Der Villino Cagiati ist ein Landhaus aus den 1900er-Jahren im Viertel Prati der Stadt Rom in der italienischen Region Latium. Sie liegt in der Via dei Gracchi, 140, an der Ecke zur Via Virginio Orsini.
Geschichte Dieses Einzelhaus, ein Werk des Architekten Garibaldi Burba, ließ Giulio Cagiati 1902 im Zuge der Arbeiten zur Stadtentwicklung des neuen Viertels Prati in einem Gebiet erbauen, das stark durch ähnliche Häuser geprägt ist.
Die heutige Fassade, die im 21. Jahrhundert restauriert wurde, zeigt viele der ursprünglichen Zierelemente aus Metall, Stein oder Keramik, die ebenfalls restauriert wurden.
An dem Projekt waren neben dem Architekten verschiedene, damals bedeutende, in Rom beschäftigte Künstler beteiligt, wie der Florentiner Galileo Chini, der sich mit den äußeren Verzierungen aus farbigem Majolika mit floralen Motiven und Früchten beschäftigte, und Silvio Galimberti, damals erst 30 Jahre alt, der später Präsident der Päpstlichen Akademie der schönen Künste und der Literatur wurde und beim Villino Cagiati für die Fresken im Stil des 15. Jahrhunderts verantwortlich war, die an die von Botticelli erinnern, sowie der Mailänder Alessandro Mazzucotelli, der elegante Lösungen aus Schmiedeeisen ausarbeitete, die vorwiegend Pflanzenelemente, wie Weintriebe, zeigen.
Das Ergebnis ist ein bedeutendes Gebäude im Jugendstil von Rom.
Beschreibung Trotz der Aufstockung, die den umbauten Raum vergrößerte, sind die originalen Hauptlinien noch klar ersichtlich.
Der ursprüngliche Bau ist durch eine intensive Suche nach rechteckigen Lösungen geprägt, da das Gebäude selbst an einem spitzen Winkel zwischen zwei Straßen errichtet wurde. Der Haupteingang befindet sich auf einer der Seiten zwischen zwei Vorhallen.
Eine breite Terrasse trennt das Stockwerk auf Straßenniveau vom Erdgeschoss des Gebäudes, das erhöht erscheint. Ein Turm mit quadratischem Grundriss dient gleichsam als Scharnier zwischen den beiden Baukörpern des Gebäudes (der Schauspieler Tomás Milián lebt dort); oben befindet sich die Inschrift „In Arte Libertas“.
Auf der Terrasse gibt es auch Läger, Nischen und einen hängenden Garten, der durch ein rundes Kiosk mit einer Kuppel, getragen von Arkaden, aufgewertet wird, alles stark beeinflusst vom Arabeskenstil. Die Fassade des Gebäudes ist mit Fresken verziert, die lateinische Lotosblüten und Friese mit ineinander verschlungenen Sonnenblumen zeigen.
Einzelnachweise
Kategorie:Erbaut in den 1900er Jahren Cagiati Villino Cagiati