Die Mountainbike-Marathon-Weltmeisterschaften 2026 fanden am 12. und 13. September des Jahres in der Talschaft Primör im Trentino statt.

Ablauf

Die Weltmeisterschaften wurden vom Kongress des Radsport-Weltverbands UCI im September 2022 an Primiero vergeben. Anfang 2026 gab die UCI bekannt, dass erstmals bei dieser Disziplin die Wettkämpfe der Elite gemeinsam mit denen der Masters stattfinden sollten. Für Letztere hatte bis 2023 eine separate WM-Veranstaltung gegeben. In der Elite nahmen 111 Fahrer und 61 Fahrerinnen aus insgesamt 34 Ländern teil.

In der Elite fuhren Männer und Frauen am 12. September dieselbe 95 km lange Strecke mit 4.000 Höhenmetern. Start und Ziel befanden sich in Fiera di Primiero, dem Zentrum der Talschaft und Sitz der Gemeinde Primiero San Martino di Castrozza. Die ersten 10 km führten stetig bergauf, bis sich die Fahrer auf etwa 1600 m Meereshöhe in der östlichen Talflanke oberhalb des Flusses Cismon befanden. Etwa auf dieser Höhe verbleibend erreichten sie den Bergort San Martino di Castrozza unterhalb des Passo Rolle und fuhren an der westlichen Flanke des Tals nach Süden, wo sie über Imer und Mezzano wieder den Ausgangspunkt erreichten. Es schloss sich eine zweite, rund 30 km lange Schleife an, die mit einem 700 Höhenmeter umfassenden Anstieg begann und nochmals nördlich ins Tal des Cismon und zurück nach Fiera führte. Die Masters fuhren am folgenden Tag eine etwas verkürzte Strecke.

Männer

Andreas Seewald setzte sich gegen Ende der ersten Rennhälfte aus der Spitzengruppe ab und hatte bereits bei der Zwischenzeit nach 67 km in Fiera einen Vorsprung von mehreren Minuten, den er sicher ins Ziel brachte. Er wurde somit nach 2021 zum zweiten Mal Weltmeister. Hinter ihm folgte eine Gruppe von vier italienischen Fahrern, die sich durch ihre Zusammenarbeit der übrigen Verfolger entledigt hatten, darunter Titelverteidiger Keegan Swenson. De Cosmo und Dorigoni kamen gemeinsam jubelnd ins Ziel und machten sich die Medaillen nicht streitig. Von den übrigen Favoriten, die zuvor den Weltcup dominiert hatten, kam David Valero nach einer frühen Panne nie an die Spitze des Rennens und wurde Elfter, während Wout Alleman aufgab. In technischer Hinsicht erregte Seewalds Erfolg Aufsehen, da er ihn mit einem relativ neuartigen 32-Zoll-Rad erzielte.

Platz Name Zeit (h) 1 4:33:47 2 + 3:11 3 + 3:12 4 + 3:55 5 + 4:40 6 + 6:10 7 + 7:22 8 + 7:43 9 + 9:21 10 + 9:43

Frauen

Anna Weinbeer galt nach einer dominanten Saison als Favoritin und fuhr fast das gesamte Rennen allein an der Spitze. An der Zwischenzeit nach 67 km in Fiera hatte sie zwei Minuten Vorsprung auf Claudia Peretti und die dreimalige Titelträgerin Mona Mitterwallner, die am folgenden Anstieg zurückfiel, auch bedingt durch technische Probleme. Die Reihenfolge dieser drei Fahrerinnen änderte sich bis ins Ziel nicht mehr.

Platz Name Zeit (h) 1 5:30:54 2 + 3:53 3 + 8:19 4 + 10:34 5 + 11:56 6 + 14:08 7 + 21:29 8 + 28:51 9 + 30:12 10 + 31:33

Weblinks MTB-Marathon-WM 2026 bei der UCI Website der Veranstaltung Ergebnisse auf MTBdata.com

Einzelnachweise

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