mini|alt=Porträtfoto schwarz-weiß|Lucien Hubert, 1929 Lucien Hubert (geboren am 27. August 1868 in Le Chesne; gestorben am 18. Mai 1938 in Charleville-Mézières) war ein französischer Schriftsteller und Politiker der Dritten Republik.

Leben Joseph Antoine Lucien Hubert war der Sohn von Nicolas Théodore Hubert und Alexandrine Virginie Carpentier. Er absolvierte sein Studium in Paris an der École coloniale. 1900 heiratete er Berthe Constance Honorine Delbeck.

Hubert verkehrte in literarischen Zirkeln, trat als Chansonnier in Lokalen auf und arbeitete zeitweilig als Journalist. Als Autor veröffentlichte er zunächst Gedichte und kurze Prosatexte sowie Sachbücher zur Kolonialgeschichte. Später, als Politiker, verlagerte sich sein Schwerpunkt auf politische Analysen.

mini|alt=Knapp 20 Personen nebeneinander in Mänteln, Braunton, Hubert vermutlich 6. von rechts (zu erkennen am Spitzbart)|Kabinett Tardieu I, Januar 1930 1897 wurde er im Département Ardennes zum Abgeordneten gewählt. Der Kammer gehörte er bis 1912 an. Danach wechselte er in den Senat, dessen Mitglied er bis kurz vor seinem Tod war. Hubert war Mitglied der Parti républicain, radical et radical-socialiste. Im Parlament war er Teil der Fraktion der Gauche radicaleBeide Organisationen gehörten trotz ihres Namens der politischen Mitte an.

Während des Ersten Weltkriegs arbeitete er als Militärkontrolleur für Artillerie und Munition. Während er vor dem Krieg als Spezialist für Kolonialfragen galt, stand danach der Wiederaufbau der völlig zerstörten Ardennenregion in seinem Fokus. Von Ende 1929 bis Anfang 1930 war er Justizminister im ersten Kabinett von André Tardieu und gleichzeitig dessen Vertreter als Premierminister (formell: Vice-président du conseil).

Lucien Hubert wurde als Ritter der Ehrenlegion ausgezeichnet.

Werke (Auswahl) Heures folles, Gedichte, Léon Vanier, 1888 Conte pour un petit roi, Prosa, Léon Vanier, 1892 La question coloniale, Lefebvre, 1893 Tombouctou, son histoire, sa conquête, Grande imprimiere parisienne, 1894 Politique africaine: Maroc, Afrique occidentale, Algérie, Tchad, l’effort étranger, Éditions Dujarric, 1904 L’Allemagne peut payer: tableau général de la richesse allemande présenté par la Dresdner Bank, Berlin le 1er janvier 1913, Grasset, 1919 La renaissance d’un département dévasté, Boivin, undatiert (verm. 1924)

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Anmerkungen

Einzelnachweise

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