Das Internationales Filmfestival Cinekambiya (engl. Cinekambiya International Film Festival, CIFF) ist ein jährliches Filmfestival in Gambia. Es wurde 2015 von Prince Bubacarr Aminata Sankanu gegründet und hat seither fünf Ausgaben erlebt. Unterstützt wird es von der deutschen Kulturorganisation FilmInitiativ Köln e.V.
Geschichte Das Cinekambiya International Film Festival wurde 2015 als Festival für Filme in indigenen Sprachen gegründet, die bei westlichen Mainstream-Festivals oft keine Berücksichtigung finden. Da sich viele afrikanische Filmschaffende die Reise zu Festivals auf anderen Kontinenten nicht leisten können, wurde das CIFF ins Leben gerufen, um ihnen eine Alternative zu bieten, ihre Werke einem heimischen und internationalen Publikum zu präsentieren. Organisiert wird das Festival von Sanxaari, der Produktionsfirma von Prince Bubacarr Aminata Sankanu.
Die erste Ausgabe des Festivals fand vom 26. Dezember 2015 bis zum 3. Januar 2016 statt. Schirmherrin dieser Auftaktveranstaltung war Isatou Touray; das Leitthema lautete „Afrikanisches Kino und die Bewertung von Geschlechterrollen“ (African Cinema and Gender Valuation). Veranstaltungsort war der Global Hands Development Hub in Manduar (West Coast Region). Im Anschluss an diese Ausgabe sicherte FilmInitiativ Köln – eine deutsche Kulturorganisation mit Schwerpunkt auf afrikanischem Kino – ihre Unterstützung für künftige Festivalausgaben zu.
Die zweite Ausgabe des Festivals stand unter dem Motto „Der Jugendfaktor“ (The Youth Factor) und bildete zugleich den Auftakt für die Verleihung der Pan African Screen Awards (PASA). Sie fand vom 20. bis zum 26. Mai 2016 statt. Die dritte Ausgabe des Festivals trug das Thema „Film und das Recht auf Wahrheit im Rahmen der Übergangsjustiz“ (Film and the Rights to Truth in Transitional Justice) und wurde vom 25. bis zum 30. Dezember 2017 abgehalten. Eröffnet wurde die dritte Ausgabe mit der Vorführung von Sankanus Produktion Bleeding Blade. Während des Festivals wurden mehr als 20 in Gambia produzierte Filme sowie Produktionen aus Togo, Deutschland und dem Irak gezeigt.
Ausgaben + Ausgabe Datum Thema Anmerkungen Erste 26. Dezember 2015 bis 3. Januar 2016 Afrikanisches Kino und die Bewertung von Geschlechterrollen Isatou Touray als Schirmherrin. Zweite 20. Mai 2016 bis 26. Mai 2016 Der Jugendfaktor Verbunden mit den Pan African Screen Awards. Dritte 25. Dezember 2017 bis 30. Dezember 2017 Film und das Recht auf Wahrheit im Rahmen der Übergangsjustiz Premiere von Bleeding Blade. Vierte 25. Februar 2019 bis 28. Februar 2019 Film und Gambias nationaler Entwicklungsplan 2019–2021 Fünfte 6. Dezember 2024 bis 14. Dezember 2024 Die Förderung der künstlerischen Freiheit unter der Regierung Barrow seit 2017
Der Name „Cinekambiya“ Der Filmemacher Prince Bubacarr Aminata Sankanu hat den Begriff im Jahr 2014 erfunden. „Cine“ steht für die Filmkunst. „Kambiya“ leitet sich von „Kambiya Bolongho“ ab, dem traditionellen Mandinka-Namen für das Land am Fluss Gambia. Die nationale Identität des afrikanischen Landes soll gestärkt und eine eigene Filmkultur gefördert werden.
Der Name ist bei der National Centre for Arts and Culture (NCAC) registriert und geniest gambisches Markenrecht. Der Name soll eine Analogie zu Hollywood, Bollywood, Nollywood und Gollywood darstellen.
Pan African Screen Awards Die Pan African Screen Awards (PASA) wurden 2008 von Sankanu ins Leben gerufen; die Preisverleihung fand erstmals im Rahmen des „Out of Africa Film Festival“ in Deutschland statt. Der in Frankreich lebende nigerianische Regisseur Newton Aduaka gewann den Hauptpreis für seinen Film Ezra (2007), der den Bürgerkrieg in Sierra Leone thematisiert. Im Jahr 2016 wurden die Awards – bedingt durch Sankanus Engagement bei beiden Veranstaltungen – an das CIFF angegliedert. 2016 umfassten die PASA 17 Kategorien.
Diese waren: Bester Schauspieler Beste Schauspielerin Bester Komiker (Bühne und Film) Beste Regie Beste Kameraführung Bestes Drehbuch / Bestes Theaterstück Bester Spielfilm Bester Dokumentarfilm Bestes Kreativteam Beste Dienstleistungen in Produktion/Postproduktion Beste institutionelle Kunstförderung Beste Kunstförderung (Einzelperson) Bestes Medium für Kunst, Kultur und Unterhaltung Bester Berichterstatter / Autor im Bereich Kunst, Kultur und Unterhaltung Bester Fernsehinhalt Bestes humanitäres Engagement einer Persönlichkeit des öffentlichen Lebens Preis für das Lebenswerk
Einzelnachweise
Kategorie:Filmfestival in Gambia Kategorie:Erstveranstaltung 2015