Nord bei Nordwest – Blindgänger ist ein deutscher Fernsehfilm aus dem Jahr 2026. Es handelt sich um die neunundzwanzigste Folge der ARD-Kriminalfilmreihe Nord bei Nordwest mit Hinnerk Schönemann, Jana Klinge und Marleen Lohse in den Hauptrollen. Regie führte Hinnerk Schönemann nach einem Drehbuch von Mariann Kaiser. Die Folge war ab 31. Dezember 2025 in der ARD-Mediathek zu sehen und hatte ihre Premiere am 5. Februar 2026 im Ersten.
Handlung In Schwanitz wird ein Blindgänger entdeckt, weshalb der Ort unter der Leitung von Hauke Jacobs und Hannah Wagner kurzfristig evakuiert werden muss. Während die beiden Polizisten die Bewohner warnen, stoßen sie im Haus von Mareike Thorgard auf verdächtige Spuren: Im Vorgarten liegt eine Waffe, in der Küche finden sich Blutspuren. Von Mareikes Sohn Jürgen fehlt jedoch jede Spur.
Obwohl zunächst keine Leiche gefunden wird, ziehen Jacobs und Wagner die Spurensicherung hinzu und beginnen mit Ermittlungen. Parallel dazu übernimmt Hannahs Bruder Frederik Wagner als Kampfmittelexperte die Entschärfung der Bombe. Das Wiedersehen zwischen den Geschwistern ist angespannt, da alte Konflikte zwischen ihnen erneut aufbrechen.
Unterdessen sucht Jule Christiansen nach einem Mädchen, das während der Untersuchung eines Hundes aus ihrer Tierarztpraxis verschwunden ist. Es stellt sich heraus, dass Roxana aus einem Heim in Kiel weggelaufen ist und den Hund gestohlen hat. Jule beteiligt sich daraufhin freiwillig an der Suche nach der Minderjährigen.
Für Hauke und Hannah verdichten sich währenddessen die Hinweise auf kriminelle Aktivitäten in der Region. Sie vermuten, dass eine Gruppe aus dem Waffenmilieu in Schwanitz aktiv ist, und stoßen dabei auf den skrupellosen Soroka. Gleichzeitig gerät der vermisste Jürgen Thorgard in ein gefährliches Spiel, in das schließlich auch die Bestatter Ellen Bleckmann und Michael Töteberg sowie sein Kegelfreund Mehmet Ösker hineingezogen werden.
Hintergrund Nord bei Nordwest – Blindgänger wurde vom 2. Februar bis 12. März 2025 auf Fehmarn und Umgebung sowie in und um Hamburg gedreht.
Rezeption
Einschaltquote Die Erstausstrahlung von Nord bei Nordwest – Blindgänger am 5. Februar 2026 im Ersten, erreichte 6,49 Millionen Zuschauer und damit einen Marktanteil von 25,4 Prozent und in der Gruppe der 14- bis 49-Jährigen einen Marktanteil 8,2 Prozent.
Kritik Rainer Tittelbach von tittelbach.tv gab auf seiner Seite 4 von 6 Sternen und schrieb: „Etwas kurz kommt in ‚Blindgänger‘ die Beziehungsebene. (…) Auch sonst hält die Episode nicht den hohen dramaturgischen Standard der Reihe. Obwohl es an skurrilen Szenen und schrägen Momenten, wie gesehen, nicht mangelt, fehlt es der Narration an Dichte, an raffinierten Bezügen, an Doppelbödigkeiten, an ausgeklügelter Informationsvergabe. Die Makrostruktur der Erzählung ist wenig ausgefeilt. Und so hängen die Geschichten, parallel zur Bombenentschärfung, die sich zieht und zieht, im Mittelteil etwas durch. Darunter leidet dann auch der Erzählfluss. Hinnerk Schönemann, der hier zum dritten Mal Regie führt, versucht, dem mit einigen inszenatorischen Gags (der Igel als Begleiter, norddeutsche Sinnsprüche auf den Werbetafeln, skurrile Kamerablicke) beizukommen. Das erhöht den Unterhaltungswert im Moment, macht den Handlungsverlauf aber nicht flüssiger, die Dramaturgie nicht geschmeidiger.“
Tilmann P. Gangloff schrieb auf evangelisch.de: „(…) mit der Inszenierung (…) beweist Hinnerk Schönemann erneut sein Talent nicht nur vor, sondern auch hinter der Kamera. "Blindgänger", der 29. Film aus der außerordentlich beliebten ARD-Reihe, ist seine dritte Regiearbeit. Gerade die Balance auf dem schmalen Grat zwischen Krimi und Komödie ist ihm vortrefflich gelungen. Der Erzählstrang mit dem Killer ist zwar moderat überhöht, gerät aber nie zur Parodie. Trotz des durchaus entspannten Tempos ist die Handlung durchgehend fesselnd, weil ständig was passiert.“
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Filmtitel 2026 Kategorie:Deutscher Film Kategorie:Fernsehfilm (Das Erste) Kategorie:Kriminalfilm #Blindgänger