Patrick Rampelotto (* 1978 in Sterzing) ist ein italienischer Designer, Unternehmer und DJ, der in Wien lebt und arbeitet.
Leben
Rampelotto studierte zunächst Rechtswissenschaften an der Leopold-Franzens-Universität in Innsbruck und wechselte 1999 an die Universität für angewandte Kunst Wien, wo er Industrial Design bei Bořek Šípek studierte. Nach seinem Diplom bei Ross Lovegrove arbeitete er beim Wiener Designstudio EOOS. Seit 2009 ist Rampelotto als selbstständiger Designer tätig. Arbeiten von ihm befinden sich unter anderem im Hofmobiliendepot, im Wien Museum, im Museum für Gestaltung in Zürich und im Museum für angewandte Kunst in Wien.
2012 widmete das Museum für angewandte Kunst Wien Rampelotto die Einzelausstellung „Adventures in Foam“. In der Ausstellung experimentierte er mit Polypropylenschaum und untersuchte neue Formen und Strategien im Produktdesign.
2016 gründete Rampelotto gemeinsam mit weiteren Designern das Wiener Design- und Ausstellungsprojekt „Spazio Pulpo“, das sich experimentellem Design widmete.
2022 gründete Rampelotto das Unternehmen PolyOkay, das nachhaltige Bauprodukte aus recyceltem Kunststoff entwickelt.
DJ
Neben seiner Tätigkeit als Designer und Unternehmer ist Rampelotto als DJ aktiv. Er ist Co-Direktor des Wiener Veranstaltungsprojekts „Zirkus Maximus“. Zu seinen dokumentierten Auftritten zählen unter anderem der Golden Pudel Club in Hamburg, das King Georg in Köln und der Salon des Amateurs in Düsseldorf. Rampelotto trat auch beim Wiener Life Ball 2019 auf, der letzten Ausgabe der Veranstaltung.
Ausgewählte Ausstellungen Einzelausstellungen
2010: „Massgeschneidert“, Magazin Gallery, Wien 2010: „Messe“, Salone Satellite, Mailand 2011: „copy or inspiration“, Jiaotong-Universität, Chengdu, China 2012: „Adventures in Foam“, Museum für Angewandte Kunst (MAK), Wien 2012: „Post-Partout“, Edition Photo, Wien 2013: „Wien 1900“, Museum für Angewandte Kunst (MAK), Wien 2013: „exaltica“, madero collectors room, Salzburg, Österreich 2013: „bricoleur“, Vienna Design Week 2015: „Kosmos“, Rado Store, Wien 2015: „brutiful“, Galerie Rauminhalt, Wien 2015: „dejá vu“, Galerie Joseph, Paris 2016: „Goldrausch“, Galerie Blazek, Design Week Graz, Österreich 2016: „Club Argonaut“, Design Week, Istanbul, Türkei 2017: „VAPORWARE – Nostalgie der Zukunft“, Galerie Rauminhalt, Wien 2017: „Křehký Mikulov 2017“, Mikulov, Tschechische Republik 2017: „Lapidarium – Arthouse Designblok Praha“, Prag, Tschechische Republik
Gruppenausstellungen 2014: „Salotto Trieste“, Triest, Italien 2014: „Austria–South Africa: In Discourse“, Kapstadt, Weltdesignhauptstadt 2014: „Design-Dialog Österreich–Südafrika“, Designforum, Wien 2014: „viennese postproduction“, Museum für Angewandte Kunst (MAK), Wien 2015: „Wienproducts“, Jarvits Center, New York, USA 2015: „keep heads talking“, wellwellwell Gallery, Wien 2015: „interio collection“, Vienna Design Week 2015: „wien products“, Maison & Objet, Paris 2015: „salon“, die ganz neue Gallery, Wien 2016: „MKG Kunst und Handwerk“, Museum für Kunst und Gewerbe, Hamburg 2016: „Viribus Unitis“, kaiserliche Möbelsammlung, Hofmobiliendepot, Wien 2016: „Gegen den Strich“, Spazio Pulpo, Wien 2016: „Objets Sculptures“, Galerie Mario Mauroner, Wien 2017: „design everyday – Design für den Gebrauch“, Vienna Design Week 2017: „#offline – Design for the (good old) Real World“, Spazio Pulpo, Wien 2017: „Design District – Patrick Rampelotto & Esther Stocker“, Haus am Schillerplatz, Wien 2017: „Esther Stocker im Dialog mit Breadedescalope, Chmara.Rosinke, Patrick Rampelotto und Klemens Schillinger“, Galerie Mario Mauroner, Wien 2017: „Zeitlo(o)s – Junges Design im Kontext“, Museum für Angewandte Kunst (MAK), Wien 2017: „Aesthetics of Change – 150 Jahre Museum für Angewandte Kunst“, Wien 2018: „mix it up baby“, Galerie Rauminhalt, Wien
Öffentliche Sammlungen 2005: Schatulle „Plic“, Dauersammlung des Museums für Angewandte Kunst (MAK), Wien 2009: Stuhl „Remis“, kaiserliche Möbelsammlung, Hofmobiliendepot, Wien 2010: Skulpturen „Marchese“ und „Grimaldi“, Dauersammlung des Museums für Angewandte Kunst (MAK), Wien 2010: Schatulle „Plic“, Designsammlung des Wien Museums 2012: Leuchte „Xenia“, Dauersammlung des Museums für Angewandte Kunst (MAK), Wien 2012: Schatulle „Plic“, Dauersammlung des Museums für Angewandte Kunst (MAK), Wien 2013: Hocker „Pilot“, kaiserliche Möbelsammlung, Hofmobiliendepot, Wien 2013: Hocker „Pilot“, Zürcher Hochschule der Künste 2013: Daybed „Josephine“, Dauersammlung des Museums für Angewandte Kunst (MAK), Wien 2014: Hocker „Pilot“, Dauersammlung des Museums für Angewandte Kunst (MAK), Wien
Auszeichnungen
2013: H.O.M.E.-Magazin-Preis „Best of the Best“ 2015: Nominierung für den Rado Design Prize 2017: Nominierung für den Justus-Brinkmann-Preis, Museum für Kunst und Gewerbe, Hamburg 2022: Big See Wood Design Award
Literatur
Laura Houseley: The independent design guide. Dt. Verl.-Anst., München 2009, ISBN 978-3-421-03759-6. Tulga Beyerle (Hrsg.): 2000–2010, Design in Wien. Metroverlag, Wien 2010, ISBN 978-3-99300-018-9. Harald Bichler (Hrsg.): Patrick Rampelotto – Brutiful. Verlagsbuchhandlung Brüder Hollinek, Purkersdorf 2015, ISBN 978-3-85119-360-2. David Keller, Maria Dillschnitter (Hrsg.): Zweckentfremdung: unsachgemäßer Gebrauch als kulturelle Praxis. Wilhelm Fink, Paderborn 2016, ISBN 978-3-7705-5891-9.
Weblinks
Patrick Rampelotto bei der Vienna Design Week Patrick Rampelotto in der Datenbank Basis Wien Patrick Rampelotto bei Rauminhalt MAK – Adventures in Foam Interview mit Patrick Rampelotto in Wohndesigners 5 x 5 Fragen - Die Presse Homepage
Einzelnachweise
Kategorie:Industriedesigner Kategorie:Bildender Künstler (Italien) Kategorie:Bildender Künstler (Wien) Kategorie:Italiener Kategorie:Geboren 1978 Kategorie:Mann