit wurde die Unterhaltungsshow Old American Bandstand mit Dick Clark zu einem landesweiten Erfolg; San Francisco hatte seine eigene Version namens San Francisco Dance Party mit festen Stammtänzern. Yama bewarb sich, wie 5000 weitere Jugendliche, und wurde ausgewählt.

Nach dem erfolgreichen Abschluss in Wirtschaftspädagogik an der San José State University (SJSU) wurde Yama während des Vietnamkriegs in die United States Army eingezogen. Nach dem Ende seiner Dienstzeit, unter anderem in Ford Ord, zog er nach Los Angeles, um seine Schauspielkarriere weiter zu verfolgen.

Erste Auftritte vor der Kamera hatte er 1977 im Fernsehfilm A Love Affair: The Eleanor and Lou Gehrig Story und in der Fernsehserie Pazifikgeschwader 214. Yama hatte auch regelmäßig Auftritte in Filmen, darunter Zoff in Beverly Hills, Indiana Jones und der Tempel des Todes und Klick. In der Seifenoper General Hospital spielte er Kimo und in der Fernsehserie Hotel die Rolle des Kei. Er war auch in Serien wie Akte X – Die unheimlichen Fälle des FBI, Just Shoot Me – Redaktion durchgeknipst, Superman – Die Abenteuer von Lois & Clark und Betty White’s Off Their Rockers (auch: Betty White’s Senior Prank Club) zu sehen.

Yama arbeitete auch als Voice Actor und lieh seine Stimme Figuren in Animations- und Zeichentrickserien sowie Computerspielen. So war er die Stimme von Torpedo in der Zeichentrickserie G.I. Joe. Er sprach außerdem Rollen in Serien wie Spawn, Avatar und Rocket Power und war als die Stimme des „Ancient One“ im Animationsfilm Dr. Strange and the Sorcerer Supreme zu hören. Darüber hinaus war er in zahlreichen Fernsehwerbespots zu sehen und machte Radiowerbung.

Im deutschen Sprachraum wurde Yama unter anderem von Peter Bertram, Victor Deiß, Freimut Götsch, Elmar Gutmann, Uwe Jellinek, Klaus Kessler, Henry König, Reinhard Kuhnert, Tobias Lelle, Tonio von der Meden, Hartmut Neugebauer, Fumio Okura, Harald Pages, Gerald Paradies, Erich Räuker, Willi Röbke, Willy Schäfer, Martin Schmitz, Georg Tryphon, Marlin Wick, Hans-Jürgen Wolf und Fang Yu synchronisiert.

Neben seiner Arbeit vor und hinter der Kamera trat Yama über 38 Jahre lang in Theaterproduktionen auf, unter anderem im Großraum von Los Angeles. Zu ausgewählten Produktionen gehörten Shoe Story am Theatre of Note, Bronzeville der Robey Theatre Company, Gumsimao von Playwright’s Arena am LATC, Climbing Everest am Colony Theatre und The Nisei Widows’ Club der East West Players. Er unterrichte in seinen späteren Jahren zudem Buchhaltung am Los Angeles Valley College.

Yama, der Mitglied der Schauspielergewerkschaft SAG-AFTRA war, starb im Alter von 76 Jahren an den Folgen einer Krebserkrankung. Seit Privatleben hielt er zu Lebzeiten von der Öffentlichkeit fern.

Filmografie (Auswahl) Filme

Fernsehserien

Computerspiele 2003: Tenchu: Wrath of Heaven 2003: Command & Conquer: Generäle – Die Stunde Null 2004: Tenchu san: Kaiki no shô 2004: Vampire: The Masquerade – Bloodlines 2005: True Crime: New York City 2006: Dead Rising 2008: Saints Row 2

Theater (Auswahl) Bronzeville (Robey Theatre Company) Climbing Everest (Colony Theatre) Gumsimao (Playwright’s Arena / LATC) Shoe Story (Theatre of Note) The Nisei Widows’ Club (East West Players)

Weblinks

Einzelnachweise

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