mini|hochkant|Herz-Jesu in Bad Feilnbach (2007) mini|Innenansicht Die Herz-Jesu-Kirche ist die römisch-katholische Pfarrkirche von Bad Feilnbach im oberbayerischen Landkreis Rosenheim. Sie ist zu Ehren des Heiligsten Herzens Jesu geweiht. Sie gehört zum Erzbistum München und Freising und bildet gemeinsam mit weiteren Pfarreien der Umgebung den Pfarrverband Maria Morgenstern.
Geschichte Jahrhundertelang gehörte die Region um Feilnbach kirchlich zur Pfarrei Au bei Aibling, obwohl der Ort bereits 1849 politische Eigenständigkeit erlangt hatte. 1922 wurde in Lippertskirchen-Wiechs eine eigene Expositur errichtet, die zunächst dem Pfarrverband Au angegliedert blieb. Unter dem langjährigen Expositus Alfons Amrain (1922–1959) wurde mit dem Bau der Herz-Jesu-Kirche die seit 1922 bestehende Expositur 1959 aus dem Pfarrverband Au entlassen und zur Kuratie erhoben. Am 1. Januar 1963 erfolgte schließlich die Erhebung zur selbständigen Pfarrei.
Die Kirche selbst wurde nach Plänen des Münchner Architekten Joseph Rampl in den Jahren 1956 bis 1957 errichtet. Die ursprüngliche, links neben dem Chor gelegene Sakristei wurde 1963 in eine Christophorus-Kapelle mit einer lebensgroßen, beweglichen Figur des Heiligen umgestaltet, in der seither die Werktagsmessen gefeiert werden. Im Zuge einer Renovierung 1981 erhielten zudem die gut gefassten Figuren des Laurentius von Rom, des Erzmärtyrers Stephanus sowie Petrus und Paulus ihren liturgisch sinnvollen Platz.
Architektur Der mit seinem wuchtigen Zwiebelturm weithin ortsbildprägende Bau erinnert an den Barock vieler Kirchen der Gegend. Eine durchgehende Spiegeldecke überspannt eine Halle mit einem breiten Mittelschiff und zwei kleinen Seitenschiffen, die im Süden durch einen halbrunden Chor abgeschlossen wird.
Ausstattung
Die leicht geschwungene Südwand des weiträumigen Presbyteriums wird von einem Natursteinmosaik mit der Darstellung der Majestas Domini bestimmt, das der Münchner Kunstmaler Willibald Bierl entwarf und das 1971 ausgeführt wurde. Das Mosaik wurde aus fünf Tonnen Natursteinen aus aller Welt von der Mayer’schen Hofkunstanstalt in München angefertigt. Es zeigt den erhöhten, auferstandenen Christus mit den vier Evangelistensymbolen sowie seinen Wundmalen; da die Herzwunde an der Christusfigur nur klein dargestellt ist, wiederholte der Künstler sie noch einmal vergrößert unterhalb der Figur – als geöffnetes, tiefrotes Herz, das das reine weiße Licht der Auferstehung ausstrahlt.
Vom selben Künstler stammen auch die übrigen Mosaikarbeiten sowie die symbolreichen, großformatigen Glasfenster der Kirche – links und rechts im Kirchenraum, oben am Chor und an der Vorderwand samt Fenster der Orgelempore. Der Kreuzweg wurde 1957 von Leo von Welden geschaffen.
Weblinks
Einzelnachweise
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