Przyborowo () ist ein amtlich nicht mehr offiziell genannter Ort in der polnischen Woiwodschaft Ermland-Masuren. Er gehört zur Gmina Małdyty im Powiat Ostródzki.
Geographische Lage Das einstige Hülsenhof bestand aus einem großen Hof.Dietrich Lange: Hülsenhof, in: Geographisches Ortsregister Ostpreußen (2005) Der kleine Ort wurde am 4. März 1841 gegründet, meldete doch die Regierung in Königsberg (Preußen) am gleichen Tage: Daß dem, in Folge der Regulierung der gutsherrlich-bäuerlichen Verhältnisse im Kreise Mohrungen aus den dem Grafen von Hülsen zugefallenen Rustikal-Grundstücken gebildeten neuen Vorwerk, welches zwischen Klein Arnsdorf und Figaiken belegen ist, auf den Antrag des Besitzers, der Name Hülsenhoff beigelegt worden ist, die bestehenden Kommunal- und polizeilichen Verhältnisse aber hierdurch nicht geändert werden, wird hierdurch bekannt gemacht.Amtsblatt der königlich preußischen Regierung zu Königsberg, Nr. 11, 1841, Verordnung Nr. 58, zitiert nach: Hülsenhof, in: Geschichtliches Orts-Verzeichnis
Das Vorwerk Hülsenhof war Teil des Gutsbezirks Groß Arnsdorf im ostpreußischen Kreis Mohrungen, Regierungsbezirk Königsberg.Geschichtliches Orts-Verzeichnis: Hülsenhof Sein Besitzer war im 19. Jahrhundert die Familie von Hülsen. Im Jahr 1874 wurde es mit dem Gut Groß Arnsdorf dem Amtsbezirk Arnsdorf zugeordnet.Rolf Jehke: Amtsbezirk Arnsdorf
Im Jahr 1885 waren in Hülsenhof 31 Einwohner registriert, im Jahr 1905 waren es 37.
Als am 15. März 1926 der Gutsbezirk Groß Arnsdorf in eine Landgemeinde umgewandelt wurde, wurde Hülsenhof Teil dieser neuen Gemeinde.
Aufgrund der 1945 in Kriegsfolge vorgenommenen Abtretung des gesamten südlichen Ostpreußen an Polen erhielt Hülsenhof die polnische Namensform „Przyborowo“. Heute ist der Ort ein nicht mehr offiziell genannter przysiołek wsi Jarnołtowo (= „Weiler des Dorfs Jarnóltowo“) innerhalb der Gmina Małdyty im Powiat Ostródzki, von 1975 bis 1998 der Woiwodschaft Olsztyn, seither der Woiwodschaft Ermland-Masuren zugehörig.
Religion Hülsenhof war bis 1945 in die evangelische Kirche Groß Arnsdorf im Superintendenturbezirk Saalfeld des Kirchenkreises Mohrungen innerhalb der Kirchenprovinz Ostpreußen der Kirche der Altpreußischen Union eingegliedert,Walther Hubatsch: Geschichte der evangelischen Kirche Ostpreußens, Band 3 Dokumente, Göttingen 1968, S. 467 außerdem in die römisch-katholische Pfarrei St. Joseph in der Kreisstadt Mohrungen im damaligen Bistum Ermland.
Heute gehört Przyborowo katholischerseits zur Christkönigkirche in Jarnołtowo im Dekanat Morąg im jetzigen Bistum Elbląg, evangelischerseits zur Kirchengemeinde in Morąg, einer Filialgemeinde von Ostróda in der Diözese Masuren der Evangelisch-Augsburgischen Kirche in Polen.
Verkehr Przyborowo liegt an einer Nebenstraße, die von Jarnołtowo über Jarnołtówko bis nach Gumniska Małe führt.
Die nächste Bahnstation ist Małdyty an der Bahnstrecke Olsztyn–Bogaczewo. Bis 2004 war Budwity resp. Bauditten eine weitere Bahnstation, die an der Bahnstrecke Małdyty–Malbork lag, seither aber nicht mehr befahren wird.
Einzelnachweise
Kategorie:Gegründet 1841 Kategorie:Ort der Woiwodschaft Ermland-Masuren Kategorie:Gmina Małdyty