mini|Katholische Kirche St. Pius in Recklinghausen-Hochlarmark St. Pius in Hochlarmark nordwestlich von Dortmund in Nordrhein-Westfalen ist eine römisch-katholische Filialkirche der Propsteipfarrei St. Peter (Recklinghausen). Sie steht unter dem Patrozinium des heiligen Papstes Pius X. und gehört zum Kreisdekanat Recklinghausen im Bistum Münster. Das Gotteshaus mit Campanile beherbergt nach dem Umbau 2022 auch das Gemeindezentrum und hat noch 110 bzw. 190 Sitzplätze.

Geschichte Größere Wohnsiedlungen vor allem für die Familien der Bergarbeiter entstanden nach 1950 im nördlichen Teil von Hochlarmark. Die katholischen Gottesdienste fanden 1956 bis 1959 in einer Notkirche statt.

Nach der Abtrennung des nördlichen Seelsorgebezirks Hochlarmark von St. Paulus (Recklinghausen) und St. Michael (Hochlarmark) erfolgte 1959 die Erhebung zur eigenständigen Pfarrei St. Pius.

Baubeschreibung Das Gotteshaus wurde 1959–1960 nach den Plänen des Architekten Walter Kremer (Duisburg) gebaut. St. Pius ist eine Saalkirche mit gegiebelter Querrippendecke unter einem gestuften Satteldach. Der eingezogene Chor mit geradem Schluss liegt im Osten. Der im Südosten separat stehende Glockenturm besitzt ein Satteldach und ist durch eine Kapelle mit dem Hauptgebäude verbunden. Die Sakristei mit Schleppdach liegt nördlich des Ostchores. Das Gotteshaus besteht aus rotem Ziegelmauerwerk und Dächern aus braunen Dachziegeln. Zu den Gebäuden der Gemeinde gehören das Pfarrhaus von 1967, das Pfarrheim von 1965 und der Kindergarten von 1958.

Um eine Schließung zu verhindern, wurde St. Pius 2021–2022 nach dem Konzept der Architekten Franz-Jörg Feja und Peter Kemper (Recklinghausen) grundlegend umgebaut und das Gemeindezentrum in das Kirchengebäude integriert. Die Propsteigemeinde St. Peter (Recklinghausen) investierte dazu aus Eigenmitteln 750.000 Euro. Der neue Pfarrsaal hat nach einer Teilung nur noch 110 statt bisher 400 Sitzplätze. Das Öffnen mehrerer Glastüren ermöglicht die Erweiterung auf 190 Sitzplätze. Das bisherige, direkt neben dem Gotteshaus liegende Pfarrheim, das Pastor-Tombrink-Haus, wird als Erweiterung des Kindergartens genutzt, weil in Hochlarmark der Bedarf nach Kinderbetreuung deutlich gestiegen ist. Die ehemalige Werktagskapelle ist der neue Raum für die Jugendlichen der Gemeinde.

Strukturentwicklungen Im Rahmen einer Neuordnung der Gemeindestrukturen im Bistum Münster wurden St. Pius und St. Michael in Hochlarmark 2019 in die Propsteipfarrei St. Peter (Recklinghausen) eingegliedert.

Ende 2028 werden sich die Pfarreien St. Antonius, Liebfrauen und St. Peter in Recklinghausen sowie St. Martinus (Westerholt) und St. Antonius (Herten) zusammenschließen zum Katholischen Kirchenverband „Pastoraler Raum Recklinghausen-Herten“.

Glocken Im Campanile von St. Pius hängen die folgenden vier Kirchenglocken aus Bronze:

Glocke 1: Schlagton: dis‘; Ø 127 cm; Gießerei: Petit & Edelbrock (Gescher); Gussjahr: 1960 Glocke 2: Schlagton: fis‘; Ø 107 cm; Gießerei: Petit & Edelbrock (Gescher); Gussjahr: 1960 Glocke 3: Schlagton: gis‘; Ø 95 cm; Gießerei: Petit & Edelbrock (Gescher); Gussjahr: 1960 Glocke 4: Schlagton: h‘; Ø 79 cm; Gießerei: Petit & Edelbrock (Gescher); Gussjahr: 1960.

Orgel Die Firma Gebrüder Stockmann (Werl) baute 1992 für St. Pius in Hochlarmark eine Pfeifenorgel mit 28 Registern auf Hauptwerk (C−g3), Positiv (C−g3) und Pedal (C−f1). Die Spieltraktur ist mechanisch und die Registertraktur elektrisch.

Literatur Ulrich Menkhaus (Red.): Das Bistum Münster, Bd. 3: Die Pfarrgemeinden. Hrsg.: Werner Thissen. Regensberg, Münster 1993, ISBN 3-7923-0646-8. Hans J. Lechtreck: KirchenSchätze Tour: Ein Reiseführer zu ausgewählten Kirchen im Bistum Münster. Aschendorff, Münster 2006, ISBN 3-402-00413-5. Margarete Luise Goecke-Seischab, Jörg Ohlemacher: Kirchen erkunden, Kirchen erschließen. Ein Handbuch. Anaconda, Köln 2010, ISBN 978-3-86647-457-4.

Weblinks

Website von St. Pius (Hochlarmark) Website vom Kreisdekanat Recklinghausen

Einzelnachweise

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