Die 30. Separate Mechanisierte Brigade benannt nach Prinz Konstantin Ostroschski (Militäreinheit Nr. A0409; , 30 ОМБр, в/ч: A0409) ist eine Brigade des ukrainischen Heeres. Sie war einer der wenigen Verbände die 2014 bereit waren auf die russische Invasion zu reagieren und war an schweren Kämpften im Krieg im Donbass beteiligt.

Geschichte Die Division in der Sowjetunion und den 1990er Die heutige mechanisierte Brigade geht zurück auf die 30. „Garde-, Riwne der Rotbanner- und Suworow-Orden“ Panzerdivision der Sowjetarmee. Diese wurde am 1. September 1941 als 83. Kavalleriedivision gegründet und kämpfte im Zweiten Weltkrieg und in der Niederschlagung des ungarischen Volksaufstands. Im Frühjahr 1957 wurde sie nach Nowohrad-Wolynskyj verlegt, und im April des Jahres in die 30. Panzerdivision umstrukturiert.

Nach dem Zerfall der Sowjetunion schworen die Soldaten der Panzerdivision 1992 den Eid auf das ukrainische Volk.

Im Jahr 1993 wurde die 30. Division Teil des 8. Armeekorps und nahm 1998 an der Übung Herbst '98 teil. 1999 erhielt sie den Ehrentitel Nowohrad-Wolynskyj.

mini|200px|links|Die Brigade auf dem Übungsgelände Shiroky Lan Die Mechanisierte Brigade in der Ukraine bis 2014 Schließlich wurde die Division am 30. Juli 2004 in die 30. Mechanisierte Brigade umstrukturiert, mit dem vollständigen Namen; 30. Separate „Garde-, Riwne Nowohrad-Wolynskyj der Rotbanner und Suworow-Orden“ Mechanisierte Brigade.

Nach der Umstrukturierung wurde testhalber entschieden die Reihen der Brigade nur mit Vertrags- und Berufssoldaten zu füllen.

Während der Übungen in den Jahren 1998, 2005 und 2007 erwies sich der Verband als eine professionelle Einheit innerhalb der ukrainischen Streitkräfte.

Zwischen 2001 und 2010 waren Soldaten der Brigade an Friedenssicherungsmissionen im Iraq, im Lebanon, in der DRK und in Sierra Leone, als auch im Kosovo als Teil des Polnisch-Ukrainischen Bataillons, beteiligt.

Russisch-Ukrainischer Krieg

Nach Ausbruch des Krieges im Donbass und dem Überfall auf die Krim 2014 war die 30. Brigade eine der wenigen Verbände der ukrainischen Streitkräfte die Kampfbereit waren. Sie wurde unmittelbar an die Grenze zur besetzten Krim, bei Tschaplynka, entsendet, um zu verhindern, dass russische Truppen weiter in die südlichen Oblaste eindringen. Darauf wurde sie erst in die Arabat-Nehrung, dann nach Skadowsk, und dann Berdjansk geschickt.

Nachdem ein weiterer Vorstoß aus Richtung der Krim ausblieb, wurde die Brigade in die Ostukraine verlegt. Dort hatte die 30. Brigade ihre Feuertaufe, als das 2. Bataillon am 22. Mai in Kampfhandlungen bei Rubischne verwickelt war.

Im Juli startete das 1. Bataillon zusammen mit der 95. Luftlandesturmbrigade eine Offensive tief in das Gebiet der Separatisten. Das Ziel war es eine Landverbindung nach Russland zu blockieren und Einheiten, wie die 72. Brigade, zu entsetzen die bei der Anhöhe von Sawur-Mohyla eingekesselt waren. Am 28. Juli stießen sie auf die Anhöhe vor, nahmen sie laut eigenen Angaben ein und errichteten einen Korridor um die anderen Verbände zu versorgen.

Danach sicherten sie die Gebiete um Stepaniwka und Maryniwka an der Grenze zu Russland. Dort kamen die Soldaten der Brigade unter schweren Artilleriebeschuss aus russischem Staatsgebiet. In der Nacht vom 12. auf den 13. September wurde berichtet, dass sich 50 russische Panzer im Anmarsch auf Stepaniwka und Maryniwka befänden, und es wurde der Befehl gegeben sich zurückzuziehen. Bis zum Abzug wurden dutzende ukrainische Soldaten von russischem Feuer getötet und schwere Ausrüstung zerstört. Zudem wurde berichtet, dass es viele Desertationen von mobilisierten Soldaten gab.

Später, im Frühjahr 2015, Kämpfte der Verband in der Schlacht um Debalzewe.

Ab Juni 2016 war die Brigade aktiv um Wolnowacha, Krasnohoriwka, Marjinka und Kurachowe. Sie nahm ebenfalls an der Schlacht um den Switlodarsk-Bogen bei Switlodarsk teil.

Am 24. August 2018, zum Unabhängigkeitstag der Ukraine, erhielt die 30. Brigade den Ehrentitel benannt nach Prinz Konstantin Ostroschski von Präsident Petro Poroschenko. Seitdem trägt sie den vollständigen Namen 30. Separate Mechanisierte Brigade benannt nach Prinz Konstantin Ostroschski. Konstantin Iwanowitsch Ostroschski erkämpfte 1514 mit der Schlacht bei Orscha einen entscheidenden Sieg gegen das Großfürstentum Moskau.

mini|Tunguska-Flugabwehrpanzer bei Bachmut Vollinvasion 2022 Auch nach Russlands vollumfänglicher Invasion ab 2022 ist die 30. Brigade im ständigen Kampfeinsatz.

Kurz nach Beginn der Vollinvasion verübte die Brigade zusammen mit weiteren verbänden eine Serie von Schlägen gegen russische Stellungen in der damals besetzten Oblast Cherson. Unter anderem zerstörte sie im Mai ein Munitionsdepot bei Tschornobajiwka.

Zwischen dem 5. und 22. Mai wehrte die 30. Brigade eine Reihe von mechanisierten Angriffen über den Siwerskyj Donez ab. Während der Gefechte wurden 80 Fahrzeuge zerstört, und von den schätzungsweise 550 russischen Soldaten, die an der Operation beteiligt waren, gab es 485 Opfer. Die Schlacht gilt bis dahin als eine der verlustreichsten Einzelschlachten des Krieges. Diese Reihe von Anlandungsversuchen wurden als Schlacht um den Siwerskyj Donez bekannt.

Am 6. Mai 2022 verlieh Präsident Wolodymyr Selenskyj dem Verband die Ehrenauszeichnung Für Mut und Tapferkeit.

Im Herbst des Jahres war die 30. Brigade in der ukrainischen Gegenoffensive in der Oblast Cherson involviert. Sie war Teil des Vorstoßes in Richtung Isjum und erbeutete eine Vielzahl an russischer Ausrüstung und Fahrzeuge.

Ab Ende des Jahres war die Brigade aktiv in der Schlacht um Bachmut. Dort verblieb sie im Verlaufe des Jahres 2023. Während eines lokalen Gegenangriffs nahm sie das Dorf Orichowo-Wassyliwka ein.

Ende 2023 wurden Teile der Brigade in den Raum Kupjansk entsendet. In diesem Abschnitt unterstützte das Bataillon zwischen Dezember 2023 und Januar 2024 die 14. Mechanisierte Brigade bei der Abwehr mehrerer größerer russischer Angriffe auf das Dorf Synkiwka. In der ersten Hälfte des Jahres wehrte sie zusammen mit der 4. Panzerbrigade.

Die Brigade ist weiterhin aktiv im Russisch-Ukrainischen Krieg.

Struktur mini|Brigadesoldatin erhält eine Ehrung während der Zeremonie zum Tag der Verteidiger, 14. Oktober 2022 30. Mechanisierte Brigade Hauptquartier 25px 1. Mechanisiertes Bataillon 25px 2. Mechanisiertes Bataillon 25px 3. Mechanisiertes Bataillon 25px 1. Schützenbataillon 25px 2. Schützenbataillon 25px Motorisiertes Bataillon 25px Panzerbataillon 25px Bataillon Unbemannter Systeme Spasani 25px Artilleriegruppe Selbstfahrlafetten-Artilleriedivision 25px Flugabwehrdivision Pionierbataillon Fernmeldebataillon Logistikbataillon Instandhaltungsbataillon 25px Aufklärungskompanie Kompanie für elektronische Kampfführung CBRN-Abwehrkompanie 25px Sanitätskompanie

Kommandeure Oberst O. Rystjew (1991–1992) Generalmajor W. Bohulskyj (1992–1995) Oberst M. Kolisnitschenko (1995–1997) Generalmajor Mychajlo Kowal (1997–1999) Generalmajor Wiktor Myschakowskyj (1999–2002) Oberst Petro Lytwyn (2002–2005) Oberst Jurij Mykolenko (2005–2006) Oberst Ihor Dowhan (2006–2008) Oberst Oleksandr Nesterenko (2008–2014) Oberstleutnant Witalij Jakubow (2014–2015) Oberst Iwan Haras (2015–2020) Oberst Wolodymyr Silenko (2023–2025) Oberst Dmytro Dobusch (2025–2026) Oberstleutnant Jewhen Kotscherwej (seit 2026)

Siehe auch 24. Mechanisierte Brigade 28. Mechanisierte Brigade 31. Mechanisierte Brigade

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Einzelnachweise

Kategorie:Brigade (Ukraine)