In der Liste der Kulturdenkmale in Rottweil-Gesamtanlage Stadtkern sind alle Bau- und Kunstdenkmale innerhalb der Gesamtanlage Stadtkern Rottweil verzeichnet, die im „Verzeichnis der unbeweglichen Bau- und Kunstdenkmale und der zu prüfenden Objekte“Landesamt für Denkmalpflege Baden-Württemberg - Verzeichnis der unbeweglichen Bau- und Kunstdenkmale und der zu prüfenden Objekte; Regierungsbezirk Freiburg, Landkreis Rottweil, Gemeinde Rottweil des Landesamts für Denkmalpflege Baden-Württemberg verzeichnet sind.

Diese Liste ist nicht rechtsverbindlich. Eine rechtsverbindliche Auskunft ist lediglich auf Anfrage bei der Unteren Denkmalschutzbehörde des Landkreises Rottweil erhältlich.Diese Liste entspricht möglicherweise nicht dem aktuellen Stand der offiziellen Denkmalliste. Diese kann über die zuständigen Behörden eingesehen werden. Daher garantiert das Vorhandensein oder Fehlen eines Bauwerks oder Ensembles in dieser Liste nicht, dass es zum gegenwärtigen Zeitpunkt ein eingetragenes Denkmal ist oder nicht. Eine verbindliche Auskunft erteilt das Landesamt für Denkmalpflege Baden-Württemberg.

Allgemein

Gesamtanlage Stadtkern Rottweil Rottweil gliedert sich in drei heute miteinander verbundene, topographisch und stadtbaugeschichtlich differenzierte Teilbereiche. Auf der östlichen Seite des Neckars, auf einem Sporn zwischen Prim und Neckar, liegt ein Areal mit dem Namen „Altstadt“. Hier befanden sich seit dem 1. Jahrhundert mehrere Kastelle mit einem Garnisonsort, aus dem sich um 110/120 n. Chr. die römische Stadt (municipium) Arae Flaviae entwickelte. Diese „älteste Stadt Baden-Württembergs“ wurde am Ende des 3. Jahrhunderts verlassen. Bei der römischen Ruinenstätte kam es im Hochmittelalter zu einer ersten Siedlungskonzentration um die St.-Pelagius-Kirche. Gegen Ende des 11. Jahrhunderts wurde Rottweil zu einem Vorort des Herzogtums Schwaben. Westlich des Neckars entstand im Bereich des Königshofs und der Nikolauskapelle eine stadtartige Siedlung, die mit einem Wall umschlossen wurde, die 35 Hektar große sogenannte Mittelstadt. Im frühen 13. Jahrhundert gründete der schwäbische Herzog Friedrich V. von Staufen gut einen Kilometer nordwestlich auf einem Höhenrücken die heutige Kernstadt. Die Entwicklung zur freien Reichsstadt erfolgte im Spätmittelalter. Durch das Bündnis von 1463 mit der Eidgenossenschaft, das 1519 „auf ewig“ abgeschlossen wurde, erlangte Rottweil eine Sonderstellung. 1802 kam die Stadt an Württemberg. Die mittelalterliche Gründungsstadt ist von einer in großen Teilen erhaltenen Befestigungsanlage umschlossen. Das 12 Hektar große, nach Südosten abfallende Areal ist durch ein Hauptstraßenkreuz klar in vier Quartiere gegliedert. Diese sind durch Wirtschaftsgassen erschlossen, an denen sich Steinbauten traufständig und in geschlossenen Zeilen auf annähernd gleich großen Hofstätten reihen. Seit der Mitte des 13. Jahrhunderts entstanden Großbauten, die das Stadtbild bis heute prägen. Markant sind insbesondere kirchliche Bauten, wie das Heilig-Kreuz-Münster im nordwestlichen Stadtviertel (seit 1314 Pfarrkirche), die gegenüber der Nord-Süd-Achse zurücktretende Kapellenkirche mit ihrer ab 1330 errichteten monumentalen Turmfront, sowie die 1286 geweihte Dominikanerkirche, deren Chor den nördlichen Raumabschluss dieser Achse bildet. Seit dem 14. Jahrhundert entstanden auch markante Profanbauten wie das Rathaus an der oberen Hauptstraße und Klosterhöfe. Im Spätmittelalter bildeten sich Vorstädte aus. Die Waldtor-Vorstadt im Westen, zwischen Schwarzem Tor und Hochturm, wurde in die Befestigung der Kernstadt einbezogen. Die Vorstadt in der Au östlich des Neckars war durch mehrere Mühlen gewerblich geprägt. Durch archäologische und bauhistorische Untersuchungen konnte an zahlreichen Bürgerhäusern gezeigt werden, dass Umbauten der Frühneuzeit in großem Umfang mittelalterliche Kernbauten mit einbezogen. Im 19. Jahrhundert hat sich das Siedlungsbild Rottweils durch den teilweisen Abbruch der Wehranlagen, insbesondere von mehreren Tortürmen verändert, in der Kernstadt ist aber historische Bausubstanz in bemerkenswertem Umfang erhalten geblieben.

Siehe auch Hauptliste: Liste der Kulturdenkmale in Rottweil

Literatur

Anmerkungen

Einzelnachweise

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