Alexandra Athanasiadi (; * 1961 in Athen) ist eine griechische Bildhauerin, deren Werke die Antike mit der Moderne verbinden.

Lebe und Karriere Alexandra Athanasiadi wuchs in Athen auf und malte schon als Kind. Unterstützt und angeregt durch ihren Vater studierte sie 1978 am Franklin College in Lugano. 1979 wurde sie an der Ruskin School of Drawing and Fine Art der Universität Oxford angenommen, wo sie die Bildhauerei für sich entdeckte. Dort schloss sie 1982 ihren Bachelor of Fine Arts in Bildhauerei und Druckgrafik mit Auszeichnung ab. Sie setzte ihre Studien an der Columbia University in New York fort und erwarb dort 1984 ihren Master of Fine Arts in Bildhauerei. Darüber hinaus beschäftigte sie sich in New York und Athen mit Bühnenbildgestaltung.

Im März 1988 wurde ihr Vater Alexandros Athanasiadis von der Terrororganisation 17. November in Athen ermordet. Die Künstlerin meinte, dass er ein einfaches Ziel gewesen sei und als Industrieller auf einer Todesliste der Terroristen gestanden hätte. Um den Verlust und die Trauer, die in den Medien begleitet wurde, zu verarbeiten, begann sie, für ihre künstlerische Arbeit die Zeitungen zu verwenden, in denen über den Tod ihres Vaters berichtet wurde. Daraus entstanden einige Selbstporträts.

Für ihre Kunst benutzt sie gern ungewöhnliche Materialien, aus denen sie etwas Neues kreiert. Viele Jahre lang waren das Pferd und der Brustpanzer () Themen ihrer Kunstwerke. Ihr erstes Bildnis eines Pferdes fertigte sie mit 17 Jahren aus Draht an. Ihre Werke wurden von der Kunst Henry Moores und Alberto Giacomettis beeinflusst. Mit dem griechischen Poeten Konstantinos Kavafis verbindet sie eine Liebe zur harmonischen Verbindung von Antike und Moderne. Kavafis und diese Liebe stellte sie in einer Reihe ihrer Werke dar.

Ihre Werke waren in bedeutenden Sammlungen in Gruppen- und Einzelausstellungen zu sehen. 2022 wurde eine Retrospektive ihrer Kunst auf Andros im Museum für zeitgenössische Kunst der Basil & Elisa Goulandri Foundation gezeigt. Anlässlich ihrer Ausstellung im Kollegio Athinon 2025 schrieb der griechische Kunstkritiker Theofilos Tramboulis: „Das bildhauerische Werk von Alexandra Athanasiadi zeichnet sich durch solide Formen und die Verwendung von Fundstücken aus, vor allem von Holz und Metall. Athanasiadi kehrt im Laufe der Jahre immer wieder zu bestimmten grundlegenden skulpturalen Themen zurück, wie Pferden und menschlichen Brustpanzern, die sie neu interpretiert und vertieft. Im ständigen Dialog mit dem klassischen griechisch-römischen Erbe, ... , zeichnet sich ihr Werk durch seine existenzielle Tiefe und eine andeutungsreiche, spielerische Stimmung aus.“

Ausstellungen (Auswahl) Einzelausstellungen 1994: Home of Cyprus 1996, 1998, 2001, 2004, 2008: Argo Galerie 2002: Rodavgi Galerie 2004: Triangular Galerie 2005: Metamorphosis Galerie Thessaloniki 2005: Panescrystal Galerie Chania 2007: The Hellenic Center Londonarttower London 2007: William James Galerie Cholargos 2022: Museum der Basil & Elisa Goulandri Foundation, Andros 2025: Kollegio Athinon, Athen

Gruppenausstellungen 1993: National Art Galerie 1993: Peristylio Zappeiou 1995: New York International Competion 2003: Gallery of Book 2020: Michalis Kakogiannis Foundation (Athen)

Einzelnachweise

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